Grünsfeld

Wie es mit dem Seubert-Arel weiter geht

Das Ausstellungsgebäude des ehemaligen Möbelhauses Seubert könnte man eventuell erhalten. Dies ist eine Idee für einen möglichen Investor, den der Grünsfelder Gemeinderat vorgeben könnte.
Das Ausstellungsgebäude des ehemaligen Möbelhauses Seubert könnte man eventuell erhalten. Dies ist eine Idee für einen möglichen Investor, den der Grünsfelder Gemeinderat vorgeben könnte. Foto: Matthias Ernst

Als die Stadt vor zwei Jahren das Gelände des ehemaligen Möbelhauses Seubert in der Leuchtenbergstraße und das Grundstück Rankweg 15 erwerben konnte, stand von Anfang an fest, hier soll etwas Zukunftsträchtiges entstehen.

Was genau, darüber gibt es im Gemeinderat unterschiedliche Auffassungen. Vor allem bei der Verwendung des Seubert Grundstücks gehen die Meinungen weit auseinander. Welcher Gebäudeteil ist erhaltenswert, was soll angesiedelt werden und soll nur Wohnraum entstehen oder ein Mischgebiet entstehen, das alles sind Diskussionspunkte, die je nach Anschauung berücksichtigt werden müssen.

Einig ist man sich, dass man die Neuausrichtung an einen Investor abgeben möchte. Die Stadt selbst will nicht als Planer und Bauherr auftreten. In der Märzsitzung des Gemeinderates stelle sich mit Jessica Frey von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung (KU) und ein Konzept zur Begleitung eines Investorenauswahlverfahrens vor, das allgemein befürwortet wurde. Nun gab es ein schriftliches Angebot mit genauer Spezifizierung der Tätigkeit des KU.

Zuerst Kriterien festlegen

Zuerst sollen zusammen mit dem Gemeinderat die Kriterien festgelegt werden, die der zukünftige Investor beachten muss. Dann werden diese Kriterien öffentlich bekannt gemacht und ein entsprechender Investor gesucht. Abschließend sieht das Angebot noch eine Empfehlung für das ein oder andere Projekt vor. Der Gemeinderat hat also immer die volle Entscheidungskontrolle, sagte Bürgermeister Joachim Markert. "Das Heft des Handelns liegt immer beim Gemeinderat".

Bei einem gemeinsamen Workshop mit Frey will man genau festlegen, was aus dem Areal werden soll. Dieser könnte schon in vier bis sechs Wochen erfolgen, hofft Markert. Das ganze Verfahren ist auf sechs bis neun Monate angelegt. Erst dann weiß man genau, wie es mit dem Areal weiter geht.

KU wählt Investor aus

Viola von Brunn wollte Klarheit über die weiteren Schritte des Vorgehens, da für sie die Überschrift der Sitzungsunterlagen bereits eine Vorwegnahme von Entscheidungen enthalten würde. Man solle im Gemeinderat erst die Kritierien festlegen und dann einen Investor suchen. Franz Ködel erwiderte, dass in der Präsentation des Bürgermeisters doch das genaue Vorgehen beschrieben sei und man nur den Grundsatzbeschluss fasse, das KU mit der Begleitung des Investorenauswahlverfahrens zu betrauen: "Die Prozessbeschreibung liegt doch konkret vor".

Bürgermeister Markert wies darauf hin, dass für die Begleitung eine 60-prozentige Förderung des Landes gegeben sei. So eine Chance auf eine Entwicklung eines Areals habe man selten, fuhr er fort. Letztlich stimmte der Gemeinderat dann einstimmig für die vorgeschlagene Vorgehensweise und beauftragte die KU zu einem Angebotspreis von knapp 50 000 Euro mit der Begleitung der Auswahl eines Investors.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Grünsfeld
  • Matthias Ernst
  • Bauherren
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Finanzinvestoren und Anleger
  • Grundstücke
  • Landesbank Baden-Württemberg
  • Stadträte und Gemeinderäte
  • Städte
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!