OBERESSFELD

Afrikanischer Priester fühlt sich wohl im Grabfeld

Zu Gast: Pfarrer Paul Mutebi aus Uganda (links) in der Ursula-Kapelle bei Alsleben mit Diakon Konrad Hutzler nach einem Gottesdienst.
Zu Gast: Pfarrer Paul Mutebi aus Uganda (links) in der Ursula-Kapelle bei Alsleben mit Diakon Konrad Hutzler nach einem Gottesdienst. Foto: Kleinhenz

„Jesus ist mein Fels und an diesem Felsen kann ich mich festhalten“, lautet der Lebensleitsatz von Pfarrer Paul Mutebi Ssemunaaba aus Muduuma in Uganda in Ost-Afrika. Er ist seit 18. Juli in der Pfarreiengemeinschaft St. Martin im Östlichen Grabfeld zu Gast, um Urlaubsvertretungsdienste zu übernehmen.

Noch bis zum 30. September wird der Geistliche im Altlandkreis Königshofen bleiben und die Orte Alsleben, Aub, Gabolshausen, Obereßfeld, Sternberg, Trappstadt und Untereßfeld seelsorgerisch betreuen. Bei der Familie Heribert Hassmüller in Obereßfeld wurde er freundlich aufgenommen. Dort hat er seine Bleibe.

Wie Pfarrsekretärin Christine Dietz vom Pfarrbüro Untereßfeld auf Anfrage mitteilte, zelebriert der Gastpriester samstags um 19 Uhr sowie sonntags um 8.30 und 10 Uhr jeweils in einem anderen Ort der Pfarreiengemeinschaft eucharistische Gottesdienste, um die Urlaubslücke von Pfarrer Andreas Bracharz zu schließen. Außerdem, so Christine Dietz, hält er jeweils um 19 Uhr auch am Montag, Dienstag und Mittwoch Messen in den Pfarrgemeinden. Näheres sei in der Gottesdienstordnung ersichtlich.

Der ostafrikanische Priester war bereits wiederholt in Deutschland zu Urlaubsvertretungen unterwegs wie in Marktsteinach, wo er beachtliche Spenden erhielt für den Weiterbau der Pfarrkirche in seiner Heimatpfarrei. Sie liegt westlich von Kampala und nördlich des Viktoriasees, umfasst 14 Gemeinden mit rund 7000 Christen. Letztes Jahr feierte die Pfarrei 50-jähriges Bestehen. Die Inneneinrichtung der Kirche sei noch nicht abgeschlossen. Grund: Es fehlt an Geld. Näher eingegangen werden soll darauf im September bei einem Vortrag mit einem Film über die Lebensweise der Menschen in Afrika. Voraussichtlich wird er im Gemeindehaus Untereßfeld stattfinden. Der genaue Termin wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Pfarrer Paul Mutebi trennen zehn Flugstunden von seiner Heimat. Er ist 37 Jahre und wurde von der Diözese Würzburg in die Pfarreiengemeinschaft St. Martin ins Östliche Grabfeld gerufen. „Gerne führe ich den Auftrag aus“, sagt er in relativ gutem Deutsch. Wenn man die Fragen langsam formuliert, kann er rasch darauf antworten. So kommt er immer wieder mit den Gläubigen der Pfarreingemeinschaft ins Gespräch.

Einer der engen Wegbegleiter während seines Aufenthaltes ist Diakon Konrad Hutzler aus Trappstadt. Er zelebrierte mit ihm in der Ursula-Kapelle bei Alsleben jüngst auch einen Gottesdienst vor zahlreichen Senioren. Dabei machte Pfarrer Paul Mutebi mit einer Gesangseinlage die Lebendigkeit des christlichen Glaubens in seiner Heimat deutlich. Pfarrer Paul Mutebi wuchs in Uganda mit acht Geschwistern auf und hatte das Glück, Bildungschancen wahrzunehmen, die nicht jedem in Afrika vorbehalten sind. Denn die teilweise ärmlichen Verhältnisse der Bevölkerung drängen viele Menschen an den Rand der Gesellschaft. Die Kinder können mangels Mittel keine Schule besuchen. Uganda ist ein Binnenstaat und grenzt an den Süd-Sudan, an Kenja, Tansania, Ruanda und an die Demokratische Republik Kongo.

Der Gast-Priester zeigt sich dankbar für die großzügige Gastfreundschaft und wird oft eingeladen. So lernt er im Grabfeld nicht nur die Menschen, sondern auch ihre fränkischen Kultur näher kennen. Auch bei Diakon Konrad Hutzler war er schon zu Gast. Pfarrer Paul hofft, dass aus den menschlichen Begegnungen vielleicht Freundschaften entstehen.

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