STUTTGART/GÜTERSLOH

Klamme Kassen

Die wirtschaftsstarken Städte und Kreise im Südwesten ächzen laut einer Studie weitaus weniger unter den dramatisch gestiegenen Sozialausgaben als die wirtschaftlich schwächeren Kommunen und Kreise in anderen Bundesländern. So stiegen die Kosten für Soziales in den vergangenen zehn Jahren deutschlandweit um 50 Prozent, wie aus einer am Montag vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung hervorgeht.

2014 summierten sich die Kosten für Sozialleistungen auf 78 Milliarden Euro. Um besonders gebeutelten Städten wieder mehr Handlungsspielraum zu geben, soll der Bund nach Ansicht der Verfasser einen höheren Anteil der Wohnkosten für Hartz-4-Empfänger übernehmen.

Die Wohnkosten beliefen sich 2013 bundesweit auf rund 14 Milliarden Euro. Im wirtschaftsstarken Südwesten binden die Wohnkosten laut Mitteilung lediglich drei Prozent der kommunalen Etats, im strukturschwachen Sachsen-Anhalt hingegen elf Prozent. Die Belastung der Stadt Magdeburg etwa sei fast zehn Mal höher als jene im Kreis Hohenlohe (13,2 zu 1,4 Prozent).

Bei den Großstädten im Südwesten sind die Wohnkosten mit 4,9 Prozent in Stuttgart und Karlsruhe am niedrigsten. Dann folgen Pforzheim mit 5,5 Prozent, Freiburg mit 5,8 Prozent und Mannheim mit 6,1 Prozent.

Eine Finanzspritze von jährlich 5 Milliarden Euro hatten die Regierungsparteien in Aussicht gestellt. Wie das Geld verteilt werden soll, ist aber nach wie vor unklar.

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