WITTIGHAUSEN

Phosphatfällanlage: Abwasser wird sauberer

Über den aktuellen Stand bei der Phosphatfällanlage der Kläranlage der Wittigbachgruppe berichtete Bürgermeister Marcus Wessels in der Gemeinderatssitzung. Die Verbandskläranlage müsste grundsätzlich bereits seit Anfang des Jahres einen deutlich reduzierten Phosphatwert im eingeleiteten Wasser einhalten (3,5 mg/l -> 0,8 mg/l). Eine Ausnahme für die Verlängerung der Frist liegt jedoch vor.

Die Einhaltung der Werte ist nur durch die Installation einer automatischen Dosierstation möglich, die auf Grundlage der aktuellen Werte Aluminiumsulfat ins Belebungsbecken träufelt, wodurch Phosphat in den Klärschlamm ausfällt. Das Ingenieurbüro Mütsch aus Tauberbischofsheim war mit der Ausschreibung betraut, die weiteren Verbandsmitglieder haben ihre Zustimmung zur Vergabe gegeben, so Wessels weiter.

Es geht um einen Vorratstank mit einem Inhalt von 20 Kubikmetern, der an die aktuelle Größe eines anliefernden Tanklastzuges angepasst ist, und eine entsprechende Einhausung.

Der bauliche Teil der Vergabe ging an die Firma Brandel-Bau für 22.300 Euro, der technische Teil an die Firma Alltec-Dosiersysteme für 55 500 Euro. Somit kommt man auf eine Summe von rund 77 800 Euro, was etwas günstiger ist, als im Förderantrag beantragt.

Trotzdem sei es „beschämend“, so der Bürgermeister, dass nur die Gemeinde Wittighausen eine Förderung von 80 Prozent erhalte. Die Kläranlage sei ein Gemeinschaftsprojekt von bayerischen Gemeinden und eben Wittighausen in Baden-Württemberg.

Obwohl es sich um die Umsetzung einer europäischen Richtlinie handelt, bekommen die bayerischen Gemeinden von ihrer Landesregierung keine Förderung, da man hier andere Vergabekriterien habe. Die auf die einzelnen Gemeinden zu verteilende Summe fällt dort jeweils unter die Bagatellgrenze.

Wäre die Anlage eine rein bayerische Angelegenheit, wäre sie gefördert worden, ereiferte sich Wessels, den das bürokratische Vorgehen genauso stört, wie seine bayerischen Bürgermeisterkollegen.

Baubeginn soll in Kürze sein, so dass die Anlage Anfang kommenden Jahres ihre Arbeit aufnehmen soll und dann für noch saubereres Wasser aus der Kläranlage ausfließen kann.

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