HEUSTREU

70 Jahre Frauenpower auf dem Land

Scheckübergabe: Für den Bäuerlichen Hilfsdienst erhielt Landesbäuerin Anneliese Göller einen Scheck in Höhe von 300 Euro von Kreisbäuerin Margit Ziegler (rechts) und Stellvertreterin Heike Schneider (links). Foto: Regina Vossenkaul

Seit 70 Jahren sind die bayerischen Landfrauen innerhalb des Bayerischen Bauernverbandes organisiert, das wurde am Freitagabend gefeiert.

Kreisbäuerin Margit Ziegler blickte auf die Anfänge zurück, als in der Nachkriegszeit die Lebensmittelversorgung im Mittelpunkt stand. dennoch ging es den Landfrauen von Anfang an auch um die Bildungsarbeit. Erste Kreisbäuerin im Landkreis Rhön-Grabfeld war 1972 Stilla May, es folgten Ruth Scheublein, Roswitha Hesselbach und Margit Ziegler.

Bildung als Hauptanliegen

Die Rolle der Frauen in den Betrieben habe sich in 70 Jahren gewandelt, sie seien nicht auf „Kinder, Küche, Kirche“ beschränkt, sondern engagieren sich in den Heimatorten und in der Politik und geben als Ernährungsfachfrauen, Gartenbäuerinnen oder Kräuterpädagoginnen ihr Wissen weiter. „Die Landfrauen sorgen für lebendige ländliche Räume“, so Ziegler. Sie sind heute in allen Gremien des Bauernverbands vertreten und können ihre Sichtweisen und Ideen einbringen.

Michael Diestel geehrt

Die Basis für einen starken Bauernverband sei ein gutes Miteinander von Obmännern und Landfrauen über alle Ebenen hinweg. Ziegler gratulierte dem Chor „Agrabella“ zum zehnjährigen Bestehen und überreichte Chorleiterin Sonja Rahm sowie ihrem Stellvertreter Michael Schneider „Notenschlüssel in Eiche“.

Geehrt wurde während des Festes auch der BBV-Kreisgeschäftsführer Michael Diestel, der sein 25-jähriges Dienstjubiläum beging. Er hat nicht nur unzählige Ideen für spektakuläre Aktionen, sondern kreierte auch den Namen des Chors „Agrabella“.

Tradition und Moderne

Landesbäuerin Anneliese Göller ging in ihrer Ansprache vor allem auf den Begriff Heimat ein. Sie sei stolz auf „70 Jahre Frauenpower vom Land“ und die vielen engagierten Frauen, die sich bemühen, den ländlichen Raum lebens- und liebenswert zu halten. „Der ländliche Raum lebt von Menschen, die Tradition und Moderne verbinden, die Frauen haben hier eine Schlüsselfunktion“, so Göller.

Besondere Stimmung brachten die „Boygroup“ (die Männer des gemischten Landfrauenchors) in den Saal, denn sie gratulierten den Frauen mit dem Lied „ Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau'n“ und ernteten stürmischen Beifall.

Grußworte

Grußworte sprachen der stellvertretende Bezirkspräsident Alois Kraus, der die „modernen drei K“ mit Kompetenz, Kultur und Kommunikation benannte, Landtagsabgeordneter Steffen Vogel, der die Landfrauen lobte, weil sie trotz ihrer Arbeit Zeit finden für ihr Engagement in der Heimat, und Bürgermeister Ansgar Zimmer. Kreisobmann Mathias Klöffel zeigte sich froh darüber, solche Frauen an der Seite zu haben, die engagiert, modern und innovativ mit anpacken. Landrat Thomas Habermann blickte auf die Nachkriegszeit zurück, in der die Frauen große körperliche und psychische Lasten bewältigen mussten. Die Landfrauen hätten trotz der Dreifachbelastung die Dorfkultur mitgestaltet.

Mit einem Rückblick in Bildern und einem offenen Singen klang der Festabend aus. Landesbäuerin Anneliese Göller konnte ein Präsent und einen Scheck über 300 Euro für den Bäuerlichen Hilfsdienst mit nach Hause nehmen.

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