Tauberbischofsheim

Tauberbischofsheimer Sonnenplatz nach Umbau offiziell eingeweiht

Der umgestaltete Sonnenplatz in Tauberbischofsheim wurde offiziell eingeweiht. Dazu kamen Projektbeteiligte, Anlieger und interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammen.
Foto: Linda Hener | Der umgestaltete Sonnenplatz in Tauberbischofsheim wurde offiziell eingeweiht. Dazu kamen Projektbeteiligte, Anlieger und interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammen.

Gedanklich begonnen habe der Sonnenplatzumbau bereits vor elf Jahren, nämlich innerhalb des Gesamtprojekts der Tauberbischofsheimer Innenstadtumgestaltung. "Elf Jahre Jahre später ist er fertiggestellt", meinte Tauberbischofsheims Bürgermeisterin Anette Schmidt bei der offiziellen Einweihung zufrieden: "Ein toller Platz, an dem die Aufenthaltsqualität und damit die Lebensqualität in der Innenstadt gestiegen ist."

Zum Gesamtprojekt zählten der Umbau der Fußgängerzone einschließlich Marktplatz (2017) und Klosterhof (2016) sowie eben der des Sonnenplatzes. Rund 12 Millionen Euro Investitionssumme sind in das Großprojekt geflossen, in den Sonnenplatz allein etwa 2,1 Millionen Euro. Die Maßnahme wurde über das Sanierungsgebiet "Untere Altstadt II" vom Regierungspräsidium Stuttgart mit Fördergeldern unterstützt.

Bürgermeisterin Anette Schmidt bei ihrer Rede anlässlich der Einweihung des Sonnenplatzes. Sie sprach davon, dass nach den Umbauarbeiten die 'Aufenthaltsqualität' gestiegen sei.
Foto: Linda Hener | Bürgermeisterin Anette Schmidt bei ihrer Rede anlässlich der Einweihung des Sonnenplatzes. Sie sprach davon, dass nach den Umbauarbeiten die "Aufenthaltsqualität" gestiegen sei.

Bürgermeisterin Anette Schmidt dankte in ihrer Begrüßung den beteiligten Planern, ausführenden Firmen und politischen Projektunterstützern. Jeder hätte sein Puzzleteil dazu beigetragen, dass der Platz so "einladend und ansprechend" geworden sei, einfach gelungen. "Man spürt, es ist ein Ort geworden, an dem die Tauberbischofsheimer gerne sind und wir haben bereits positives Feedback erhalten. Ein Ort, an dem sich eine fröhliche und freundliche Gastronomie präsentiert." Schmidt erklärte, man werde sich darum bemühen, dass sich der Sonnenplatz weiter "in Richtung Verkehrsberuhigung" entwickle, wofür es Applaus von den Anwesenden gab.

Geburtshaus des IOC-Präsidenten gekennzeichnet

Anschließend übergab sie Urkunden an Josef Morschheuser, Gunar und Gabriele Esser, Hans und Edith Dirscherl für ihre Enkel Ada Maria, Julius Johann und Elisa Maria, Gerhard, Benedikt und Philipp Baumann und erwähnte IOC-Präsident Dr. Thomas Bach. Diese hätten sich über die Bürgerstiftung als Spender an der Ausgestaltung des Platzes beteiligt. Das Geburtshaus von Dr. Thomas Bach befindet sich zudem am Sonnenplatz. An diesem wurde vor kurzer Zeit ein Hinweisschild angebracht.

Offizielle Einweihung in Tauberbischofsheim: Mit Beendigung der Arbeiten am Sonnenplatz ist das Gesamtprojekt, das auch die Umgestaltung der Fußgängerzone mit Klosterhof und Marktplatz beinhaltete, nach elfjähriger Umbauphase abgeschlossen.
Foto: Linda Hener | Offizielle Einweihung in Tauberbischofsheim: Mit Beendigung der Arbeiten am Sonnenplatz ist das Gesamtprojekt, das auch die Umgestaltung der Fußgängerzone mit Klosterhof und Marktplatz beinhaltete, nach elfjähriger ...

