TAUBERBISCHOFSHEIM

Nachbarland Frankreich im Blick

Parforcehornbläser der Kreisjägervereinigung eröffneten die Kulturnacht.

Am Freitagabend fand in Tauberbischofsheim die bei der Bevölkerung beliebte und inzwischen traditionelle lange Nacht der Kultur statt. Motto in diesem Jahr: „A la française“ Zu diesem Anlass hatten sich die zahlreichen Akteure ein buntes Kulturprogramm rund um unser Nachbarland Frankreich einfallen lassen. Es gab zeitgenössische Musik, Tänze, Rätsel, Märchen und Geschichte.

Prächtige Kostüme

Zur Eröffnung zogen die Tauberfränkischen Heimatfreunde mit prächtigen Kostümen auf den Schlossplatz ein. Bürgermeister Wolfgang Vockel freute sich, zur „Langen Nacht der Kultur“, die dieses Jahr mit ihrem Motto an die 50-jährige Städtepartnerschaft mit Vitry-le-François erinnerte, begrüßen zu können. Er gab einen Überblick über die vielen Veranstaltungsorte im Stadtgebiet. Allen Teilnehmern dankte das Stadtoberhaupt für ihr Engagement. Kerstin Haug-Zademack, die Vorsitzende der Tauberfränkischen Heimatfreunde, sagte in ihrer Eröffnungsansprache, dass das Schloss für die Lange Nacht der Kultur herausgeputzt und sich die Heimatfreunde allerlei zum Thema einfallen lassen haben.

Spielmannszug zum Auftakt

Der Amtmann von Mainz begrüßte die Gäste mit den Worten: „Gott zum Gruße edle Herren, edle Damen, edle Jungfrauen“ und stellte sein Gefolge vor. Zu Gast aus Frankreich war eigens der Sonnenkönig Ludwig XIV nebst Gemahlin Marie-Antoinette angereist. Zur Eröffnung spielten die Parforcehornbläser der Kreisjägervereinigung Mergentheim traditionelle französische Jagdlieder. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim und seine Fahnenschwinger sorgten ebenfalls für einen prächtigen Auftakt.

Im Kurmainzischen Schloss, in dem diesem Jahr der Sonnenkönig residierte, gab es einige Attraktionen zu sehen. Es gab einen Spielsalon mit verschiedenen Brettspielen. Künstler konnten beim Malen ihrer Werke beobachtet werden. Überall waren die Schlossgeister unterwegs – in jedem Raum gab es etwas Zeitgenössisches zu entdecken.

Immer wieder französische Musik

An verschieden Orten gab es französische Musik. In der Peterskapelle lauschten die Zuhörer französischer Kammermusik, die hervorragend von Ensembles und Solisten der Richard-Trunk-Musikschule und von Gast Tim Winkelhöfer vorgetragen wurde. In der Sankt-Martin-Kirche war französische Orgelmusik zu hören und im Rathaussaal begeisterten Michael Meuser, Irene Schneider und June Weber mit französischen Chansons ihre Zuhörer.

In der Volkshochschule bannte Märchenerzähler Peter Glaser mit seiner lebendigen Art seine Zuhörer. Man konnte die Märchen richtig miterleben und das machte den Zuhörern sichtlich Freude.

Kennen sie Frankreich? Unter diesem Motto hatten sich die Euroakademie und die Städtische Mediothek in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Schwarz auf Weiß einiges einfallen lassen. Im ehemaligen Bahnhof gab es verschieden Tafeln mit Fragen rund um Frankreich sowie einen Schnupperparcours.

Postkarten im Stil vom Monet

Wer Lust hatte auf französische Kunst konnte hier im Stil von Monet Aquarell-Postkarten gestalten. Das Bücherquiz mit französischer Literatur lockte auch einige Besucher in die Mediathek – den Akteuren und Moderatoren machte die Aktion sichtlich Freude.

Freude am Tanzen? Auch hier kamen die Nachtbummler auf ihre Kosten. Ab 20 Uhr zeigten der Tanzclub Rot-Weiß verschiedene Tänze vom Discofox bis hin zum eleganten Tango. Wer auch selbst Lust zum Tanzen hatte, konnte beim Tanzworkshop Discofox Grundschritte erlernen oder seine Kenntnisse auffrischen – je nach Lust und Laune.

Um 21 Uhr gab es das traditionelle Abendlied vom Türmersturm, das über viele Monate im Jahr von der Stadt- und Feuerkapelle zu hören ist. Im Anschluss gab es eine Nachtstadtführung mit dem Bischemer Turmwächter. Auch für das leibliche Wohl war bestens im Schlosskeller, im Jägerhäuschen und im Türmersturm gesorgt.

Im Schloss waren Spieltische aufgestellt.
Im Rathaussaal begeisterten Michael Meuser, Irene Schneider und June Weber mit französischen Chansons ihre Zuhörer. Foto: Uwe Büttner

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