STUTTGART

Neue Wege, neue Stolpersteine

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht die Beteiligungsprobleme beim Filderdialog zu Stuttgart 21 gelassen. „Wir beschreiten neue Wege und da holpert's dann manchmal“, sagte er am Dienstag in Stuttgart.

Der für diesen Freitag geplante Start der Diskussionsrunde über mögliche Varianten zur Anbindung des Flughafens an das Milliarden-Bahnprojekt muss verschoben werden, weil zu wenige zufällig ausgesuchte Bürger aus Fildergemeinden die Teilnahme zugesagt haben. Kretschmanns Kommentar: „Man kann doch nicht erwarten, dass alles rund läuft auf dieser Welt.“ Er halte es weiterhin für prinzipiell richtig, dass auch die stillen, nicht überall engagierten Bürger eine Stimme erhielten. Es gelte, bestimmte unterpräsentierte Gruppen wie junge Menschen, Frauen und Migranten stärker zu beteiligen.

Aber: „Man kann nicht davon ausgehen, dass alle Bürger sich an solchen Dingen enthusiastisch beteiligen.“ Er räumte auch Fehler der Organisatoren ein: „Man hätte es stringenter machen können.“

Der Zeitplan der Bahn, noch vor den Sommerferien den Dialog zu beenden, sei ehrgeizig. Er sei aber zuversichtlich, dass der Dialog noch in Fahrt komme. Für den neuen Termin am 16. Juni würden mehr Menschen angeschrieben. Von den bislang angesprochenen 250 Bürgern hatten nur fünf ihre Teilnahme zugesagt. Geplant war aber, dass aus Filderkommunen 80 nach dem Zufallsprinzip ausgesuchte Bürger teilnehmen.

Kretschmann betonte, er sehe den Grundsatz der Bürgerbeteiligung nicht beschädigt. „Wenn man nichts macht, holpert's auch nicht.“ Die derzeitigen Schwierigkeiten seien gerade der Beweis, „dass wir da vorn dran sind und was machen.“

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