Grünsfeld

Warum man Transponder statt Schlüssel verwendet

Der Umbau der Schule in einen Kindercampus kommt gut voran. Nun vergab der Gemeinderat den Auftrag für eine transpondergestützte Schließanlage.
Der Umbau der Schule in einen Kindercampus kommt gut voran. Nun vergab der Gemeinderat den Auftrag für eine transpondergestützte Schließanlage. Foto: Matthias Ernst

Der Umbau der Dorothea-von-Rieneck-Schule in einen Kindercampus für Kindergarten und Grundschule läuft weiter planmäßig. Trotz der Coronakrise wird am Neubau fleißig weiter gearbeitet, informierte Bürgermeister Joachim Markert den Gemeinderat bei der Maisitzung in der Stadthalle. Hierhin hatte man wegen des besseren Platzangebotes in Zeiten von Abstandregelung und Ansteckung durch Corona umgezogen.

Mittlerweile werden die Fenster eingebaut und der Innenausbau schreitet voran. Nun galt es für den Gemeinderat die Anschaffung einer Schließanlage zu beschließen. Ging man bei ersten Planungen des Umbaus noch von einer traditionellen Schlüssellösung aus, hat man sich nun entschieden eine Transponderlösung einzubauen. Die guten Erfahrungen in anderen öffentlichen Gebäuden hätten zur Entscheidungsfindung beigetragen. "Es ist ein einfaches System, das wegen seiner leichten Ersetzbarkeit bei Verlust von Transpondern auch noch kostengünstig ist", stellte Markert fest. Dieter Schenek pflichtete ihm bei. "Transponder sind Stand der Technik".

Transpondersystem soll etwa 25 000 Euro kosten

59 Doppelknaufzylinder sind vorgesehen und 50 weitere Chips, sowie entsprechende Sicherheitszugaben wie Panikfunktion oder Wetterschutz bei Außentüren. Insgesamt kommt man so auf eine Angebotssumme der Firma Rappelt aus Wenkheim von zirka 25 000 Euro. Genau könne dies erst bestimmt werden, wenn alle Spezifikationen mit dem Anbieter abgesprochen sind. Er hat auch schon die anderen Transponderlösungen in der Stadt ausgeführt.

Außerdem wurde ein Auftrag an die Cadolzburger Firma BG Sicherheit vergeben, die Feststellanlagen für Sicherheitstüren anbietet. Die Türen stehen normalerweise offen, um beispielsweise eine Barrierefreiheit zu gewährleisten, schließen aber automatisch, wenn ein Brand ausbricht, so Bürgermeister Markert. Zu einem Angebotspreis von knapp 13 000 Euro wurde der Auftrag für acht Türen vergeben, hinzu kommt noch ein Wartungsvertrag mit einer jährlichen Summe von 918 Euro.

Neue Hochleistungspumpe für die Feuerwehr

Bürgermeister Markert informierte den Gemeinderat, dass er im Rahmen einer Eilentscheidung die Anschaffung einer Hochleistungspumpe für die Feuerwehr veranlasst hatte. Diese war günstig zu erstehen und soll in dem in Kürze zu beschaffenden Gerätewagen Technik (GW-T) eingebaut werden. Durch die Entscheidung konnte die Stadt knapp 2700 Euro sparen. Außerdem hat er einen Auftrag für den Abbruch eines Wohnhauses in Kützbrunn zu einem Angebotspreis von rund 23 140 Euro an die Firma Breidenbach aus Bad Mergentheim vergeben. Die Entscheidung sei notwendig gewesen, da die Bindefrist vor der nächsten Gemeinderatssitzung lag, so der Bürgermeister.

Außerdem beschloss der Gemeinderat die Anschaffung eines Klimagerätes für das gemeindliche Gebäude, in dem sich die Achatius-Apotheke befindet. Dies ist notwendig, um die gesetzlichen Vorschriften zur Höchsttemperatur in Apotheken einhalten zu können. Sie darf dauerhaft nicht über 25 Grad steigen, erläuterte Markert. Das sei bei den derzeitigen Temperaturen im Sommer mit derzeitigen Mitteln nicht immer zu erreichen, weshalb die Firma Geuder aus Uffenheim mit dem wirtschaftlichsten Angebot den Zuschlag für Gerät und Einbau zu einem Preis von 14 875 Euro erhielt.

Feierlichkeiten zu 700 Jahre Grünsfeld verschoben

Bürgermeister Joachim Markert informierte, dass die Feierlichkeiten anlässlich der 700 Jahre Stadtrecht für Grünsfeld, die eigentlich in diesem Jahr stattfinden sollten, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Die Coronakrise hatte die Stadt mit ihren vielen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr voll ausgebremst. Vor allem die kulturellen Veranstaltungen will man aber auf jeden Fall nachholen.

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