GROßEIBSTADT

471 000 Euro für energetische Sanierung des Gemeindehauses

„Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung – Beratung und Beschlussfassung“. Dieser Tagesordnungspunkt ließ eine Erhöhung der Gebühren vermuten. Dem war allerdings nicht so, wie der Geschäftsführer der Verwaltungsgemeinschaft Saal, Sebastian Roth, am Ende seiner Information bei der Gemeinderatssitzung feststellte.

Für ihn erfreulich, denn wenn ein neuer Geschäftsführer mit positiven Ergebnissen seiner Kalkulation aufwarten kann, ist das etwas Besonderes. Grund sei allerdings, dass es 2012 eine drastische Erhöhung der Gebühren gab. „Die war damals notwendig, hat nun aber dazu geführt, dass wir eine Punktlandung bei der aktuellen Kalkulation hinlegten.“

So gab es auch keinen Beschluss des Gemeinderates, sondern die Gebührenbedarfsrechnung wurde zur Kenntnis genommen, da die Gebührensätze beibehalten werden. Konkret geht es um den Gebührensatz von 2,60 Euro, sagte Bürgermeister Emil Sebald. Sebastian Roth meinte, dass die Kalkulation einer Gebührenbedarfsrechnung immer mit dem Blick in die Glaskugel zu vergleichen sei. Alle vier Jahre wird dies notwendig. In Großeibstadt hat sich die von Roth erstellte umfangreiche Kalkulation gelohnt, denn er konnte den Ratsmitgliedern bereits eingangs sagen: „Alles bleibt wie es ist, wir arbeiten grundsätzlich kostendeckend.

“ Auch für die Wasserzähler bleibt die jährliche Grundgebühr stabil.

Der Wald mit leichtem Minus

Informationen gab es zum Gemeindewald. Dazu hatten Betriebsleiter Hubert Türich, sowie Forstrevierleiter Holger Tillmann Informationen vorbereitet. Danach ist für 2017 der gesamte Holzeinschlag mit 130 Festmetern auf einer Fläche von 4,3 Hektar vorgesehen. Hieraus werden Einnahmen in Höhe von 4250 Euro erwartet. Denen stehen Ausgaben von rund 1000 Euro gegenüber. Geplant sind Neukulturen, Nachbesserungen und neue Zäune. Die Kosten dafür pendeln sich bei 2900 Euro ein. Demgegenüber stehen Einnahmen aus Zuweisungen des Freistaates Bayern in Höhe von 4677 Euro. Weitere Ausgaben von 3778 Euro fallen für Wegeunterhalt, Verbrauchsmaterial, Geräte, Bewirtschaftung und Mitgliedsbeiträge an. Damit ergibt sich ein Minus von 1249 Euro für die Waldbewirtschaftung 2017. Die Ratsmitglieder erfuhren von Bürgermeister Emil Sebald mehr über die Jungbestandspflege, aber auch die Jungdurchforstung und die Altdurchforstung. Der Forstbetriebsplan wurde 1997 erstellt und wird, bedingt durch die Flurbereinigungsmaßnahmen 2020 neu aufgestellt.

Dann ging es erneut um die energetische Sanierung des Gemeindezentrums Kleineibstadt. Konkret stand die Vorstellung des Bauentwurfs und der Antrag auf Gewährung einer Zuwendung zur Diskussion. Vom Architekturbüro Planidee Franken GmbH Lürzel & Kiesel wurde eine Bauvorhabenbeschreibung mit Kostenberechnung, Plänen und Flächenberechnung für die energetische Sanierung des Gemeindezentrums vorgelegt. Die Berechnung mit Kosten von 429 000 Euro übersteigt die letzte Schätzung vom Mai 2016 (410 000 Euro) um 19 000 Euro. Diese Kostenmehrung ergibt sich durch den Einbau eines Pufferspeichers mit Frischwassermodul und einer Wasserenthärtungsanlage und einer Kaminsanierung. Diese neue Anlage spart allerdings auch Energie und amortisiere sich in fünf Jahren. Außerdem gebe es dann weicheres Wasser, erläuterte Bürgermeister Emil Sebald.

Sitzungszimmer herrichten

Vorgesehen ist außerdem im Bereich des Sitzungszimmers in Kleineibstadt eine Beameranlage mit Leinwand, eine Akustikdecke und zwei Türen einzubauen. Dies wird notwendig, da Beamer heute gebraucht werden, außerdem die Türen in die Jahre gekommen sind. In diesem Zusammenhang verwies der Bürgermeister auch auf das Gemeinde- und Sitzungszimmer in Großeibstadt. Auch hier müsse dringend etwas getan werden. Dies allerdings erst wenn das Projekt „Feuerwehrhaus“ abgeschlossen ist (wir berichteten).

Einschließlich der Baunebenkosten ergibt sich für die energetische Sanierung in Kleineibstadt eine Gesamtsumme von 471 000 Euro. Dem stimmte der Gemeinderat zu und gab damit auch für den Antrag auf Förderung bei der Regierung von Unterfranken grünes Licht.

Kurze Diskussion dann zur Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Hofgasse und am Kirchplatz in Großeibstadt. Dort wird eine Sanierung und Umgestaltung vorgenommen, außerdem soll eine Scheune am Ortseingang abgerissen werden (wir berichteten). An dieser Stelle entsteht ein Parkplatz, der ausgeleuchtet werden muss. Zuständig dafür ist die Bayernwerk AG. Deren Angebot umfasst die Aufstellung von zwei Pilz-Leuchten auf einem vier Meter Mast.

Eine weitere Leuchte – auf einem acht Meter Mast – steht am Ende der Hofgasse auf Höhe des Parkplatzes und leuchtet diesen Bereich an der Kreuzung aus. Zwei Pollerleuchten sind am Kirchhügel vorgesehen. Alle Leuchten sind mit LED ausgestattet.

Lampenabbau im Preis inklusive

Bürgermeister Sebald verwies darauf, dass das Angebot den Abbau der nicht mehr benötigten Peitschenmastleuchte an der Zehntscheune beinhalte. Die Angebotssumme beträgt 7636,38 Euro, ohne Erdarbeiten. Diese werden im Rahmen der Tiefbauarbeiten ausgeführt. Schließlich gab der Bürgermeister noch Informationen zur Ausschreibung des neuen Feuerwehrfahrzeugs für Großeibstadt. Dies nahm der Gemeinderat zur Kenntnis. Ein Beschluss war nicht nötig.

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