BAD NEUSTADT

Ackva: Tolles Signal vom Kabinett

Professor Ansgar Ackva von der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Foto: Eckhard Heise

Dass es mehr werden würde als die angekündigten 200 000 Euro pro Jahr, das hatte Professor Ansgar Ackva gehofft und wohl auch geahnt. Dass sich der Leiter des Technologietransferzentrums (TTZ) für Elektromobilität jetzt nach dem Beschluss des Bayerischen Kabinetts sogar über die angestrebten 800 000 Euro für sein Institut freuen kann, das hat ihn dann doch überrascht, wie er im Gespräch mit dieser Redaktion sagt. Dass die Staatsregierung das TTZ jetzt für so förderungswürdig hält, freut ihn sehr.

Noch vor einem Jahr sei die Höchstförderung von 200 000 Euro für alle bayerischen TTZ wie eine Mauer gestanden, sagt er. Ganz viele Gespräche und der Einsatz von Landrat, Bürgermeister und von praktisch allen Politikern, ob im Lokalen oder auf Landesebene, hätten die Mauer wohl wanken lassen. So sehr, dass sich Ackva Hoffnung gemacht hatte, wenigstens 500 000 Euro Förderung pro Jahr vom Freistaat müssten möglich sein. Auch wenn es zwischendurch schon Hinweise auf die große Lösung mit 800 000 Euro gab, habe er daran nicht geglaubt.

Und auch nach der Entscheidung des Kabinetts vom Dienstag gebe es noch Interpretationsspielraum. Nämlich bei der zusätzlichen Projektförderung. Das könne man einerseits so verstehen, dass die zu den 800 000 Euro jährlicher Förderung noch dazu kommt. Doch an diese Variante glaubt Ackva eher nicht. Er geht davon aus, dass der Freistaat eine Grundförderung gewähren wird, die irgendwo zwischen den zunächst gewährten 200 000 Euro und 800 000 Euro liegen wird. Der Rest bis zu 800 000 Euro pro Jahr käme dann über die Förderung von bestimmten Projekten dazu. So wird Ackva es seinen Mitarbeitern im TTZ zunächst auch erklären.

Genaueres hofft er in den nächsten Tagen in Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium zu erfahren. „Für manche politische Aussagen bräuchte man eigentlich einen Dolmetscher“, scherzt er.

Wenn man die 800 000 Euro pro Jahr auf die nächsten fünf Jahre hochrechnet, ergibt das eine Förderung des seit 1. Januar 2012 bestehenden TTZ von vier Millionen Euro. Zählt man noch die zehn Millionen Euro dazu, die der Freistaat für das zweite wissenschaftliche Projekt „Modellfabrik 4.

0“ bei Siemens gewährt, so ergibt das eine Förderung von 14 Millionen Euro. Ein tolles Signal, wie Ackva findet.

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