Tauberbischofsheim

Bundestagsabgeordnete informierten sich im Gesundheitsamt Tauberbischofsheim

Die Bundestagsabgeordneten Nina Warken (links) und Alois Gerig (rechts) zusammen mit dem Ersten Landesbeamten Christoph Schauder (Vierter von links), Sozialdezernentin Elisabeth Krug (Vierte von rechts) zusammen mit der stellvertretenden Amtsleiterin Eva-Maria Dittmer (Zweite von rechts) und den Mitarbeitern Georg Rüdel (Dritter von rechts), Yasemin Eryanar (Dritte von links) und Elke Hartmann (Zweite von links).
Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Frank Mittnacht | Die Bundestagsabgeordneten Nina Warken (links) und Alois Gerig (rechts) zusammen mit dem Ersten Landesbeamten Christoph Schauder (Vierter von links), Sozialdezernentin Elisabeth Krug (Vierte von rechts) zusammen mit ...

Bei einem Besuch des Gesundheitsamts in Tauberbischofsheim informierten sich die Bundestagsabgeordneten Nina Warken und Alois Gerig über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie. Ganz herzlich dankten sie allen Mitarbeitern für deren außergewöhnliche Leistung in den letzten Monaten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bereits mehr als vier Monate befindet sich das Landratsamt Main-Tauber-Kreis im Corona-Krisenmodus. Beim Besuch der beiden Bundestagsabgeordneten erläuterte der Leiter des Corona-Arbeitsstabes, Erster Landesbeamter Christoph Schauder, die Entwicklung und die Arbeit zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Landkreis.

Das Gesundheitsamt meldete am 4. März den ersten, zwei Tage später den zweiten Coronavirus-Fall im Main-Tauber-Kreis. "Für das Gesundheitsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis begann danach die gewaltige Aufgabe des Kontaktpersonenmanagements", erklärte Schauder. Das Kernteam im Gesundheitsamt bestand zu Beginn der Krise aus 26 Mitarbeitern. Um den schon bald auf sieben Tage in der Woche ausgeweiteten Betrieb zu organisieren, wurde das Personal aus anderen Bereichen der Kreisverwaltung, durch Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuzes und kurzfristig gewonnene, befristet beschäftigte Kräfte aufgestockt. Zur Spitzenzeit der Pandemie bestand das Team des Gesundheitsamtes aus über 80 Mitarbeitenden.

Quarantäne für sieben Alten- und Pflegeheime

"Der Wissenstransfer der sich ständig ändernden Informationen zwischen den einzelnen Arbeitsteams beispielsweise Bürgertelefon, Kontaktpersonenmanagement, Listenführung war eine der besonderen Herausforderungen", berichtete Sozialdezernentin Elisabeth Krug. Zwei Reha-Kliniken mussten aufgrund des Infektionsgeschehens unter Quarantäne gestellt und für sie ein strukturiertes Entlassmanagement mit einer Prozessstraße unter Mithilfe der Feuerwehr Bad Mergentheim über den Corona-Arbeitsstab organisiert werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Ebenso wurde zeitweise für sieben Alten- und Pflegeheime die Quarantäne angeordnet. Im Zeichen der Corona-Krise wurden bislang 400 infizierten Personen im Kreis sowie deren rund 2100 Kontaktpersonen Informationen und Verfügungen übermittelt. Hinzu kamen 119 weitere infizierte Patienten und Mitarbeiter der beiden Rehakliniken, die nicht im Main-Tauber-Kreis wohnen.

"Wir wissen, was hier geleistet wurde", sagte Alois Gerig. "Die Bundespolitik kann nur erfolgreich arbeiten, wenn die Vorgaben in den Kommunen umgesetzt werden. Ich bin deshalb überzeugt, dass das 200 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket der Bundesregierung eine echte Chance ist, dass der Aufschwung gelingt", so Gerig weiter.

Probleme bei der Lieferung von Schutzausrüstung

Beeindruckt zeigte sich auch Nina Warken über die Zahlen. "Ich hatte allerdings immer ein gutes Gefühl, dass wir die Situation gut meistern. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung über die Arbeit des Gesundheitsamtes waren stets sehr positiv", erklärte Nina Warken. "Bei der Lieferung von Schutzausrüstung hatte die Bundesregierung jedoch ein Problem. Hier müssen wir uns in Zukunft besser aufstellen", resümierte sie.

Die stellvertretende Amtsleiterin des Gesundheitsamtes, Eva-Maria Dittmer, berichtete von einer vorbildlichen Zusammenarbeit mit den Kliniken und den niedergelassenen Ärzten. "Man kennt sich im Kreis und wir können uns bei allen Beteiligten und medizinischen Partnern nur bedanken", erklärte  Dittmer. Mit dem Rückgang der Infektionszahlen hat sich die Belastung des Bürgertelefons und des Kontaktpersonenmanagements deutlich reduziert. Seit zwei Wochen wird wieder in der Fünf-Tage-Woche mit Rufbereitschaft am Wochenende gearbeitet. "Alle Systeme sind aber auf Stand-by. Wir wären im Bedarfsfall sofort wieder zu 100 Prozent einsatzbereit. Wir können im Falle einer zweiten Welle auf eine große Erfahrung zurückgreifen und müssten nicht wieder bei null anfangen", erklärten Elisabeth Krug und Christoph Schauder unisono.

In seiner letzten Sitzung hat der Kreistag sechs neue Stellen für das Gesundheitsamt genehmigt, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. "Bund und Land müssen der öffentlichen Gesundheitsversorgung den Rücken stärken", gab  Dittmer den beiden Abgeordneten mit auf den Weg.

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