Tauberbischofsheim

Was Anette Schmidt als Bürgermeisterin verändern will

"Musik ist Trumpf" spielte die Stadt- und Feuerwehrkapelle Tauberbischofsheim unter Gustav Endres zu Beginn der Vereidigung der neuen Bürgermeisterin Anette Schmidt in der Stadthalle. Dieser Veranstaltungsort wurde auf Wunsch von Schmidt gewählt. Sie wollte nicht nur vor geladenen Gästen vereidigt werden, sondern vor der gesamten Bevölkerung. Nicht ganz so überfüllt wie bei der Bewerbervorstellung in der Woche vor dem ersten Wahlgang am 30. Juni, als gut 1300 Bürger das Aufeinandertreffen von Schmidt und ihren sechs Mitbewerbern in der Halle und in der Grünewaldhalle verfolgten, aber doch gut gefüllt, war es bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung.
Anette Schmidt beim Vorlesen Eidesformel zur Verpflichtung als Bürgermeisterin, hier gehalten von ihrem Stellvertreter Gerhard Baumann. Foto: Matthias Ernst

"Musik ist Trumpf" spielte die Stadt- und Feuerwehrkapelle Tauberbischofsheim unter Gustav Endres zu Beginn der Vereidigung der neuen Bürgermeisterin Anette Schmidt in der Stadthalle. Dieser Veranstaltungsort wurde auf Wunsch von Schmidt gewählt. Sie wollte nicht nur vor geladenen Gästen vereidigt werden, sondern vor der gesamten Bevölkerung. Nicht ganz so überfüllt wie bei der Bewerbervorstellung in der Woche vor dem ersten Wahlgang am 30. Juni, als gut 1300 Bürger das Aufeinandertreffen von Schmidt und ihren sechs Mitbewerbern in der Halle und in der Grünewaldhalle verfolgten, aber doch gut gefüllt, war es bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung.

Ob die neue Bürgermeisterin, ähnlich wie bei dem Eröffnungslied, mit ihrem Trumpf stechen wird, bleibt abzuwarten. Die Erwartungen an die erste Frau auf einem Bürgermeistersessel in der Kreisstadt sind hoch. Schmidt ist überzeugt, dass sie den "überzeugenden Vertrauensvorschuss", den sie durch ihre Wahl zur Bürgermeisterin ihrer Geburts- und Heimatstadt von der Bevölkerung erhalten hat, auch danken wird. Sie sei "immer noch sehr gerührt", wenn sie an die beiden Wahlabende und die vielen Termine mit den Bürgern vor der Wahl denkt.

"Diese Aufgabe reizt mich"

"Irgendwann einmal Bürgermeisterin zu sein hat mich schon während meines Studiums gereizt", bekannte Schmidt, doch bevor es so weit kam, stand erst einmal die Familie mit ihren drei Söhnen im Mittelpunkt. Als diese alt genug waren, sei der richtige Zeitpunkt gewesen. Sie nahm die Herausforderung in Großrinderfeld an und leistete dort in den vergangenen vier Jahren viel zum Wohl der Gemeinde. Doch als ihr Freunde, Bürger und die Familie zuredeten, sich um das Bürgermeisteramt in Tauberbischofsheim zu bewerben, überlegte sie lange.

Schließlich "kam das Gefühl und die Überzeugung, ich kann das, diese Aufgabe reizt mich," sagte Schmidt. "Ich möchte für diese Stadt in der Zukunft Motivatorin, Moderatorin und Impulsgeberin sein", fasste sie ihre zukünftige Aufgabe zusammen. Gemeinsam mit dem Gemeinderat und einer gut funktionierenden Verwaltung will Schmidt die Zukunft angehen. Menschlichkeit, Herzlichkeit und Wertschätzung sollen zukünftig die Leitlinien der Politik in Tauberbischofsheim bestimmen. Natürlich, darüber ist sich auch Schmidt im Klaren, wird es nicht ohne Konflikte und Enttäuschungen abgehen, aber das "weibliche Herangehen an eine Sache" lasse andere Lösungen zu als in der Vergangenheit.

MdL Wolfgang Reinhart und Landrat Reinhard Frank gratulierten Anette Schmidt zur neuen Aufgabe als Bürgermeisterin ihrer Heimatstadt Foto: Matthias Ernst

Schmidt will für alle Bürger da sein

Schmidt will allen Bürgern die Hand reichen, auch denen, die sie nicht gewählt haben. Sie setzt auf weiterhin gute Zusammenarbeit mit ihren Amtskollegen im Kreis. Frank Menikeim als ihr Sprecher bot Schmidt weiterhin eine gute Zusammenarbeit an, mahnte aber auch die besondere Verantwortung an, die man als Bürgermeisterin einer Kreisstadt hat. Diese besondere Verantwortung hatte schon Landrat Reinhard Frank betont. Es sei ein gutes Zeichen, "dass ein Landrat ein Grußwort sprechen darf". "Mit Frauenpower in die Zukunft" will er die Amtszeit von Schmidt überschrieben wissen.

Ähnlich euphorisch hatte schon MdL Wolfgang Reinhart die neue Bürgermeisterin begrüßt. Nach der "Gesellenprüfung" in Großrinderfeld fand nun die "Meisterprüfung" in Tauberbischofsheim für sie statt. Ein Bürgermeister übernimmt eine wichtige gestalterische Aufgabe, gab er Schmidt mit auf den Weg und dass eine Bürgermeisterin ihr Amt mit "Herzblut" ausführen muss. Dies will Schmidt gerne tun, das merkte man auch in den Gesprächen im Anschluss an die Vereidigung mit den Bürgern ihrer Stadt.

Gemeinsam mit der neuen Bürgermeisterin sang man zum Abschluss in der Stadthalle das Badenerlied Foto: Matthias Ernst

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