Grünsfeld

Wolfgang Reinhart: „Ihr seid ein Vorbild im Land"

Landtagsabgeordneter Wolfgang Reinhart (Zweiter von links) informierte sich bei Grünsfelds Bürgermeister Joachim Markert (links) und dessen Hauptamtsleiter Jürgen Umminger und Kämmerer Christoph Kraft (von links) über die aktuelle Situation in der Stadt und ihren Ortsteilen.
Foto: Matthias Ernst | Landtagsabgeordneter Wolfgang Reinhart (Zweiter von links) informierte sich bei Grünsfelds Bürgermeister Joachim Markert (links) und dessen Hauptamtsleiter Jürgen Umminger und Kämmerer Christoph Kraft (von links) ...

Viel Lob schütte Bürgermeister Joachim Markert über das Land Baden-Württemberg und den Bund beim Besuch des CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Reinhart im Grünsfelder Rathaus aus. Zusammen mit Hauptamtsleiter Jürgen Umminger und Kämmerer Christoph Kraft dankte er für die großzügige Förderung beim Umbau der ehemaligen Werkrealschule und der Grundschule zu einem Kindercampus mit Kindergarten und Grundschule.

Von knapp fünf Millionen Gesamtkosten für die Maßnahme seien allein vom Land 2,2 Millionen Euro an Zuschüssen geflossen. Mit Ausgleichsstock, Städtebauförderung und SIQ (Soziale Integration im Quartier), sowie einer Schulbauförderung von 341 000 Euro wurden verschiedene Förderprogramme angezapft. "Ohne diese Förderung wäre es uns schwergefallen, den Umbau zu bewerkstelligen", führte Markert aus.

Kindercampus als Musterbeispiel der Bildungspolitik

Anfang März soll die Baumaßnahme bis auf einen Teil der Außenanlage nun fertiggestellt sein. Die wird zusammen mit dem Verein Naturspur voraussichtlich Ende April bis Anfang Mai in Angriff genommen. "Der Kindercampus ist ein Musterbeispiel für zukünftige Bildungspolitik", erkannte Reinhart. Hier spielt auch noch mit hinein, dass die Schule komplett mit Active-Boards und Tablets ausgestattet ist. Auch hierfür nahm man ein Förderprogramm des Landes in Anspruch. "Wir sind im digitalen Zeitalter angekommen und haben früh genug unsere Anträge auf Förderung gestellt", führte Bürgermeister Markert aus. Im Main-Tauber-Kreis sei man da an führender Position. "Wir dürften die erste Schule gewesen sein, die voll digital ausgestattet ist".

Das helfe den Schülern und Lehrern nun in der Coronakrise sehr. Der digitale Unterricht und das Homeschooling wären so viel einfacher zu erledigen. Wobei Reinhart immer wieder betonte, dass es keine Alternative zum Präsenzunterricht gibt. Deshalb sei er froh, dass nun wieder nach und nach die Schüler, wenn auch im Wechselunterricht, in die Schule zurückkehren können.

Grünsfeld profitiert von der Städtebauförderung

Das Land habe im vergangenen Jahr sehr viel Geld für die Digitalisierung der Schulen ausgegeben und das trage langsam Früchte. Vor allem der ländliche Raum profitiert bei Förderungen von der Einführung eines Flächenfaktors bei Zuschüssen, der Einführung einer Landarztquote und Schlüsselzuweisungen auf der Berechnungsgrundlage von 2019, also vor Corona. "All das hat die CDU in den letzten fünf Jahren erfolgreich in der Koalition im Land durchgesetzt", berichtete Reinhart.

Bürgermeister Markert, der sich für eine zweite Amtsperiode bei der Bürgermeisterwahl am 14. März in Grünsfeld bewirbt, sprach auch noch die Städtebauförderung an, von der Grünsfeld seit vielen Jahren profitiert. Aktuell stehe das ehemalige Seubert-Areal vor einem Umbau zu einer Mischbebauung mit Wohnungen und nichtstörendem Gewerbe.

Expansion von Grünsfeld ist schwer

Außerdem will die Stadt mit der Sanierung der Straßen und Leitungen rund um die Grünbachstraße beginnen und auch in den Ortsteilen werde fleißig investiert. Hinzu kommt die geplante Erweiterung des Industrieparks ob der Tauber, die Sanierung der Bahnsteige in Grünsfeld und Zimmern und die Ausweisung neuer Wohnbaugebiete.

Besonders bei letzterem bemängelte Bürgermeister Markert, dass zu viele Vorschriften die Ausweisung neuer Flächen erschweren. Obwohl es in der Innenstadt fast keine Leerstände gibt, machen die Plausibilitätsprüfung und die Ausweisung von FFH Gebieten die Expansion von Grünsfeld sehr schwer. Man dürfte beim Regierungspräsidium in Stuttgart nicht dieselben Maßstäbe im ländlichen Raum anwenden, wie im total zugebauten mittleren Neckartal, wünschte sich MdL Reinhart. "Ich würde jedem empfehlen, im ländlichen Raum zu bauen". Denn hier seien die Bauplatzpreise bei vergleichbarer Lebensqualität noch bezahlbar, sagte er abschließend, bevor er dem Bürgermeisterkandidaten Markert viel Glück für dessen Wahlkampf wünschte. "Wir sehen uns hoffentlich am 15. März beide als Gewinner wieder".

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