Wertheim

Whisky für Weihnachten gestohlen

Wegen einer Reihe von Straftaten musste sich ein Ehepaar aus Wertheim beim Amtsgericht der Main-Tauber Stadt verantworten. Es ging um gemeinsamen Diebstahl von acht Flaschen Whisky in einem Einkaufsmarkt in Bestenheid kurz vor Weihnachten 2017 sowie beim Mann zusätzlich um Kkz-Kennzeichenmissbrauch, Fahren ohne Fahrerlaubnis und ohne Haftpflichtversicherungsschutz, Diebstahl und Urkundenfälschung.

Erschwerend kam hinzu, dass beide vielfach vorbestraft sind, unter anderem wegen Drogendelikten, und schon im Gefängnis saßen. So erhielt der arbeitslose Mann (37 Jahre) jetzt eine Strafe von einem Jahr und die Frau (35 Jahre) von sieben Monaten. Sie hat ein kleines Kind zu versorgen, und nur ihre Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, gegen Ableistung von 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit.

Das Paar hatte den Markt gemeinsam mit dem Kind betreten. Die Überwachungskamera hielt fest, wie er fünf Flaschen im Kinderwagen versteckt und sie drei in der Handtasche, Gesamtverkaufswert 143 Euro. Einer Verkäuferin fielen die Eile der Frau und die schwere Tasche auf, und sie ging bis auf den Parkplatz hinterher. Als die Frau das bemerkte, wollte sie die Flaschen wegwerfen.

Im Februar beobachtete die Polizei in Wiesbaden, dass ein Mercedes an der Ampel bei grün verspätet losfährt und das MGH-Kennzeichen „nicht richtig“ angebracht ist. Der jetzige Beschuldigte konnte bei der Kontrolle nur die Kopie eines litauischen Führerschein vorweisen, eine deutsche Fahrerlaubnis hat er nie besessen, und der Wagen war nicht versichert.

Einige Tage später sah in Reicholzheim ein Zeuge - die Angeklagten wohnten damals in der Nachbarschaft-wie der Mann den Mercedes auf einem Parkplatz abstellte und das hintere Kennzeichen ummontierte. Die Überprüfung der Polizei ergab, dass das Kennzeichen entstempelt war und von einem Ford Transit aus Reicholzheim stammte. Wie der Beschuldigte zu dem Kennzeichen kam, ist unklar.

Wieder ein paar Tage später stahl der Beschuldigte auf dem Wartberg von einem Renault Clio die gestempelten Kennzeichen und brachte sie am Mercedes an. Die Wertheimer Polizei kannte den Wagen, und so fiel dieser im März in Bestenheid einer Streife auf.

In der Verhandlung waren die Angeklagten geständig, der Whisky sei für den Besuch an Weihnachten gewesen. Die Richterin erwiderte:“Es hilft nichts, wenn die Gäste sich besaufen, den Ärger haben Sie“. Der Beschuldigte bat um eine erneute Chance, er wolle eine Therapie machen.

Die Richterin entgegnete, dass der Angeklagte kurz nach einer Strafe des Amtsgerichts Mosbach haben in Bestenheid mit seiner Frau wieder geklaut habe. Sie glaube nicht, dass er eine Bewährung durchstehe. Für Frau bestellte das Gericht einen Bewährungshelfer.

rt

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