Tauberbischofsheim

Borkenkäfer findet gute Bedingungen zur Vermehrung

Ein sicheres Indiz für frischen Bokenkäferbefall: Bohrmehl auf dem Stammfuß einer Fichte. 
Ein sicheres Indiz für frischen Bokenkäferbefall: Bohrmehl auf dem Stammfuß einer Fichte.  Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis / Sonja Döppert

Warme Frühjahrstemperaturen und wenig Niederschlag bieten den Borkenkäfern gute Bedingungen zur Vermehrung und bohrt sich in gesunde Bäume ein. Das Forstamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis fordert daher laut Presseschreiben alle Waldbesitzer dringend auf, ihre Fichtenbestände regelmäßig, mindestens vierzehntägig, auf Käferbefall zu kontrollieren, befallene Bäume rasch einzuschlagen sowie das Reisig in geeigneter Weise zu beseitigen. "Nur eine wirksame Bekämpfung verhindert einen größeren Käferholzanfall in den nächsten Wochen und Monaten", erklärt Forstamtsleiter Karlheinz Mechler.

Erkennbar sei ein frischer Befall an kaffeepulverähnlichem Bohrmehl am Stammfuß scheinbar gesunder Bäume. Wenn gewartet werde, bis die Rinde herunterfällt oder die Krone rot oder braun wird, sei es meist schon zu spät, und die Borkenkäfer sind bereits ausgeflogen. Altes, dürres Holz muss aus Forstschutzgründen nicht entfernt werden, denn die Borkenkäfer besiedeln nur lebendige Bäume. "Waldbesitzer können sich in Zweifelsfällen vom zuständigen Förster beraten lassen", sagt Mechler.

Vermarktung von Borkenkäferholz

Weil der Holzmarkt mit Fichtenholz überfüllt ist, liegen die Preise für frisches Käferholz um oder unter dem Brennholzniveau. Abgestandenes, dürres Käferholz ist faktisch unverkäuflich. Daher empfiehlt sich laut Forstamt, Borkenkäferholz selbst als Brenn- oder Bauholz zu verwerten oder zu hacken. Wenn dies nicht möglich ist, können stärkere Fichten zu Fixlängen aufgearbeitet und verkauft werden. Waldbesitzer sollten die Verkaufsmöglichkeit und den Lagerplatz vor der Aufarbeitung mit ihrem zuständigen Förster absprechen.

Um Waldbesitzer in dieser schwierigen Situation zu unterstützen, bietet das Land Baden-Württemberg verschiedene Fördermöglichkeiten an. Die Aufarbeitung und Beseitigung von befallenem Holz wird ebenso gefördert wie das Neuanpflanzen der Schadflächen. 

Anfragen zu den Fördermöglichkeiten können auch an das Forstamt, Thomas Eckard, Tel.: (09341) 825207, E-Mail: thomas.eckard@main-tauber-kreis.de, gerichtet werden.

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