Tauberbischofsheim

Drei neue Fälle von Corona bei Reiserückkehrern bestätigt

Kreisbrandmeister Andreas Geyer zeichnet für die neueste Verteilaktion von Persönlicher Schutzausrüstung verantwortlich. Das Landratsamt verfügt weiter über genügend Vorräte.
Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis / Markus Moll | Kreisbrandmeister Andreas Geyer zeichnet für die neueste Verteilaktion von Persönlicher Schutzausrüstung verantwortlich. Das Landratsamt verfügt weiter über genügend Vorräte.

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Wochenende drei neue Fälle einer Coronavirus-Infektion gemeldet, zwei aus dem Stadtgebiet Lauda-Königshofen und einer aus dem Stadtgebiet Bad Mergentheim, teilt das Landratsamt mit. In zwei Fällen handelt es sich um Reiserückkehrer aus einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet, die sich gemäß der Corona-Verordnung "Einreise-Quarantäne" in häusliche Isolation begeben mussten.

Für die dritte Person, einen Reiserückkehrer aus einem Nicht-Risikogebiet, wurde ebenfalls häusliche Isolation veranlasst. Die Kontaktpersonen der drei neu infizierten Personen werden ermittelt. Für sie wird ebenfalls häusliche Isolation angeordnet und Tests werden veranlasst.

Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis liegt nun bei 474.

Von den infizierten Personen im Main-Tauber-Kreis sind inzwischen 438 wieder genesen. Derzeit sind 25 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0; Assamstadt: 0; Bad Mergentheim: 2 (+1); Boxberg: 1; Creglingen: 0; Freudenberg: 0; Großrinderfeld: 0; Grünsfeld: 0; Igersheim: 0; Külsheim: 0; Königheim: 0; Lauda-Königshofen: 14 (+2); Niederstetten: 1; Tauberbischofsheim: 3; Weikersheim: 1; Werbach: 0; Wertheim: 3; Wittighausen: 0.

Desinfektionsmittel für Ferienprogramme verfügbar

Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis hat ganz aktuell wieder mit der Auslieferung von großen Mengen Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) an Altenpflegeheime, Pflegedienste, Akutkrankenhäuser und Rehakliniken begonnen. „Insgesamt haben wir Pakete mit circa 30.000 FFP2-Masken, 113.000 OP-Masken und 7000 Stück Handschuhen für mehr als 30 verschiedene Empfänger zusammengestellt. Diese Pakete werden zurzeit durch unsere Kraftfahrer ausgeliefert“, erklärt Kreisbrandmeister Andreas Geyer.

Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg hatte die Altenpflegeheime, Pflegedienste, Akutkrankenhäuser und Rehakliniken zuvor aufgefordert, einen Notfallvorrat an Persönlicher Schutzausrüstung aufzubauen, der den Bedarf von wenigstens acht Wochen abdecken muss. Den Einrichtungen wurde angeboten, für diese Aufstockung des jeweiligen Notvorrats auch Materialien zu nutzen, die das Land in den vergangenen Monaten an die Landratsämter verteilt hatte und die dort eingelagert waren.

„Auch nach dieser großen Verteilaktion verfügt unser Landratsamt noch über genügend Vorräte, um bei dringenden Bedarfen aufgrund der Corona-Pandemie dort Unterstützung leisten zu können, wo sie in den nächsten Monaten möglicherweise gebraucht wird“, versichert Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabes Corona im Landratsamt. Vor allem zu Beginn der Pandemie hatte es im Gesundheitssystem einen Mangel an Schutzausrüstung gegeben.

Darüber hinaus hat das Landratsamt vom Land Baden-Württemberg kürzlich 324 Liter Desinfektionsmittel erhalten, die für Ferienmaßnahmen mit Kindern und Jugendlichen verteilt werden können. Kreisjugendreferent Dr. Michael Lippert hat daraufhin den Kreisjugendring informiert und um Bedarfsmeldungen gebeten. Bisher wurden bereits zwei Empfänger mit Desinfektionsmittel versorgt. Falls nach der Verteilaktion für die Kinder- und Jugendprogramme während der Sommerferien noch Desinfektionsmittel übrig ist, kann das Landratsamt dies für andere Bedarfe, beispielsweise im Gesundheitswesen, verteilen.

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