Tauberbischofsheim

Lebensfarben aus Tauberbischofsheim spenden Hoffnung und Geld

Die Musikgruppe "Lebensfarben" trat in der Tauberbischofsheimer Stadtkirche und in der Külsheimer Pfarrkirche mit besinnlichen Texten und Liedern zum Nachdenken auf. Foto: Ulrich Feuerstein

Hoffen, auch wider alle Hoffnung, war das Thema der beiden Meditationskonzerte der Gruppe "Lebensfarben" in der Tauberbischofsheimer Stadtkirche St. Martin und der gleichnamigen Külsheimer Pfarrkirche. Besinnlichen Texte und Lieder zum Nachdenken boten den Besuchern die Gelegenheit, den Alltag hinter sich zu lassen und innezuhalten.

Zwei Meditationskonzerte

"Hoffnung ist für viele Menschen ein Gefühl oder der Wunsch, dass bestimmte Dinge passieren", sagte Chorleiterin Madeleine Wagner. Ihr Eindruck: "Die Hoffnung hat mit unserem Alltag, unseren Problemen und Sorgen zu tun." Hoffnung sei "eine Grundeinstellung, mit Veränderungen und Hilfen zu rechnen, die nicht vorhersehbar, nicht planbar und nicht erwartbar sind", und könne zu einem beständigen Anker im Leben werden.

Die Gruppe wählte mehrere Lieder aus, um dieses Thema vielfältig darzustellen. Lieder wie "Meine Hoffnung und meine Freude", "Damit ihr Hoffnung habt" oder "Regenbogen, Hoffnungszeichen" versicherten, dass Hoffnung positive Folgen haben kann.

Lieder handeln von Hoffnung

Wer auch in tiefster Not noch Hoffnung hat, könne sich glücklich nennen. Davon zeugten Lieder wie "Hoffen wider alle Hoffnung" und "Unsere Hoffnung bezwingt die schwarze Angst". Wer auf Gott vertraue, verdeutlichten die Sänger, könne Hoffnung schöpfen. Zuversicht aus dem Glauben sprach aus Liedern wie "Lege deine Sorgen nieder" und "Du bist das Leben".

Ihre Hoffnung drückten die "Lebensfarben" mit mehreren Fürbitten für eine Welt, in der Frieden regiert, und für Menschen, die auf andere zugehen, um Gemeinschaft und Einheit zu erfahren, aus.

Die "Lichter der Weihnacht" entzündeten die "Lebensfarben" mit dem gleichnamigen Lied und verkündeten mit "Down in Bethlehem" die Geburt Christi. Denn "In der Nacht von Bethlehem" sei Jesus, der Retter, geboren.

Erlöse werden gespendet

Um Hoffnung bat Bernadette Vath im Schlussgebet: "Gott gebe uns für jede Träne ein Lächeln, für jede Sorge eine Aussicht und für jede Ausweglosigkeit einen Hoffnungsanker."

Ein solcher Anker sind auch die "Lebensfarben". Regelmäßig verzichten sie auf Einnahmen und spenden den Erlös ihrer Konzerte für einen guten Zweck. Diesmal kam das Geld der "Station Regenbogen" der Uniklinik in Würzburg zugute.

Sie schenke krebskranken Kindern und deren Angehörigen Hoffnung. "Wir begleiten betroffene Familien, die mit ihren Kindern den Weg durch diese Krankheit gehen müssen", sagte Christiane Scheurich von der Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder.

Seit über 30 Jahren aktiv

Als "Hoffnungsperlen für die Gemeinde" bezeichnete Dekan Gerhard Hauk die Musikgruppe. Ihre Meditationskonzerte verstehe er als geschenkte Zeit, in der das Ensemble das Weihnachtsgeschehen in die Herzen und in den Alltag der Besucher gesungen habe.

Die "Lebensfarben" gibt es seit mehr als 30 Jahren in wechselnder Besetzung. Derzeit gehören Lena Bundschuh (Gesang), Kathrin Burger (Gesang), Regina Haberkorn (Gesang), Svenja Kraft (Querflöte), Ramona Lala (Querflöte, Gesang), Emilia Leschnik (Gesang), Michelle Maasen (Gitarre), Beate Mittnacht (Gesang), Julian Rapp (Perkussion), Sabrina Ruck (Gitarre), Janina Spang (Gesang), Bernadette Vath (Querflöte, Gesang) und Muriel Withopf (Gesang) zur Gruppe. Bei den beiden Meditationskonzerten verstärkte Larissa Damasceno (Klavier) das Ensemble.

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