Igersheim

Wittenstein-Vernissage: Ölmalerei und drohendes Unheil

Die 69. Wittenstein-Vernissage in Igersheim: Künstler Udo Jaeger (Mitte), Laudatorin Manuela Michel und Volker Sprenger, Leiter der Abteilung Start-Up Galaxiesysteme.
Die 69. Wittenstein-Vernissage in Igersheim: Künstler Udo Jaeger (Mitte), Laudatorin Manuela Michel und Volker Sprenger, Leiter der Abteilung Start-Up Galaxiesysteme. Foto: Wittenstein SE

Zum 69. Mal bietet das Unternehmen Wittenstein einem Künstler aus der Region die Möglichkeit, seine Werke im Atrium der Unternehmenszentrale in Igersheim-Harthausen auszustellen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, stellte Udo Jaeger kürzlich bei einer Vernissage seine Ölmalerei vor, die sich rund um das Thema Damokles dreht. Jaeger wohnt seit sieben Jahren in Igersheim.

Der Titel der Ausstellung greife die bekannte antike Sage des „Damokles-Schwertes“ auf: Damokles war zu einem Festmahl des Herrschers Dionysos eingeladen. Genießen konnte er die Annehmlichkeiten des Luxus jedoch nicht, da über ihm ein Schwert hing – lediglich von einem Rosshaar gehalten. Bis heute steht der Begriff des „Damokles-Schwertes“ für ein Gefühl von nahendem Unheil und drohender Gewalt.

Udo Jaeger nimmt diese Bedrohung laut Pressemitteilung in seine Bilder auf. Er stelle die täglich wiederkehrende Bedrängung von Nachrichten über Gewalt und Unheil in der Welt und auch das Machtlos-Sein gegenüber der Aufdringlichkeit von permanenter Informationsflut dar. „Ich hefte den Blick auf die uns täglich umgebende und auf uns einwirkende Wirklichkeit“, sagt Jaeger. Seine Werke in Öl sind von Surrealismus und Fotorealismus beeinflusst. 

Was die Aussagen seiner Werke betrifft, lässt Jaeger allen Interpretationen freien Lauf. Er möchte lediglich, dass sich "das Individuum der Realität stellt und über sein Handeln nachdenkt", schreibt das Unternehmen für Antriebstechnik in der Pressemitteilung.

Führung durch Ausstellung ist geplant

Volker Sprenger, Leiter Start-Up Galaxiesysteme der WITTENSTEIN SE, habe sich beeindruckt gezeigt, wie der Künstler die Aufdringlichkeit in allen Lebensbereichen in seinem Werk aufnehme und darstelle. Mit mehreren Saxophon-Musikstücken von Barock bis Swing unterhielten Stella Sprenger und Laura Nöth die Besucher der Vernissage. 

Die Ausstellung „Damokles“ kann nach telefonischer Anmeldung unter (07931) 493-10642 bis zum Sommer 2019 im Atrium des Unternehmens besichtigt werden. Bei ausreichendem Interesse ist eine Führung geplant, bei der Udo Jaeger seine Werke ausführlich erklären wird.

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