Großrinderfeld

Werner Horn: "Alles im grünen Bereich"

Von einem "guten Ergebnis" sprach Kämmerer Werner Horn bei der Vorstellung der Jahresrechnung für das Jahr 2017. Mit einem Ergebnis von 12.551.232 Millionen Euro sei man wieder auf Normalniveau angekommen. Das Jahr 2016 hatte man noch mit 13,3 Millionen abgeschlossen. Vor allem beim Vermögenshaushalt sei wieder Normalität mit rund 2,766 Millionen Euro nach 4,66 im Jahr zuvor eingekehrt. "Das war schon sehr hoch für Großrinderfelder Verhältnisse".

Mit einer Zuführungsrate vom 1,166 Millionen Euro sei man noch gut dabei. Die Nettoinvestitionsrate betrug 749.293 Euro und die allgemeine Rücklage stieg auf 1.511.086 Euro an. Mit dazu bei trug auch ein vorsorglich aufgenommener Kredit, allerdings nicht zur Deckung der liquiden Mittel verwendet werden musste, obwohl es zur Jahresmitte noch aussah. Für 2018 brauchte man dann keinen Kredit mehr. Mit dem neuen Kredit stieg die Schuldenlast von 3,287 Millionen Euro auf 3,470 Millionen Euro. Das entspricht einer Prokopfverschuldung von 876,71 Euro bei 3.958 Einwohnern. Hinzu kommen noch 246 Euro je Einwohner aus den Beteiligungen der Gemeinde an diversen Zweckverbänden, wie dem Abwasserzweckverband oder dem Wasserzweckverband. "Der Schuldenstand ist gestiegen, aber wir haben auch viel gemacht" erläuterte Bürgermeisterin Anette Schmidt. Vor allem die Investitionen im Straßenbau, für die Feuerwehr, den Bau des Kunstrasenplatzes, den Umbau des Rathauses und in den Erwerb von Grundstücken waren die größten Posten.

Leider, so Horn sind die Schlüsselzuweisungen 2017 nicht gestiegen, obwohl es eigentlich nötig gewesen wäre, aber dies lag an der etwas höheren Gewerbesteuereinnahme 2015. Die schlage in 2017 durch. Für 2018 rechnet man im Rathaus wieder mit höheren Einnahmen aus der Einkommensteuer und den Schlüsselzuweisungen. Von daher wird die Schuldenlast ordentlich getilgt. Man sei also auf einem guten Weg, so der Kämmerer. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat die Jahresrechnung.

Dann ging es mit einem heißen Eisen weiter. Großrinderfeld beschloss bei sechs Enthaltungen den Austritt aus der Volkshochschule Mittleres Taubertal (VHS) zum 31.Dezember 2019. Die VHS wird derzeit von den Kommunen Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim, Grünsfeld, Werbach, Wittighausen und Großrinderfeld getragen. Königheim hatte bereits zum Jahresende seinen Rückzug angekündigt, Ahorn, Boxberg und Külsheim sind bereits ausgeschieden. Külsheim hat sich Wertheim angeschlossen, Ahorn und Boxberg tendieren zur VHS Bad Mergentheim, haben sich aber noch nicht abschließend entschlossen.

Träger der Volkshochschulen sind meist Gebietskörperschaften, wie Kommunen, Landkreise oder Zweckverbände. Jede VHS ist selbständig und versteht sich als kommunales Weiterbildungsprogramm. Man hatte sich den Entschluss mit leicht gemacht, verdeutlichte die Diskussion, aber "auf dem Land sind es immer weniger Teilnehmer", so Anton Stolzenberger und Sven Schultheiß pflichtete ihm bei. Seit der Umstellung von ehrenamtlichen Kursleitern auf 450 Euro-Kräfte laufe die VHS nur sehr schleppend. Und Caroline Lang fand, dass das Angebot vor allem für die jüngere Generation nicht ausreichend sei. So entschloss man sich schweren Herzens zum Austritt, die vielen Enthaltungen deuten auf ein sehr gemischtes Meinungsbild.

Um die Gemeindestraße vom Abzweig der K2882 nach Hof Baiertal sanieren zu können sind umfangreiche Vorarbeiten zu erbringen, unter anderem Bodenuntersuchungen, wegen der in der Straße verlaufenden Wasserleitung. In diesem Bereich war die Straße in den letzten Monaten abgesackt, beziehungsweise hatte sich seitlich geneigt. Um eventuelle Fördermittel zu erhalten seine eine ordnungsgemäße Entwurfsplanung notwendig, so Bürgermeisterin Anette Schmidt. Mit der Untersuchung und Entwurfsplanung wurde das Büro ibu aus Tauberbischofsheim beauftragt.

Außerdem wurde eine neuer Stromliefervertrag mit der EnBW für weitere drei Jahre abgeschlossen. Die Lieferung erfolgt zu einem Angebotspreis von 36.714 Euro jährlich. Der bisherige lief zum Jahresende aus und die Verwaltung hatte vier Angebote eingeholt, wobei das der EnBW das wirtschaftlichste war.

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