WITTIGHAUSEN

Weindorf erneut mit Rekordzahlen

Das 6. Wittighäuser Weindorf war in der lauen Sommernacht besonders gut besucht. Foto: Matthias Ernst

Das 6. Wittighäuser Weindorf schlug erneut alle Rekorde. So viele Menschen wie noch nie wollten in der kleinen Gemeinde am Wittigbach in fröhlicher Runde feiern.

Dabei kam den Veranstaltern sicher auch zu Gute, dass es am Wochenende nicht mehr ganz so heiß war wie die Wochen zuvor. Und außerdem hat sich das Weinfest des SV Wittighausen einen festen Namen in der Gegend gemacht.

Vorräte wurden knapp

Bürgermeister Marcus Wessels sprach bei seiner Begrüßungsrede davon, dass man in der glücklichen Lage sei, keinen eigenen Weinbaubetrieb am Ort zu haben. So könne man mehrere Weine aus verschiedenen Anbaugebieten vorhalten. Dabei beschränkt sich das SV-Weindorfteam auf die naheliegenden Weinregionen, das Frankenland, das Badener und Württemberger Land. Insgesamt 24 Weine und Sekte wurden ausgesucht und standen zum Verkauf bereit.

Das seit 2017 erneut zertifizierte Weindorf, das die strengen Vorgaben des Tourismus Verbandes „Liebliches Taubertal“ mit Bravour bestand, wächst von Jahr zu Jahr. Die Atmosphäre auf dem Platz vor der Grundschule hat etwas Einmaliges, hörte man immer wieder von den Besuchern. Bereits zu Beginn um 17 Uhr waren die Tische und Bänke gut belegt. Nach einer Stunde gab es schon keine Sitzplätze mehr. Selbst die eilends aus der Schule herausgeholten zusätzlichen Sitzgelegenheiten reichten bald nicht mehr aus. Die Besucher nahmen es mit Gelassenheit und standen einfach in den Gängen herum und genossen die Zeit zusammen mit ihren Freunden und Bekannten. Neben dem Wein ist es auch die Zusammenarbeit mit den weiteren örtlichen Vereinen, die dieses Weindorf so einmalig werden lässt. Am Samstag verkaufte beispielsweise der Anglerverein Wittighausen zusätzlich zum normalen Speiseangebot Steckerlfisch, am Sonntag sorgte der Förderverein der Schule für Kaffee und Kuchen.

Viele Menschen kamen an beiden Tagen, sodass die Essensvorräte schnell knapp wurden. Bereits am Samstagabend berichtete Ursula Dörner, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit beim SV Wittighausen, dass es knapp werden könnte mit dem einen oder anderen Gericht. Für den Sonntag habe man bereits nachgeordert. Doch auch dieser Vorrat reichte nicht überall. So viele Menschen waren es noch nie auf dem Weindorf, sagte auch Vorstand Martin Pruszydlo, anerkennend für die Arbeit der vielen freiwilligen Helfer und den guten Besuch der Bevölkerung aus nah und fern.

Wiedersehen nach langer Zeit

Extra zum Weindorf war beispielsweise Michael Reinhard gekommen. Der gebürtige Wittighäuser lebt seit vielen Jahren in der Nähe von Frankfurt und stattete seiner Heimat mal wieder einen Besuch ab. Eingeladen hatte er seinen alten Erzieher, aus der Zeit als er Schüler in Würzburg war, auf das Röntgengymnasium ging und danach im Studienseminar Julianum als Heimschüler lebte.

Norbert Placzek kam gerne aus Waldbüttelbrunn. Und zufällig fand sich mit Thomas Karl noch ein weiterer Heimschüler aus der gemeinsamen Zeit, der ebenfalls an diesem Abend in Wittighausen vorbeischaute. Da war die Freude natürlich groß und man erzählte sich Geschichten aus der Jugend und schwelgte in Erinnerungen. Vieles kam wieder zum Vorschein, was in Vergessenheit geraten war. „Das ist ein schöner Abend“, befand man unisono und versprach sich in die Hand, sich jetzt wieder öfter zu treffen. Spätestens nächstes Jahr auf dem Wittighäuser Weindorf will man wieder beieinander sein.

Erinnerten sich an die gemeinsame Schul- und Internatszeit beim Wittighäuser Weindorf (von links): Matthias Ernst, Michael Reinhard, Präfekt Norbert Placzek und Thomas Karl.

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