Thomas Dill von Adler & Olesch Landschaftsarchitekten aus Nürnberg wie auch daran anknüpfend Markus Amann von Leonhard Weissin Bad Mergentheim gingen auf die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Tauberbischofsheim ein. Sie bedankten sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis während der Bauphase. Es seien nur wenige Beschwerden eingegangen, auch wenn der Bau für die Anlieger mit Lärm und für Verkehrsteilnehmer mit Umwegen verbunden war. Thomas Dill betonte, dass die am Sonnenplatz gepflanzten Bäume zwischen 25 und 30 Jahre alt seien, "aufgewachsen" in Tremmen, westlich von Berlin. Er hätte in den vergangen zehn Jahren viel Zeit in Tauberbischofsheim verbracht, die sei aber "gut investiert" gewesen.

400 Gestaltungsvorschläge eingereicht

Zoltan Szlaninka von der Stadt Tauberbischofsheim sprach ebenso von einer anstrengenden, aber schönen Arbeit. Er freute sich über die starke Bürgerbeteiligung in den vergangenen Jahren, die mehrheitlich konstruktiv, teilweise kontrovers gewesen sei. Auch darüber, dass nach einem Aufruf über 400 Vorschläge für die Gestaltung bei der Stadt eingegangen seien: "Wenn möglich, wurden diese umgesetzt."

Er erinnerte an das Baustellenmaskottchen TheoBald Buddel (TBB), das von der Bevölkerung sehr gut angenommen wurde und erläuterte, dass für die Gesamtmaßnahme 9.870 m² Granitpflasterfläche mit insgesamt 280.100 Granitsteinen verbaut wurde. Allein für den Sonnenplatz waren es etwa 64.000 Steine. Alle Granite stammen aus einer Gegend nordöstlich von Passau und es wurden drei Granite aus drei verschiedenen Steinbrüchen verwendet. Auch er dankte den Anliegern und fand es toll, dass die gastronomischen Betriebe alle Baufirmen-Mitarbeiter während der Maßnahmen kulinarisch verwöhnten: "Neben Pizza und Eis gab es sogar selbstgestrickte Mützen. Ich bin überzeugt, das werden die Mitarbeiter bei ihren jetzigen Baustellen vermissen."

Passt ins Puzzle: Bürgermeisterin Anette Schmidt setzte symbolisch den letzten Granitstein auf dem Sonnenplatz in Tauberbischofsheim und schloss damit dessen Neugestaltung ab.
Foto: Linda Hener | Passt ins Puzzle: Bürgermeisterin Anette Schmidt setzte symbolisch den letzten Granitstein auf dem Sonnenplatz in Tauberbischofsheim und schloss damit dessen Neugestaltung ab.

Was genau wurde gemacht? Erneuert wurden Ver- und Entsorgungsleitungen (Trinkwasser, Abwasser, Datenleitungen, Micro Pipes), die komplette Straßenbeleuchtung und die Anschlussmöglichkeiten für Weihnachtsbeleuchtung, Baumstrahler, Fassadenbeleuchtung. Eingebaut wurden Ver- und Entsorgungseinrichtungen für Festbetrieb und Veranstaltungen. Geschaffen wurden eine größere und flexibel nutzbare Aufenthaltsfläche und eine bessere Anbindung an die Fußgängerzone. Dabei wurde auf Barrierefreiheit geachtet. Zebrastreifen folgen noch. "Nicht, dass mein Stein zur Stolperfalle wird", scherzte Anette Schmidt während sie zum Abschluss des Empfangs noch den letzten Granitstein des Großprojekts in das "Puzzle" einfügte, der aber natürlich fachmännisch befestigt wurde, womit der Sonnenplatz an die Bevölkerung offiziell übergeben werden konnte.

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