KREUZBERG

173 Kilometer im Gebet

Auf zum Rückmarsch: Klaus Rind im leuchtenden Mantel führte die Würzburger Kreuzberg-Wallfahrer vom Freialtar zum Abstieg. Bis nach Burkardroth sind die Pilger am Dienstag noch gegangen. Foto: Foto (2): Marion Eckert

„Wallfahrer sind das beste Publikum, sie sind mit allem zufrieden und meckern nicht. Es ist eine Freude sie zu bedienen.“ Pater Martin Domogalla, der Guardian des Klosters Kreuzberg, zollte den Wallfahrern aus Würzburg seine Anerkennung.

„Ich war erstaunt wie fit Ihr hierher kamt und immer lebendiger wurdet. Im Bier muss etwas sein, das Wallfahrer in Stimmung bringt und sie stärkt“, scherzte er.

Gestartet war die Wallfahrt am vergangenen Sonntag um 4 Uhr in der Früh mit einem Gottesdienst im Neumünster in Würzburg. Zwei Tage waren die Wallfahrer von Würzburg bis zum Heiligen Berg der Franken unterwegs, 86 Kilometer haben sie zurückgelegt.

Nachfolger von Heribert Bulla

In diesem Jahr hatte die Verantwortung für die Würzburg Kreuzbergwallfahrt erstmals Michael Seufert (Rottendorf). Er ist der Nachfolger von Heribert Bulla, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Wallfahrtsleiter tätig sein konnte. Doch für Seufert war es nicht die erste Kreuzbergwallfahrt. „1988 war ich das erste Mal dabei und seit zehn Jahren ununterbrochen. In diesem Jahr ist es meine 15. Kreuzbergwallfahrt.

“ Zudem ist Seufert seit 1990 Mitglied bei der Bruderschaft zum Heiligen Kreuz Würzburg und seit einigen Jahren im erweiterten Vorstand aktiv. „Dank der guten Vorstandschaftsarbeit und der bewährten Organisation läuft alles reibungslos“, erklärte er auf dem Kreuzberg. „Ich wünsche mir, dass wir auch in diesem Jahr wieder alle gesund und gestärkt zurück nach Würzburg kommen.“

Nachdem der Vormittag auf dem Kreuzberg verbracht wurde, mit Pilgermesse, Kreuzwegandacht, Wallfahrtsamt und Sakrament-Prozession, stehe dem Rückweg nichts mehr im Wege.

Wallfahrtskreuze gesegnet

Doch bevor die Wallfahrer den Heiligen Berg wieder verließen, wurden die Wallfahrtskreuze gesegnet und der Pilgersegen mit dem Auflegen des Kreuzpartikels erteilt. Mit einem sakramentalen Segen wurden die Wallfahrer schließlich am Freialtar verabschiedet. Klaus Rind, Wallfahrtsführer im schon weithin rot leuchtenden Mantel, führte die Wallfahrt wie schon seit vielen Jahren an. Viele der Walfahrer trugen an ihren Brustkreuzen kleine Blumensträußchen oder kleine gebundene Kränze aus Heidekraut. Unterwegs wurden die Blumen und Kräuter gesammelt und am Kreuzberg zu den kleinen Schmuckstückchen für das Pilgerkreuz geflochten.

Mit acht und 85 Jahren

Die geistliche Begleitung der Kreuzbergwallfahrt oblag auch in diesem Jahr wieder Pater Maximilian. „Den Weg mit ganzem Herzen gehen“ – so das Motto der diesjährigen Kreuzbergwallfahrt, das jeden Tag unter einem anderen Blickwinkel betrachtet wurde. Der Tag am Kreuzberg hatte das Thema „Gott hat ein Herz für uns Menschen.“ Um die Menschen ging es auch Pater Martin zum Abschied. Er stellte den jüngsten Wallfahrer, den achtjährigen Karl, und den ältesten Wallfahrer, den 85-jährigen Michael Räth, vor. „Ich möchte für die Gebetsgemeinschaft danken“, nutzte Räth die Gelegenheit allen für das intensive Erlebnis auf den 173 Kilometern von Würzburg zum Kreuzberg und zurück zu danken.

Am Dienstagmittag machten sich die Wallfahrer zurück auf den Weg in ihre Heimat. Foto: Marion Eckert

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