Tauberbischofsheim

White Horse Theatre: Englische Theaterstücke für Schüler

Jared aus dem Weltraum (rechts) konnte im Stück des White Horse Theatres sogar zaubern. Foto: Ulrich Feuerstein

Wie umgehen mit dem Verlust des Vaters? Welchen Wert haben Freundschaft und Liebe? Von solchen existentiellen Fragen handelten die zwei englischsprachigen Stücke, die das White Horse Theatre am Matthias-Grünewald-Gymnasium auf die Bühne brachte. Die Schüler der fünften bis zehnten Klassen folgten fasziniert den spannenden Aufführungen und vertieften nebenbei ihre Englischkenntnisse.

Wichtiges Thema angesprochen

„The Empty Chair“ hieß das von Peter Griffith für die Unterstufe geschriebene Theaterstück. Es bot lustige Unterhaltung und sprach gleichzeitig ein wichtiges Thema an: Wie kommt ein Kind mit einer neuen Familiensituation und einem möglichen neuen Stiefvater zurecht?

Im Stück hatte Robbies Vater die Familie verlassen. Robbie und seine Mutter saßen allein zuhause – mit einem leeren Stuhl. Plötzlich landete ein Raumschiff im Garten, und ein fremder Mann namens Jared erschien im Haus. Kam er tatsächlich von einem anderen Planeten?

Es dauerte nicht lang, da wurde der Fremde zum Teil der Familie. Doch Robbie blieb misstrauisch. Ein ganzes Jahr verging, bis Robbie Jared vertraute. Bis zum Schluss blieb es spannend, ob Jared jemals in der Lage sein würde, den leeren Stuhl der Familie zu besetzen.

Drama für die Mittelstufe

Beim Stück für die Mittelstufe handelte es sich um eine moderne Adaption der Shakespeare-Komödie „Zwei Edelmänner von Verona“. Autor Peter Griffith hatte daraus ein Drama mit Liebes- und Freundschaftswirren im Teenager-Alter gemacht.

Im Stück waren Piers und Vincent seit frühester Kindheit befreundet. Als die zwei aufs Internat kamen, verliebten beide sich in Silvia, die Tochter des Schuldirektors. Die Schüler fieberten mit und fragten sich, ob die Freundschaft diesen Konflikt übersteht. Auf unterhaltsame Art beschäftigten die Schüler sich so mit zentralen Fragen des Lebens. Noch dazu auf Englisch.

Erfahrungen mit der Fremdsprache

Das 1978 von Peter Griffith gegründete White Horse Theatre ist ein pädagogisches Tourneetheater, das englischsprachige Theaterstücke an deutschen Schulen aufführt.

„Das Theaterstück bot den Schülern die Möglichkeit, praktisch zu erfahren, dass ihr Englisch nicht nur im geschützten Raum im Unterricht, sondern auch im Kontakt mit Muttersprachlern funktioniert“, erklärte Alexander Kappes. Der Fachbetreuer für Englisch am Matthias-Grünewald-Gymnasium hatte die Aufführungen organisiert.

Nachhaltiger Eindruck

Beide Stücke haben bei den Schülern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Von der modernen Version der Shakespeare-Komödie war Lennart Erlenbach angetan. „Ambivalente Gefühle, verpackt in ein spannendes Theaterstück“, befand er anerkennend. Bei Lisa Neidhart kam die humorvolle Art, mit der für Jugendliche wichtige Themen angesprochen wurden, gut an.

„Über Liebe und Freundschaft konnte man viel lernen“, sagte Beyza Ünal. Voll des Lobes waren die Schüler für die Schauspieler. „Die Darsteller haben das sehr gut gemacht“, meinte Mia Dietz. Ihr gefielen auch die Requisiten: „Die Kostüme und das Bühnenbild waren sehr gut.“

Ähnlich äußerten sich die Schüler zum Stück für die Unterstufe. Keine Verständnisprobleme hatte Florentin Partzsch. „Die Schauspieler haben sehr deutlich gesprochen“, erklärte der Fünftklässler.

Jan Krajewski hat zum ersten Mal ein Theaterstück auf Englisch verfolgt. „Ich bin gut mitgekommen“, freute er sich. Die Aufführung hat ihm Mut gemacht. Bislang habe er sich nicht so recht getraut, auf Englisch zu sprechen. Seine Erkenntnis: „So schwer ist das gar nicht.“

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