PFORZHEIM

Trotz Gewalt in Pforzheim: Stadt und Polizei zogen positive Bilanz

Trotz Gewalt in Pforzheim: Stadt und Polizei zogen positive Bilanz
(lsw) Nach dem Gedenktag zur Zerstörung von Pforzheim im Zweiten Weltkrieg haben Stadt und Polizei eine positive Bilanz gezogen. Dabei wurden bei Protesten gegen einen rechtsextremen Fackel-Aufzug mehrere Menschen verletzt. Gleichzeitig versammelten sich nach Angaben der Stadt mehrere Tausend Bürger zum stillen Gedenken mit Kerzen auf dem Marktplatz von Pforzheim (Foto). Ein Teil der 350 Demonstranten hatte am Montagabend eine Polizeisperre durchbrochen und war so in unmittelbare Nähe der Versammlung von etwa 70 Sympathisanten des Vereins „Freundeskreis - Ein Herz für Deutschland“ gelangt. Die Polizeikräfte setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein, Demonstranten warfen Steine und zündeten Feuerwerkskörper. Dabei wurden nach Polizeiangaben neun Beamte leicht verletzt. Aufseiten der Gegendemonstranten gab es mindestens 14 Verletzte. Die Beamten nahmen eine Person aus dem rechten Spektrum wegen Beleidigungen fest. Von den Gegendemonstranten wurden mehrere zeitweise abgeführt. Der Einsatzleiter der Polizei, Günther Friesleben, erklärte, er sei mit dem Verlauf des Einsatzes zufrieden. Das neue Konzept der „strukturierten Separierung“ von Teilnehmern unterschiedlicher Kundgebungen sei aufgegangen. Insgesamt hatte die Polizei mehr als 1000 Kräfte im Einsatz. Der Landessprecher der Grünen Jugend Baden-Württemberg, Marcel Emmerich, warf der Stadt vor, sich mit dem nationalistischen Aufzug abgefunden zu haben. Göppingen und Mannheim hätten gezeigt, dass es Möglichkeiten gebe, solche Versammlungen am gleichen Ort unmöglich zu machen, sagte Emmerich. Foto: Michael Latz, dpa
Nach dem Gedenktag zur Zerstörung von Pforzheim im Zweiten Weltkrieg haben Stadt und Polizei eine positive Bilanz gezogen. Dabei wurden bei Protesten gegen einen rechtsextremen Fackel-Aufzug mehrere Menschen verletzt. Gleichzeitig versammelten sich nach Angaben der Stadt mehrere Tausend Bürger zum stillen Gedenken mit Kerzen auf dem Marktplatz von Pforzheim (Foto). Ein Teil der 350 Demonstranten hatte am Montagabend eine Polizeisperre durchbrochen und war so in unmittelbare Nähe der Versammlung von etwa 70 Sympathisanten des Vereins „Freundeskreis - Ein Herz für Deutschland“ gelangt. Die Polizeikräfte setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein, Demonstranten warfen Steine und zündeten Feuerwerkskörper. Dabei wurden nach Polizeiangaben neun Beamte leicht verletzt. Aufseiten der Gegendemonstranten gab es mindestens 14 Verletzte. Die Beamten nahmen eine Person aus dem rechten Spektrum wegen Beleidigungen fest. Von den Gegendemonstranten wurden mehrere zeitweise abgeführt. Der Einsatzleiter der Polizei, Günther Friesleben, erklärte, er sei mit dem Verlauf des Einsatzes zufrieden. Das neue Konzept der „strukturierten Separierung“ von Teilnehmern unterschiedlicher Kundgebungen sei aufgegangen. Insgesamt hatte die Polizei mehr als 1000 Kräfte im Einsatz. Der Landessprecher der Grünen Jugend Baden-Württemberg, Marcel Emmerich, warf der Stadt vor, sich mit dem nationalistischen Aufzug abgefunden zu haben. Göppingen und Mannheim hätten gezeigt, dass es Möglichkeiten gebe, solche Versammlungen am gleichen Ort unmöglich zu machen, sagte Emmerich.

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