Hohenroth

50 Fahrräder für die Region Transkarpatien

Wieder verlässt ein mit Hilfsgütern und 50 Fahrrädern voll beladener LKW den Landkreis Rhön-Grabfeld von Herschfeld in Richtung Budapest. Foto: Hanns Friedrich

Vor einigen Wochen schickte die Humanitäre Ungarnhilfe Hl. Elisabeth e.V. mit Sitz in Hohenroth einen Transport nach Budapest auf die Reise. Neben den obligatorischen Hilfsgütern, waren 50 Fahrräder an Bord, die vor wenigen Tagen  an Bedürftige in der Ukraine übergeben werden konnten. Die Caritas Hungarica unterstützt damit weiterhin die ungarische Minderheit in der Westukraine, die weitgehend von der Entwicklung in Kiew abgehängt ist. Bei der katastrophalen Infrastruktur, ist das Fahrrad das Fortbewegungsmittel Nummer 1 sagt Vorsitzender Klaus Höhn. Er war bei der Übergabe selbst vor Ort.

Schon beim letzten Fahrrad-Transport war klar, dass es gar nicht so einfach ist, eine größere Anzahl von Fahrrädern über die ukrainische Grenze zu bringen. Es galt also, eine Fahrradgruppe zusammen zu stellen, die mit den Rädern von Ungarn in die Ukraine fuhren, berichtet Klaus Höhn in einem Gespräch. Der Rákóczy-Verein hatte Unterstützung zugesagt und 50 Mädels und Jungs nach Beregsurány gebracht, die mit den Fahrrädern über die Grenze fuhren. Gegen 18.30 Uhr waren die Radler in der Zwischenstation, dem Pfarramt von Berehove, angekommen, von wo aus sie am nächsten Morgen per LKW zum eigentlichen Zielort gebracht werden sollten.

Zahlreiche Spenden aus dem Landkreis

Dort bedankte sich Klaus Höhn  bei den zahlreichen Spendern aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld und seinen Mitarbeitern. Am Tag danach ging die Reise weiter nach Visk, wo Verhandlungen mit dem Bürgermeister und dem ärztlichen Leiter des kleinen Krankenhauses stattfanden. Diese brachten nun endlich den Durchbruch, denn die Stadt Visk stellt den notwendigen Bereich für die Schwesternstation zur Verfügung und übernimmt die ärztliche Aufsicht. Im Gegenzug versprach Klaus Höhn, das Krankenhaus mit Materialspenden zu unterstützen. So wurden bereits 20 Betten mit elektrisch verstellbarem Antrieb geliefert. Anfang September wird mit der Renovierung der Räumlichkeiten begonnen, bei der auch die Humanitäre Ungarnhilfe Hl. Elisabeth ihren Beitrag leistet. Es werden dazu noch jede Menge an Sachspenden benötigt. Da die ganze Region eine medizinische Diaspora, ist, muss dringend ein Röntgengerät beschafft werden. Darüber hinaus geht der normale Unterstützungsbetrieb weiter. Es werden nach wie vor Fahrräder gesucht. Außerdem für die Schuleinführung im August Büchertaschen und alles was an Schulsachen gebraucht wird.

Vor wenigen Jahren wurden die schlimmen Verhältnisse in der Ukraine durch die Ärztemission der Ungarischen Caritas bekannt. Die ungarische Regierung unterstützt die ungarischen Minderheiten mit Programmen wie der Ärztemission, welche die Caritas in deren Auftrag organisiert und ausführt. Die Humanitäre Ungarnhilfe Hl. Elisabeth unterstützt diese Arbeit nach Kräften. 

Gemeindeschwesternstation ist angedacht

Um die medizinische Situation nachhaltig etwas zu entschärfen, ist eine Gemeindeschwesternstation zunächst in der Stadt Visk angedacht. Sie soll die erste Musterstation sein, die in absehbarer Zeit in Betrieb geht. Großes Augenmerk legt man dabei auf die Betreuung Schwangerer und zwar vor, während und nach der Geburt. Die Vorsorgeuntersuchungen Neugeborener haben außerdem einen hohen Stellenwert.

Informationen gibt es bei Klaus Höhn in Hohenroth, den Sammelstellen in Hausen/Rhön, Stettener Strasse 13, in  Hohenroth (Veitsberg 19), in Mellrichstadt (Roßbachstraße 63) oder auch in Aub bei Bad Königshofen (Kleines Dorf 14) . Wer die Hilfsaktion finanziell unterstützen möchten kann dies bei der Sparkasse Bad Neustadt IBAN DE65 793 530 900 011 097 680 unter dem Stichwort "Ungarnhilfe" tun.

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