Tauberbischofsheim

Wie es um die medizinische Versorgung in Main-Tauber steht

"Der Gesundheitsstandort und damit die gesamte stationäre Gesundheitsversorgung und gute Ausstattung der Krankenhäuser ist nicht erst seit der Corona-Pandemie wieder mehr in den Fokus gerückt, sondern mir als Abgeordneter schon seit Jahren ein wichtiges Anliegen", wird Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, Landtagsabgeordneter des Main-Tauber-Kreises, in einer Pressemitteilung zitiert. Er habe in den vergangenen Jahren dafür geworben, dass die Standorte Wertheim, Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim eine Stärkung und Standortsicherheit erhalten, heißt es in der Mitteilung des Abgeordneten. Dabei unterstreicht er die Ausgangslage als dünnbesiedelster Landkreis in Baden-Württemberg. "Allein in der jüngsten Zeit flossen nochmal 25 Millionen Euro an Landesmitteln für Krankenhäuser in den Main-Tauber-Kreis", so der Abgeordnete.

Apothekenausbau, Schaffung eines Logistikzentrums am Caritas-Krankenhaus, Personalplanung aber auch Schutzausrüstung in Zeiten von Covid-19 – das waren Themen, über die sich Reinhart auch im vergangenen Jahr mit BBT-Regionalleiter Marc Reggentin ausgetauscht hatte.

Logistikzentrum auf Caritas-Areal

Die Idee, auf dem Caritas-Areal ein fachübergreifendes Logistikzentrum inklusive Apotheke entstehen zu lassen, das auch nahgelegene Einrichtungen der Region mitversorgt, wird aktuell weiterverfolgt, heißt es in der Mitteilung. Ferner stehen auch im Krankenhaus Tauberbischofsheim Investitionen an. Die Corona-Pandemie sei dabei eine Herausforderung für alle Beteiligten, aber die Region Tauberfranken-Hohenlohe sei auch für die Zukunft in Sachen Schutzausrüstung laut dem Regionalleiter Reggentin gut aufgestellt.

Reinhart erwähnte hierbei den Neubau der Rotkreuz-Klinik in Wertheim mit Investitionen von knapp 50 Millionen Euro, den Neubau der Psychiatrie in Tauberbischofsheim mit über 30 Millionen Euro, den Neubau des Mutter-Kind-Zentrums in Bad Mergentheim am Caritas-Krankenhaus sowie Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe einschließlich der jetzigen weiteren Planungen in der Zentralversorgung in Bad Mergentheim.

In Bezug auf die Personalsituation unterstrich Reinhart in einer digitalen Diskussionsveranstaltung, dass man sich dafür einsetze müsse, Fachkräfte zu gewinnen und diesen nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz, sondern auch eine faire Bezahlung in Anlehnung an den branchenüblichen Tarif zu bieten. Allerdings seien Azubis für den verantwortungsvollen Pflegeberuf zunehmend schwierig zu gewinnen. Daher müsse die Pflege insgesamt attraktiver gemacht werden, heißt es abschließend in der Mitteilung.

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