Bad Mergentheim

Wie Archäologie und Stadtentwicklung vereint werden

Archäologie und Stadtentwicklung spannend und unterhaltsam miteinander vernetzen,  um damit Einheimische und Gäste für archäologisches Erbe zu begeistern, ist Ziel von "ARCHEODANUBE", einer europäischen Initiative für den Donauraum, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins Kultur und Arbeit. Baden-Württemberg ist neben Bayern Teil des INTERREG-Donauraum-Programms der Europäischen Kommission und wird in der Initiative vom Bad Mergentheimer Verein "Kultur und Arbeit" vertreten, heißt es weiter.

Darin gehe es um eine Aufwertung von so genannten archäologischen Parks, um diese als Instrumente der Stadtentwicklung zu begreifen und für den Kulturtourismus weiter zu entwickeln. Baden-Württemberg ist reich an archäologischen Stätten und Weltkulturerbe von der Steinzeit, der Zeit der Kelten und der Römer, so die Mitteilung. "Dieses reiche und schutzwürdige archäologische Erbe sollte noch viel mehr als Instrument der Stadtentwicklung begriffen werden", so Geschäftsführerin Dr. Karin Drda-Kühn vom gemeinnützigen Verein Kultur und Arbeit.

Denn viele kleine und mittlere Städte des Donauraums ständen mit ihrem archäologischen Erbe vor den gleichen Herausforderungen und Fragen: Wie bindet man das archäologische Erbe in die städtische Umgebung ein, wie kann es beispielsweise in Bauvorhaben integriert werden? Wie lässt sich damit nachhaltige Entwicklung bewirken, und wie fördert man soziale und wirtschaftliche Effekte wie Identitätsbildung der Einheimischen und Kulturtourismus? "Manchmal fehlt es einfach an Erfahrungen oder guten Beispielen, um das archäologische Erbe als einzigartige Ressource zu verstehen, um seinen Schutz mit städtischer Attraktivitätssteigerung und regionaler Wettbewerbsfähigkeit zu fördern", ist Karin Drda-Kühn überzeugt.

22 europäische Städte in der Initiative

"ARCHEODANUBE" verfolge einen stark bürgerorientierten Ansatz und will Bürgerschaft wie Gästen helfen, sich selbst als Initiatoren und Motoren des Werterhalts und der Wertschöpfung zu begreifen. Kultur und Arbeit werde in der Initiative 22 europäische Städte aus dem Donauraum bei der Entwicklung von entsprechenden Werkzeugen und Plänen unterstützen. "Die Wahl fiel auf uns, weil wir uns seit vielen Jahren für den Kulturtourismus in europäischen Ländern einsetzen und beträchtliche Erfahrungen in der Netzwerkarbeit und in der Mobilisierung bürgerschaftlichen Engagements gesammelt haben", wird Drda-Kühn in der Pressemitteilung zitiert.

Alle beteiligten Städte werden Entwicklungspläne für ihre archäologischen Stätten im innerstädtischen Bereich erstellen und diese auf die Bedürfnisse, Interessen und Erwartungen von Anwohnerschaft wie Gästen ausrichten, heißt es weiter. Neben der planerischen Arbeit werde es auch um den Einsatz digitaler Medien wie 3DModelle oder digitale Schatzsuchen und Spiele gehen, um Archäologie und Geschichte unterhaltsam aufzubereiten. Kultur und Arbeit wird in allen beteiligten Städten an der Entwicklung von Wertschöpfungsketten arbeiten, so die Mitteilung, um vor allem wirtschaftliche Effekte und neue Arbeitsplätze zu generieren.

Weitere interessierte Städte und Einrichtungen aus Baden-Württemberg können eingebunden werden. Sie werden gebeten, sich bei Dr. Karin Drda-Kühn  zu melden. Tel.: (07931) 5636371  oder per E-Mail an: archeodanube@kultur-und-arbeit.de. Weitere Informationen gibt es unter www.kultur-und-arbeit.de sowie https://www.facebook.com/ArcheoDanube

Weitere Artikel
Themen & Autoren
Bad Mergentheim
Elektronische Medien und Internet
Europäische Kommission
Kelten
Stadtentwicklung
Städte
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)