Tauberbischofsheim

Brückenprogramm erleichtert den Jobeinstieg

Die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaftslage haben die Einstellungschancen des aktuellen Absolventenjahrgangs der Ingenieurwissenschaften und der Informatik ganz erheblich verschlechtert. Darüber berichtet das Landratsamtes Main-Tauber-Kreis in einer Pressemitteilung.

Viele Hochschulabsolventinnen und -absolventen hätten Schwierigkeiten beim Jobeinstieg, da zahlreiche Unternehmen sich derzeit bei Neueinstellungen zurückhielten. Diese Entwicklung sei für die Innovationsfähigkeit des Standorts Baden-Württemberg hochproblematisch, denn er sei kontinuierlich auf neue Fachkräfte und einen funktionierenden Wissenstransfer von den Hochschulen angewiesen.

Ingenieurwissenschaften und Informatik

Deshalb, so die Pressemitteilung, hat die Regierung für junge Menschen, die ihr Studium in den Bereichen Ingenieurwissenschaften und Informationstechnologie abgeschlossen haben, ein Brückenprogramm in den Arbeitsmarkt auf den Weg gebracht. Durch das mit neun Millionen Euro dotierte Programm sollen Beschäftigungsverhältnisse für Hochschulabsolventinnen und -absolventen geschaffen werden.

Im Brückenprogramm erhalten die Absolventinnen und Absolventen ein Vollzeitarbeitsverhältnis mit Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 in einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQG). Diese vermittelt sie so umfassend wie möglich an innovative Unternehmen der ingenieurwissenschaftlichen Schlüsselbranchen. Das Programm will die Absolventen und ihre potenziellen Arbeitgeber möglichst eng zusammenbringen.

Finanzierung von Qualifizierungen

Um passgenau vermitteln zu können und die Vermittlungschancen zu verbessern, werde ein Profiling durchgeführt. Die Absolventen würden gecoacht und erhielten passende Qualifizierungsmaßnahmen. Ziel ist die langfristige und möglichst lückenlose Vermittlung in Unternehmen. Daher werden nur so viele Absolventinnen und Absolventen in der Beschäftigungsgesellschaft angestellt, wie Arbeitsmöglichkeiten in den Unternehmen in Aussicht stehen. Eine vorzeitige Übernahme durch die beteiligten Unternehmen ist ausdrücklich erwünscht.

Die Bundesagentur für Arbeit in Baden-Württemberg ist Teil des Programmes und unterstützt es aktiv durch die Finanzierung von Qualifizierungen in jenen Phasen, in denen die Teilnehmer nicht oder nur teilweise zu Projekten in Unternehmen entsandt sind, gegebenenfalls auch mit Kurzarbeitergeld.

Das Programm ist ausschließlich für Absolventinnen und Absolventen vorgesehen, die ihren grundständigen Hochschulabschluss oder konsekutiven Masterabschluss in einem Fach der Ingenieurwissenschaften inklusive Informatik frühestens im März 2020 an einer Hochschule Baden-Württembergs abgelegt haben. Das Brückenprogramm Ingenieurwissenschaften soll zum 1 Februar 2021 beginnen und bis 31. Dezember 2021 laufen.

Weitere Informationen zu den Teilnahmekonditionen auf https://bit.ly/2WyDwKb.

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