Tauberbischofsheim

Jugendliche starten Hilfsaktion in Tauberbischofsheim

Die Hilfsaktion der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) in Tauberbischofsheim wird von den Schülern (von links) Anna Wamser, Lea Vollrath und Benedict Fischer organisiert. Im Pfarrheim nimmt Lea Vollrath die Anrufe entgegen.
Die Hilfsaktion der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) in Tauberbischofsheim wird von den Schülern (von links) Anna Wamser, Lea Vollrath und Benedict Fischer organisiert. Im Pfarrheim nimmt Lea Vollrath die Anrufe entgegen. Foto: Ulrich Feuerstein

Die Corona-Pandemie stellt viele Menschen vor Herausforderungen: Eltern müssen arbeiten und gleichzeitig ihre Kinder betreuen. Alte Menschen sollen soziale Kontakte meiden. Und wer unter Quarantäne steht, darf gar nicht mehr vor die Tür. In dieser Situation bietet die Katholische junge Gemeinde (KjG) zusammen mit dem Pfarramt ihre Hilfe an.

"Viele Menschen sitzen jetzt in ihrer Wohnung und kommen nicht mehr raus", sagt Anna Wamser. Die 17-Jährige will ehrenamtlich helfen. Gemeinsam mit Sophie Schneider und Benedict Fischer hat sie einen Helferkreis organisiert, dem Jugendliche aus der KjG St. Bonifatius und KjG St. Martin angehören. "KjG hilft" lautet das Motto.

Helfen lenkt von der Situation ab

Alle drei sind Schüler am Matthias-Grünewald-Gymnasium. Auch ihre Schule ist momentan geschlossen. Der Unterricht läuft aber über Internet und Videokonferenzen. "Wir sind mit Aufgaben sehr beschäftigt", berichtet Schneider. Die Hilfsaktion empfinde sie als willkommene Abwechslung. "Anderen zu helfen, lenkt ab von der eigenen Situation."

Die Hilfsaktion richtet sich an Menschen aus der Seelsorgeeinheit Tauberbischofsheim. Auch Familien von Geflüchteten wollen die Organisatioren ansprechen. "Wir kaufen im Supermarkt ein, besorgen Arzneimittel aus der Apotheke oder gehen mit dem Hund Gassi“, erklärt Fischer. Er betont, dass die Aufträge unter Einhaltung der Hygienestandards erledigt würden.

Dekan Gerhard Hauk freut sich über die Hilfsbereitschaft der Jugendlichen. "Es ist wenig, was man in dieser Zeit tun kann", sagt er. Die Situation sei schwierig auszuhalten. Pläne vieler Menschen würden durchkreuzt. In der Solidarität gelte es, die auferlegten Maßnahmen einzuhalten.

Hoffnungszeichen in schwerer Zeit

Umso wertvoller ist Hauks Ansicht nach das Engagement der Jugendlichen. Ihren Einsatz für andere nennt er ein "Hoffnungszeichen in schwerer Zeit". Sie machten mit ihrem Handeln deutlich, dass Gott trotz allem die Welt in seiner Hand halte.

Die Koordination der Hilfsaktion erfolgt über das Pfarramt. Seit vergangenen September absolviert Lea Vollrath dort ein freiwilliges soziales Jahr. Spontan erklärte sie sich bereit, Anrufe anzunehmen und Anfragen weiterzuleiten. Die Aktion startet ab sofort.

Informationen zur Hilfsaktion bei Lea Vollrath montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr unter Tel.: (0162) 5670276.

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