Wittighausen

Neue Bauplätze für Oberwittighausen

In Oberwittighausen sollen acht neue Bauplätze entstehen. Ein entsprechender Bebauungsplan wurde nun aufgestellt. Foto: Gemeinde Wittighausen

Der Bebauungsplan "Am tiefen Weg" in Oberwittighausen kommt langsam voran. Planer Ludwig Ohnhaus stellte den Gemeinderäten die aktuelle Planung vor, die insgesamt acht Bauplätze bringen wird. Von der L511 geht eine Stichstraße den Hang hinauf und endet in einem Wendehammer. So werden die Grundstücke bestmöglich erschlossen. Allerdings kann ein dreiachsiges Müllauto hier nicht drehen, sodass die zukünftigen Anwohner ihre Mülltonnen an die Landstraße bringen und von dort auch holen müssen. Würde man den Wendehammer entsprechend größer gestalten, würde mindestens ein Bauplatz wegfallen, so Ohnhaus. Das wollte kein Gemeinderat und auch eine zentrale Zisterne, wie von Michael Schinnagel angeregt, wurde abgelehnt.

Stattdessen soll jeder Grundstücksbesitzer eine Zisterne mit mindestens acht Kubikmetern auf seinem Grundstück unterbringen. Man bleibt damit konsequent und schreibt auch bei dem neuen Baugebiet eine private Zisterne vor, wie bei den anderen Baugebieten auf Gemeindegebiet mittlerweile üblich. Entgegen den Planungen von Ohnhaus soll nur noch je angefangenen 300 Quadratmetern Grund ein Baum gepflanzt werden. Herbert Reinhard hatte eingewandt, dass bei einer ursprünglichen Planung von je 200 Quadratmetern ein Baum die Dichte auf den kleinen Grundstücken zu groß wird, zumal Bäume ja wachsen und dann Nachbarschaftsstreitigkeiten vorprogrammiert sind. Der Bebauungsplan wird nun öffentlich ausgelegt und den Trägern öffentlicher Belange zugesandt, damit diese ihre Anmerkungen machen können.

Mehr Zuschuss für Bläserjugend

Ab dem Ausbildungsjahr 2020 wird es für jeden Schüler der Bläserjugend von der Gemeinde statt fünf dann zehn Euro Zuschuss im Monat zu den Ausbildungskosten erhalten. Darauf haben sich die Gemeinderäte einstimmig geeinigt. Nach der Gründung der Bläserjugend im Jahr 2003 war ein Zuschuss von fünf Euro genehmigt worden. Dies entsprach ungefähr der Summe, die früher an die Musikschule im Taubertal gezahlt wurde. Doch die Kosten für die Ausbildung ist seitdem gestiegen, allein für Ausbilder, Noten und Instrumente kommt da einiges zusammen. Und das Geld ist gut angelegt, so Bürgermeister Marcus Wessels, wie man beim Jubiläum der Oberwittighäuser Musikanten am vergangenen Wochenende erleben durfte.

Bei der Vorstellung der Jahresrechnung 2018 wurde deutlich, dass Wittighausen im vergangenen Jahr viel investiert hat. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 4 387 190 Euro ab und erhöht sich gegenüber den Planungen lediglich um 136 762 Euro oder 3,2 Prozent. Beim Vermögenshaushalt sind allerdings größere Steigerungen zu beobachten. Er erhöhte sich von den angesetzten 928 711 € um 426 253 Euro oder 46 Prozent auf 1 354 964 Euro. Mit 5 742 154,13 Euro schließt die Jahresrechnung 2018 ab und liegt damit 563 015,13 Euro über dem Haushaltsansatz von 5 179 139 Euro. Bereits ab 2019 kommt es zu einer Konsolidierungsphase, so der Bürgermeister, da einige größere Investitionen wie das Baugebiet "Am Bären" und mehrere Straßen- beziehungsweise Kanalbauarbeiten abgeschlossen werden. Außerdem sinkt die Zinsbelastung, da die höher verzinsten Darlehen alle auslaufen. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt zum Ende 2018 bei 1216 Euro (Vorjahr 1259 Euro). Auch hier wird die Zahl in den kommenden Jahren sinken.

Neues Feuerwehrfahrzeug soll bestellt werden

Das Feuerwehrfahrzeug in Oberwittighausen (Baujahr 1986) hat seine Nutzungsdauer bereits deutlich überschritten, der Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde Wittighausen empfiehlt eine zeitnahe Ersatzbeschaffung. Bei dem Fahrzeugkonzept spielt auch die bereits umgesetzte Eingliederung der Abteilung Poppenhausen eine Rolle. Aus fördertechnischen Gründen wurde ein Antrag für die Beschaffung eines GW-T (Gerätewagen Transport) gestellt. Auf Grundlage eines vagen Angebotes wurde ein Antrag auf Festbetragsförderung gestellt und ein Zuschuss in Höhe von 25 500 Euro bewilligt. Das Fahrzeug soll noch im Jahr 2021 beschafft und im kommenden Jahr bestellt werden, um die Förderung zu erhalten. Entsprechende Angebote soll die Verwaltung einholen.

Nachträglich gebilligt wurde die Ausrüstung der Grundschule mit neuen Netzwerkkabeln und einem Hotspot in jedem Klassenzimmer, um die Digitalisierung besser nutzen zu können. Nach der Versorgung mit Glasfaserkabel sei dies die logische Fortschreibung, so der Bürgermeister, der die Maßnahme unbedingt noch in den Ferien abschließen will.

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