STUTTGART

Musiker-Protest gegen Drohnen

(dpa/lsw) Musiker des Netzwerks Lebenslaute haben die Zufahrten der US-Kommandozentrale für Afrika (Africom) in Stuttgart blockiert. Nach Angaben des Netzwerks richtete sich die Aktion am Montag mit dem Titel „Schlussakkord dem Drohnenmord“ gegen die Drohneneinsätze der Vereinigten Staaten in Afrika.

„Da werden Menschen in Afrika ohne Gerichtsverfahren getötet. Das ist gegen das Völkerrecht, gegen das Grundgesetz“, sagte Marcus Beyer, Sprecher der Gruppe Lebenslaute.

Die Polizei räumte eine von vier Zufahrten zum Africom-Gelände, indem sie 35 der 60 Demonstranten wegtrug oder wegführte.

Der Sprecher der Gruppe, Beyer, sagte: „Uns ist wichtig, die Zugänge zu dem Lager zu stören, damit kein Fahrzeug in den Stützpunkt kommen kann.“ Nach Angaben der Polizei verursachte das „erhebliche Verkehrsbehinderungen“. Beyer kritisierte: „Hier in der Africom werden Menschen auf Todeslisten gesetzt und dann aus der Entfernung angegriffen. Wer sich in der Nähe des mutmaßlichen Terroristen aufhält und getroffen wird, der gilt als Kollateralschaden“, sagt der Sprecher.

„Lebenslaute“ gibt es nach deren Internetseite seit 30 Jahren. Das Netzwerk macht „klassische Musik an ungewöhnlichen Orten“ und verbinden dies mit Demonstrationen. Es hatte 2014 den Aachener Friedenspreis bekommen.

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