Tauberbischofsheim

Zwei Brüder verzaubern ihr Publikum

Das Repertoire des Duos "Junge, Junge" reicht von Taschenspielertricks bis zu Mentalmagie. Foto: Ulrich Feuerstein

Stehen ein Arzt und ein Architekt auf der Bühne und zaubern. Das klingt nach einem schlechten Scherz, ist es aber nicht. Das Duo „Junge, Junge“, bestehend aus dem gelernten Arzt Gernot Bohnenberger und seinem Bruder, dem Architekten Wolfram Bohnenberger, hat seine eigentlichen Berufe hintenangestellt und sich für eine Bühnenkarriere entschieden – als Zauberkünstler.

International unterwegs

Die 1969 und 1972 geborenen Brüder aus Reutlingen sind seit mehr als 20 Jahren auf Bühnen unterwegs, innerhalb Deutschlands genauso wie international, etwa in Frankreich, Spanien, Portugal und in den USA. 1997 wurden sie von der Society of American Magicians ausgezeichnet und gewannen den „Sarmoti-Award“ des legendären Duos Siegfried & Roy in Las Vegas. Sie traten in der New Yorker City Hall und in der Hamburger Schmidt Tivoli Mitternachtsshow auf sowie bei internationalen Festivals in Südkorea, China und weiteren Ländern. Außerdem sind sie Mitglieder des Magischen Zirkels von Deutschland.

Mit dem aktuellen Programm „Hut ab“ gastierte das Zauber- und Comedy-Duo in Tauberbischofsheim. Und Hut ab, wie die beiden das Publikum im Engelsaal begeisterten. Das war bei weitem keine reine Zaubershow, sondern abwechslungsreiche Unterhaltung, die staunende und leuchtende Augen bei den großen und kleinen Zuschauern hervorzauberte.

Kartenkunst und Mentalmagie

Die Darbietungen verknüpften dabei elegant unterschiedlichste Sparten der Zauberkunst. Die Bandbreite reichte von Taschenspielertricks über fingerfertige Manipulationen bis hin zu Kartenkunst und Mentalmagie. Die Brüder Bohnenberger präsentierten sich als wahre Meister ihres Faches. Vor allem auch deshalb, weil die beengten Verhältnisse im Engelsaal scheinbar das „Schummeln“ erschwerten.

Da war zum Beispiel der Schuhputzer, der den Englishman auf den Stuhl bat, ihm die schwarzen Schuhe in weiße zauberte, ihm den Kopf mehrmals um 360 Grad verdrehte und schlussendlich anstelle seines Kopfes dem Publikum ein Teeservice auf dessen Hals präsentierte.

Zauberer lesen Gedanken

Mitspielen durfte auch das Publikum. Zufällig ausgewählte Zuschauer entdeckten ihre Zuneigung zueinander und schrieben Postkarten, deren Inhalt die Zauberer schon geahnt hatten. Natürlich konnte das Duo auch Gedanken lesen: Die beiden „sahen“ bei Zuschauern ein in Gedanken gesummtes Lied und spielten es dann mit der Blockflöte auf der Bühne.

Nachdenkliche Momente gab es ebenfalls, beispielsweise beim Kampf mit dem eigenen Spiegelbild oder bei der Darstellung des „Haus des Lebens“: ein Puzzle, dessen Teile mehrmals verschoben und mit zusätzlichen Stücken erweitert wurden und das sich dann doch wieder korrekt im vorgegebenen Rahmen einfügte – reine Zauberei!

Wie kann das sein? Wie machen die das? Welcher Trick steckt dahinter? Das Publikum staunte, war entzückt und diskutierte angeregt über das Dargebotene. Die Brüder verzauberten die Menschen, das war bei jedem ihrer Programmpunkte spürbar. Der Funke sprang über, und alle, die nicht dabei waren, haben einen amüsanten und zauberhaften Abend verpasst.

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