Tauberbischofsheim

Rückgang bei Brustkrebs-Neuerkrankungen im Main-Tauber-Kreis

Brustkrebs ist mit 30,5 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen der industrialisierten Welt, heißt es in einer Pressemitteilung. Derzeit erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Jüngere Frauen sind nur selten betroffen, erst ab dem 40. und besonders ab dem 50. Lebensjahr erhöht sich das Risiko. In Deutschland gibt es rund 69 000 Neuerkrankungen pro Jahr. In der Region Heilbronn-Franken wurde das Mammakarzinom im Jahr 2018 bei 392 und im Main-Tauber-Kreis bei 66 AOK-versicherten Frauen neu diagnostiziert. Etwa ein Viertel der Patientinnen verstirbt daran.

Die Zahl der Sterbefälle sinkt bundesweit seit einigen Jahren. Das Mammakarzinom ist heute erfolgreicher behandelbar als früher – mit gezielteren und oft weniger belastenden Methoden. Im Main-Tauber-Kreis verringerte sich die Erkrankungsrate von 2014 bis 2018 jedes Jahr um durchschnittlich 5,2 Prozent, wie die AOK in einer aktuellen Studie festgestellt hat.

Früherkennung entscheidend

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die Früherkennung. AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein: „Wird der Krebs in einem frühen Stadium diagnostiziert, verbessern sich die Heilungschancen erheblich. Die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bei Frauenärzten leisten dazu einen wichtigen Beitrag und werden von der Krankenkasse in vollem Umfang bezahlt“. Ab einem Alter von 30 Jahren tastet der Gynäkologe einmal jährlich Brust und Achselhöhlen ab und achtet auf Veränderungen. Von 50 bis 69 Jahren erhalten Frauen alle zwei Jahre eine Einladung zum Mammographie-Screening in einer zertifizierten Einrichtung.

Wenn eine Brustkrebserkrankung auftritt, benötigen die Betroffenen umfassende persönliche Unterstützung und Informationen. Dafür stehen den Patientinnen bei der AOK Heilbronn-Franken spezielle Brustkrebsberaterinnen zur Seite. Diese haben neben ihrer Grundqualifikation als staatlich anerkannte Sozialpädagogin die Zusatzqualifikation als Psychoonkologin absolviert.

Brustkrebsberaterin

Für den Main-Tauber-Kreis ist dies Barbara Welle. Sie bietet Hilfe bei der Krankheitsbewältigung, berät zu sozialrechtlichen Fragen, informiert über Hilfs- und Entlastungsmöglichkeiten, begleitet während der Behandlung und zeigt Möglichkeiten der medizinischen und beruflichen Rehabilitation auf.

Selbsthilfegruppen nach Krebs

Weiteren Rückhalt können Patientinnen bei den zahlreichen Selbsthilfegruppen nach Krebs erfahren. Hier tauschen sich Frauen über Erfahrungen mit der Erkrankung, der Therapie und den Ärzten aus. Im Main-Tauber-Kreis sind dies Selbsthilfegruppen in Tauberbischofsheim, Wertheim und Bad Mergentheim.

Die Brustkrebsberaterin und Selbsthilfekoordinatorin der AOK Heilbronn-Franken, Barbara Welle, informiert über die Selbsthilfegruppen der Region sowie deren Treffs und Termine: Tel.: (07131) 639-374, E-Mail: barbara.welle@bw.aok.de,

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