LAUDA

Marienkirche ins rechte Licht gerückt

In Szene gesetzt: Die Marienkirche in Lauda erstrahlte während einer Jubiläumsveranstaltung im besonderen Licht. Foto: Peter D. Wagner

Die Marienkirche in Lauda, die in diesem Jahr ihr 400-jähriges Jubiläum feiert, wurde 1613 unter den Bischöfen Julius Echter von Mespelbrunn und dem in Lauda geborenen Gottfried von Aschhausen anstelle einer Kapelle aus dem 13. Jahrhundert errichtet. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres konnten die Besucher nun bei einer stimmungsvollen Soiree mit dem Titel „Marienkirche ins rechte Licht gerückt“ einen besonderen Höhepunkt erleben.

Dabei wurden im halbstündigen Takt verschiedene Programmpunkte präsentiert, die Visuelles, Informatives, Meditatives und Musikalisches zu bieten hatten. Die Veranstalter und Organisatoren der Pfarrgemeinde St. Jakobus hatten den Programmablauf bewusst so gestaltet, dass die Besucher je nach persönlichen Interessen entweder den ganzen Abend in der Marienkirche verbringen oder aber individuell ihre eigenen Höhepunkte heraussuchen konnten.

„Es ist wie so oft: Vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht. Im Fall der Marienkirche womöglich vor lauter überbordender barocker Pracht hier die Schönheit der kleinen Details nicht“, meinte Dr. Ulrike Hemmrich, Vorsitzende des Pfarrgemeindeteams Lauda, in ihrer Begrüßung. „Werden sie jedoch von einem Scheinwerferlicht besonders betont, rücken sie eben sprichwörtlich in unseren Fokus und können zu voller Geltung gelangen“, kündigte Hemmrich an. Dementsprechend bildete eine Lichtshow den Auftakt des Abends, die auf Musik aus der Erbauungszeit der Marienkirche und ihrer Ausstattung abgestimmt war. Im Anschluss daran ging Christel Schreck auf die barocken Details und Besonderheiten kunsthistorisch ein, während diese ebenfalls mittels der Beleuchtung hervorgehoben wurden. Bei Taizégesängen mit Sven Geier am E-Piano hatten die Besucher die Gelegenheit, einige bekannte Lieder, zum Beispiel „Ubi caritas“, gemeinsam zu singen und den Glanz der Kirche in stimmungsvollem Licht wahrzunehmen. Eine gesonderte Betrachtung der biblischen, sowohl alt- als auch neutestamentarischen Szenen, die in den Deckenmedaillons dargestellt sind, erläuterte Pfarrer Ralph Walterspacher.

Glanzvoller Abschluss dieses Abends, an dem die Marienkirche sowohl innerlich als auch äußerlich in besonderem Licht erstrahlte, war ein Konzert von Kantor Christian Abelein auf der historischen Laukhuff –Orgel, deren Renovierung im Jubiläumsjahr fast abgeschlossen werden konnte.

Dabei war Musik verschiedener Komponisten zu hören, unter anderem Mendelsson-Bartholdys „Präludium in G-Dur“ und – passend zu den barocken Elementen der Marienkirche – Nicolaus Bruhns, einem norddeutschen Komponisten aus der Barockzeit. Stimmungsvolle Schlussakkorde waren eine von Abelein improvisierte Mischung aus verschiedenen Marienliedern.

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