ZIMMERN

Mehr als nur ein Dach über dem Kopf

Nahmen den „Treffpunkt Zimmern“ musikalisch in Besitz: der Kirchenchor Zimmern und der Kindergarten, die gemeinsam auf der Bühne zur Unterhaltung sangen. Foto: Matthias Ernst

Schon von weitem kann man das neue Dorfgemeinschaftshaus in Zimmern erkennen, steht doch an seiner Stirnseite in großen Lettern die offizielle Bezeichnung „Treffpunkt Zimmern“. Und ein echter Treffpunkt aller war es auch bei der offiziellen Einweihung. Die aufgestellten Stühle reichten nicht aus, so viele Menschen wollten „ihr“ Dorfgemeinschaftshaus in Augenschein nehmen.

Ortsvorsteher Dieter Schenek ging auf die schwierigen Beratungen und jahrelangen Planungen für das Multifunktionshaus ein. „Ein lang ersehnter Wunsch ist in Erfüllung gegangen“. Schließlich ist Zimmern der größte Ortsteil der Stadt Grünsfeld und bekam sein Dorfgemeinschaftshaus doch als letztes. „In der Bauphase hatte ich nicht nicht nur einen Architekten, sondern 30“, sagte er über die vielen Ideen der Zimmerner.

Doch Architekt Albert Kastner, selbst geborener Zimmerner, hatte sich nicht beirren lassen. Er erinnerte daran, dass auch die „neue Schule“, Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts gebaut, für viel Diskussion sorgte. „Auch das jetzige Gebäude wird seine Zeit haben, die Architektur unterscheidet sich genauso wie die neue Schule damals“.

In nur 13 Monaten war das überwiegend in der Außenfarbe Grün gehaltene Gebäude gebaut worden. Damit „passt es sich wunderbar dem natürlichen Landschaftsbild mit der Auenlandschaft des Wittigbachtales und dem bewaldeten Rüdenberg an“, wie es Bürgermeister Joachim Markert ausdrückte.

CDU-Bundestagsabgeordneter Alois Gerig wollte den Treffpunkt Zimmern als „starkes Signal für die Zukunft unseres Raumes“ verstanden wissen. „Früher war es das Milchhäusle, wo wir uns getroffen haben, heute können wir uns solche Gebäude leisten“, sagte er voller Stolz. Er glaubt an eine Trendwende der Urbanisierung.

Das neue Gebäude sei „ein Aushängeschild für die Lebendigkeit des Ortes“, sagte Bürgermeister Markert. Er dankte seinem Amtsvorgänger Alfred Beetz, der maßgeblich an der Verwirklichung des Projektes gearbeitet habe.

Wie vielfältig der Treffpunkt Zimmern genutzt werden kann, demonstrierten der Kirchenchor unter Dirigentin Irene Schneider, der Kindergarten St. Margaretha mit seiner Leiterin Oksana Siderenko, die Zimmerer Hore mit ihrer Präsentation der Aktivitäten des Faschingsvereines und Pia (Oboe) und Noah Scheuermann (Marimbaphon), die von ihrer Mutter Ulrike Pfeifer-Scheuermann am Piano begleitet, für musikalische Highlights sorgten.

Wie groß die Akzeptanz in der Bevölkerung mittlerweile ist, zeigte der Heimat- und Kulturring Zimmern, der mit einer Spende von 5000 Euro und der erstmals präsentierten „Fahne von Zimmern“ Flagge zeigte.

Den Segen für das Haus spendeten Pfarrer Oliver Störr und seine evangelische Kollegin Laura Breuninger. „Damit ich nicht für den ersten Wasserschaden verantwortlich bin, werde ich mit dem Schwengel vorsichtig umgehen und nur wenig Weihwasser verwenden“, hatte Störr unter dem Gelächter der Anwesenden geäußert. Bei dem anschließenden Empfang wurden auch schon Gespräche geführt, wie man den Saal für Hochzeiten und andere Feierlichkeiten nutzen kann.

Fakten zum Gebäude

Die Bausumme für das Gebäude betrug 1,4 Millionen Euro. Der Treffpunkt Zimmern bietet 180 Sitzplätze und liegt am westlichen Ortseingang neben dem Sportplatz. Die Stadt erhielt 54 Prozent Förderung durch ELR und Ausgleichsstock. Alle Kosten wurden aus dem laufenden Haushalt der Stadt Grünsfeld beglichen. Mae

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