Tauberbischofsheim

Deutsches Rotes Kreuz feiert 100. Geburtstag

Durch bloßen Zufall erfindet John S. Pemberton den Coca-Cola-Sirup, die Beatles veröffentlichen mit  "Let It Be" ihr letztes Album und Reinhold Messner besteigt gemeinsam mit Peter Habeler ohne Sauerstoffflasche den Gipfel des Mount Everest. – Der 8. Mai ist oft ein ereignisreicher Tag. So auch in diesem Jahr: Am Samstag wird nicht nur der Weltrotkreuztag gefeiert, sondern auch das 100. Jubiläum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), wie es in einem Schreiben an die Presse heißt.

Zum Jubiläum lädt Präsidentin Gerda Hasselfeldt zum digitalen Festakt ein, mit Grußworten von Frank-Walter Steinmeier, Angela Merkel und einem abwechslungsreichen Programm. Wer möchte, kann am 8. Mai zwischen 10.30 und 12 Uhr online mitfeiern: drk.de/100jahredrk.

Während im 1. Weltkrieg für den Feldsanitätsdienst zu Fuß noch Operationsbestecke in leicht zu handhabenden Koffern zusammengestellt worden seien, sind die Rettungskräfte heute hochmodern unterwegs. Die Notärzte und Rettungsteams des DRK-Kreisverbandes Bad Mergentheim werden von den Ehren- und Hauptamtlichen der sieben Ortsvereine Creglingen, Weikersheim, Igersheim, Niederstellen, Rengershausen, Markelsheim und Bad Mergentheim unterstützt.  

Engagement der Menschen zählt

Wie die Erfahrungen der aktuellen Corona-Pandemie gezeigt hätten, hänge ein wirksamer Bevölkerungsschutz nicht nur mit der Qualität der medizinischen Infrastruktur zusammen, sondern vor allem mit dem Engagement der Menschen. Darauf weist Prof. Dr. Thomas Haak, Präsident des DRK-Kreisverbandes Bad Mergentheim, im Presseschreiben hin. 

Die Partnerschaft mit den Behörden im Landkreis habe sich auch in Zeiten von Covid-19 bewährt und den enormen Stresstest bestanden, so Haak weiter. Mit Blick in die Zukunft weist er im Namen des Kreisverbands, der durch die Weitläufigkeit des ländlich geprägten Landkreises immer wieder vor Herausforderungen gestellt wird, darauf hin, dass die Notfallversorgung durch das Rote Kreuz und die hiesigen Notärzte auf Dauer mehr Förderung benötige: Die Zuschüsse des Landes und des Bundes reichten dafür nicht aus. Bestehende Strukturen müssten endlich komplett durch Bund und Länder finanziert werden. 

Alle 30 Minuten ein Einsatz

Allein im Corona-Jahr 2020 wurden die Rettungswagen und Notärzte des Kreisverbandes Bad Mergentheim zu mehr als 17 000 Einsätzen gerufen. Rechnerisch gab es über das Jahr hinweg alle 30 Minuten einen Rettungseinsatz. Um in Minutenschnelle zu helfen, habe der Kreisverband in den vergangenen Jahren zwei zusätzliche Fahrzeuge in Dienst gestellt, darunter auch ein Rettungswagen, in den Menschen mit einem Körpergewicht bis 240 Kilogramm mittels automatischer Hydraulik ein- und ausgeladen werden können.

Neue Rettungswachen gibt es in Creglingen (20117) und Niederstetten (2021). An den insgesamt drei Rettungswachen werden derzeit zehn Notfallsanitäter ausgebildet, heißt es in dem Presseschreiben noch.

Weitere Infos zur Geschichte des DRKs gibt es auf der Homepage in einer interaktiven Chronik: www.drk.de

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