Dittigheim

Seit 125 Jahren im Brandfall bereit

Kameradschaft ist auch nötig, wenn man ein zwölf Tonnen schweres Feuerwehrfahrzeug ziehen möchte. Foto: Uwe Büttner

Mit einem dreitägigen Fest und einem bunten Rahmenprogramm feiert die Abteilung Dittigheim der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim ihr 125-jähriges Bestehen. Zum Auftakt am Freitag gab es einen kleinen Festakt mit Festrednern und im Anschluss einen gut besuchten Beatabend in gemütlicher Atmosphäre.

Hauptredner zur Eröffnung war Abteilungskommandant Mirko Seitz. Er freute sich die Gäste und Ehrengäste zur Auftaktveranstaltung des stolzen Jubiläums der Abteilung Dittigheim begrüßen zu können. Seitz regte seiner Ansprache auch zum Nachdenken an. So stellte er die Frage was „freiwillig“ eigentlich bedeute? Es sind die Aufgaben und Tätigkeiten, die von den Abteilungsmitgliedern ehrenamtlich übernommen werden und das ohne Gegenleistung und ohne Zwang. Was bedeutet Feuerwehr? Auch hier hatte er eine Antwort parat: Jederzeit bereit, das Leben, die Gesundheit und das Hab und Gut der Bürger zu retten und zu schützen. Alle diese Absichten verfolgten die Gründungsväter aus Dittigheim, die vor 125 Jahren die Wehr gründeten.

Pflege der guten Kameradschaft und der Zusammenhalt

Der Wille zu helfen, bestand schon länger als 125 Jahre, doch um diesen effektiv einzusetzen, gehört er unter die Leitung einer festen Organisation. Das war der Grund warum die Bürger von Dittigheim 1894 die Dittigheimer Feuerwehr gründeten. Wie konnte die Dittigheimer Feuerwehr so lange bestehen? Die Pflege der guten Kameradschaft und der Zusammenhalt sind ein Hauptgrund hierfür.

Stadtbrandmeistert Michael Noe betonte in seiner Ansprache wie wichtig in den Ortsteilen seien, denn sie verfügen über die nötigen Ortskenntnisse und müssen deshalb auch erhalten werden. Sie leisten hoheitliche Aufgaben und es gelte die Bürger zu schützen und das lebe auch die Dittigheimer Wehr. Noe bedankte sich für die vielen Einsätze der Dittigheimer Abteilung, die stets da sei, wenn man sie brauche. Die Freiwillige Feuerwehr Tauberbischofsheim hat ein Konzept erarbeitet, bei dem die Abteilungen Dittigheim und Distelhausen einen gemeinsamen Einsatztrupp bilden. Mit einem dreifachen kräftigen „Wasser marsch“ wünschte Noe der Abteilung für die Zukunft alles Gute.

Schwerpunkt auf Hochwasser und Unfällen

Die Bürgermeisterstellvertreterin Heike Kuhn ließ in ihrer Ansprache die über 125 Jahre lange Geschichte Revue passieren, denn auch schon lange vor der eigentlichen Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Dittigheim gab es schon engagierte Bürger, die im Brandfall bereit standen. Heute liege der Schwerpunkt der Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr bei Hochwasser und Unfällen.

Der Bieranstich erfolgte pünktlich um 18.30 Uhr durch Ortsvosteher Elmar Hilbert mit nur einem Schlag, danach wurde noch zünftig gefeiert. Für die musikalische Umrahmung sorgten Samstag die Band „Enjoy“, am Sonntag die Musikkapellen Distelhausen und Dienstadt sowie der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim.

An allen Tagen gab es auch Spiele und Wettbewerbe. So galt es ein Fahrzeug über eine Länge von 20 Metern zu ziehen. Die besten Teams am Samstag brauchten hierfür zwischen 14 und 17 Sekunden. Auf dem Sportplatz gab es eine Fahrzeug- und Geräteaustellung der Dittigheimer Abteilung mit Einsatzgeräten Baujahr 1927 bis 2002. Im Festzelt war eine Fotoausstellung zu sehen umrahmt von einer historischen und aktuellen Uniform sowie der Originalspritzenpumpe von 1850.

Festbieranstich mit Stadtbrandmeister Michael Noe, Abteilungskommandant Mirko Seitz, Mario Gimbel Distelhäuser Brauerei, Ortsvorsteher Elmar Hilbert, Professor Dr. Wolfgang Reinhart MdL, Bürgermeisterstellvertreterin Heike Kuhn Foto: Uwe Büttner

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