MAIN-TAUBER-KREIS

Landkreis investiert in berufliche Schulen

Sanierung von Aula und Sporthalle: Über die Arbeiten an der Kaufmännischen Schule in Tauberbischofsheim informierten sich (von links) Landrat Reinhard Frank, die Schulleiter Robert Dambach und Hermann Ruppert sowie der Leiter des Eigenbetriebs Energie- und Immobilienmanagement, Benjamin Schneider.
Foto: Markus Moll | Sanierung von Aula und Sporthalle: Über die Arbeiten an der Kaufmännischen Schule in Tauberbischofsheim informierten sich (von links) Landrat Reinhard Frank, die Schulleiter Robert Dambach und Hermann Ruppert sowie ...

Die Gebäude der Beruflichen Schulen in Tauberbischofsheim erhalten zwei behindertenge-rechte Zugänge. Zu dem Komplex gehören die Gewerbliche und die Kaufmännische Schule. Die Aula und Sporthalle der Kaufmännischen Schule wird energetisch saniert. Außerdem wurde an der Kaufmännischen Schule ein Teil der Toilettenanlagen erneuert.

„Die Sanierung unserer Beruflichen Schulen ist eines unserer aktuellen Schwerpunktthemen. Das mit Ab-stand größte Projekt ist die geplante Generalsanierung der Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim. Darüber hinaus investieren wir aber an allen unseren beruflichen Schulen in Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim und Wertheim regelmäßig in den Substanzerhalt, den Brandschutz und die energetische Modernisierung“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Er hat sich jetzt vor Ort über die Bauarbeiten informiert. Dabei wurde er von den beiden Schul-leitern Robert Dambach und Hermann Ruppert sowie dem Leiter des Eigenbetriebs Energie- und Immobilienmanagement (EIMT), Benjamin Schneider, begleitet. Insgesamt kosten die Maßnahmen rund 1,2 Millionen Euro.

An der Aula und Sporthalle wird das bestehende Ziegeldach einschließlich der Unterkon-struktion sowie der inneren Hallendecke zurückgebaut. Die bestehende, filigrane Metallbin-derstruktur soll erhalten bleiben. Es wird jedoch eine Wärmedämmung aufgebracht und das Schrägdach neu eingedeckt. Um die zusätzliche Belastung aufgrund der neuen Wärme-dämmung auf die Dachbinder zu kompensieren, ist als neue Dachbekleidung eine leichtere Metall-Dacheindeckung vorgesehen.

Die bestehenden, großflächigen Aluminiumfenster sind in einem guten Zustand, so dass die-se nicht ausgetauscht werden müssen. Somit kann auch der kostenintensive Austausch der äußeren Jalousien vermieden werden. Die Außenwandkonstruktion besteht aus einem 36,5 Zentimeter starken Mauerwerk, welches keiner zusätzlichen Wärmedämmung bedarf. Die Fassade wird daher nur neu gestrichen und das bestehende Wandbild eines regionalen Künstlers wieder hergestellt.

Im Innenbereich erhält der Raum neue Sportprallschutzwände und eine neue Brandschutz-decke, darunterliegend für den Nutzer sichtbar eine neue abgehängte Decke. An dieser wird das vorhandene Sternbild-Kunstwerk wieder fachgerecht rekonstruiert. Die Beheizung der Aula / Sporthalle wird grundlegend erneuert, so dass mittels einer mechanischen Lüftungs-anlage mit Wärmerückgewinnung die Anforderungen der Energie-Einspar-Verordnung (E-NEV) erfüllt werden. Die Lehrer erhalten eine eigene Umkleide mit Dusche.

Zur Einrichtung der beiden behindertengerechten Zugänge zu den beruflichen Schulen wird in einem Trakt der gewerblichen und in einem anderen Trakt der kaufmännischen Schule je ein Lift eingebaut, der alle Geschosse erschließt. Eine Liftanlage ist ein langsam fahrender Aufzug, der für eine geringere Nutzungsfrequenz ausgelegt ist und einige technische Verein-fachungen im Gegensatz zu einer vollwertigen Aufzugsanlage aufweist. Dies führt zu gerin-geren Kosten.

Im gewerblichen Teil der Schule ist der Einbau einer Liftanlage nur durch aufwendige De-ckendurchbrüche über alle Geschosse möglich. Hierzu wurden die Betondecken geöffnet und in dem betroffenen Bereich statisch ertüchtigt. Es mussten neue Wände für die brand-schutztechnische Abschottung der neuen Liftanlage in Leichtbauweise eingebaut werden. Der Platz für den Lift wird den bestehenden Materialmagazinen entnommen. Daher steht im Treppenhaus und auf den Fluren genau so viel Platz wie vorher zur Verfügung.

Der Einbau des Lifts in der kaufmännischen Schule gestaltet sich einfacher. Das ausgewähl-te Treppenhaus hat ein ausreichend großes Treppenauge, so dass die neue Anlage mittels einer weitestgehend freitragenden Stahl-Glaskonstruktion in die Mitte des Treppenhauses eingestellt werden kann, ohne in die Treppenkonstruktion einzugreifen. Auftragnehmer für die Lifteinbauten ist ein Unternehmen aus Freudenberg am Main. Das ortsansässige Archi-tekturbüro Rüger und Tröger erhielt vom Landratsamt die Aufträge zur Planung und zur Um-setzung der Maßnahmen Aula / Sporthalle sowie Lifteinbau, die der Kreistag im Frühjahr beschlossen hatte.

Zudem wurde ab dem Beginn der Sommerferien ein Teil der Schüler- und Lehrertoiletten auf drei Etagen der Kaufmännischen Schule grundlegend saniert. Die Arbeiten sind bereits ab-geschlossen. Die WC-Räume sind mit den dazugehörigen Putzräumen für das Reinigungs-personal sowie einem behindertengerechten WC räumlich neu angeordnet worden. Damit sollten die Nutzbarkeit und die räumliche Effizienz verbessert werden. Dazu wurden teilweise Wände abgebrochen und die vorhandenen Sanitärinstallationen inklusive der Wand- und Deckenoberflächen komplett zurückgebaut.

Bei den Rückbauarbeiten zeigten sich unerwartete Mängel an den bestehenden Wasser- und Abwasserleitungen, so dass mehr Abbruch- und Stemmarbeiten als geplant notwendig waren. Die Schmutzwasserleitungen waren in den Decken und Schächten stark korrodiert, so dass auch diese in den darunter liegenden Ge-schossen ausgetauscht werden mussten.

Neben den technisch notwendigen Maßnahmen, die größtenteils für den Nutzer nicht sicht-bar sind, sind die neuen WC-Räume mit neuen, leicht zu reinigenden Wand- und Bodenflie-sen, neuen Türen, neuen Sanitärtrennwänden sowie neuen Toiletten, Urinalen und Wasch-becken ausgestattet worden.

Die Toilettensanierung wurde vom Eigenbetrieb Energie- und Immobilienmanagement des Main Tauber Kreises (EIMT) geplant und überwacht. Mit den Sanierungsarbeiten wurden ortsansässige Handwerksunternehmen beauftragt.

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