Mellrichstadt

Agatha Christie in Mellrichstadt: Der Mörder ist nicht immer der Gärtner

Noch ganz ohne Lampenfieber. Das Ensemble von "METTheater" probt schon fleißig für die Silvestergala (hintere Reihe von links): Stefan Brandstädter (Regisseur), Daniel Griebel und Daniel Weipert (Technik), Barbara Grothe (Organisation, Kassenverantwortliche), Jutta Reinschmidt (2. Regisseurin), Renate Brandstädter (Souffleuse) sowie (vordere Reihe von links) Silvia Klösel, Gaby Dinglinger, Marie-Luise Weier, Astrid Hagen-Wehrhahn (Requisite, Radioansagen), Michael Graf und vorne "Sergeant" Stefan Heier. Foto: Brigitte Gbureck

Seit 2008 ist der Amateur-Theaterverein "METTheater" ein eingetragener Verein und veranstaltet seit 2009 im zweijährigen Rhythmus eine Silvestergala. Im zehnten Jahr des Bestehens ist "Die Mausefalle" in die Silvestergala mit Buffet, Musik und Tanz eingebettet.

Bereits seit dem Frühjahr laufen die Proben dafür.  Da wird zunächst mal beratschlagt, wie man die Requisiten am besten auf der Bühne platziert, eine Schauspielerin probiert schnell noch eine Hose an. Derweil agieren zwei Herren schon mal auf der Bühne, während eine Darstellerin dekorativ im Sessel sitzt und auf ihren Part wartet. 2. Regisseurin Jutta Reinschmidt verfolgt das Geschehen aus der ersten Reihe, gibt Tipps und spart auch nicht mit Lob. Und auch Regisseur Stefan Brandstädter hat das Ganze im Auge.

Nach der Kriminalkomödie "Die acht Frauen" vor zwei Jahren kommt mit der Mausefalle in diesem Jahr wieder eine Kriminalkomödie zur Aufführung. In den Jahren zuvor waren es überwiegend Boulevardkomödien.

Die Mausefalle ist ein Theaterstück von Agatha Christie. Es wird seit 1952 täglich im Londoner West End aufgeführt und ist damit das am längsten ununterbrochen aufgeführte Theaterstück der Welt. Dabei war es ursprünglich gar nicht als Theaterstück, sondern als Radio-Hörspiel konzipiert worden, Agatha Christie hatte es anlässlich eines Geburtstages von Queen Mary verfasst.

Das Stück spielt in den späten 40er Jahren im Winter in der Nähe von London in einer geerbten Hütte einer Tante – genannt "Monkswell Manor" -, in der Mollie Ralston gemeinsam mit ihrem Ehemann Giles eine Pension eröffnen will. Bei den Vorbereitungen hören sie im Radio von einem Mord, der in London geschehen ist. Die Gäste haben sich schriftlich angemeldet und trudeln nacheinander ein. Es tobt ein starker Schneesturm, damit ist das Haus bald von der Außenwelt abgeschnitten. Auch die Telefonleitung ist gekappt. Die Gäste sitzen buchstäblich in der Mausefalle.

Die Adresse der Pension stand im Notizbuch des flüchtigen Mörders. Ein Sergeant schlägt sich daraufhin mit Skiern zu den Eingeschlossenen durch. Es stellt sich heraus, dass der Mörder wohl ein Serientäter ist und unter den Eingeschlossenen weilt und mit Sicherheit noch ein oder zwei weitere Opfer sucht. Ob der Mörder wirklich immer der Gärtner ist, wird hier nicht verraten.

Wer ein spannendes Jahresende erleben möchte, sollte sich die Silvestergala in der Oskar Herbig-Halle in Mellrichstadt (Beginn 18.30 Uhr) nicht entgehen lassen. Und nach dem Theater locken noch Buffet, Musik und Tanz. Nach der Silvestergala sind weitere Aufführungen am 3. Januar 2020 erneut in der Oskar-Herbig-Halle in Mellrichstadt und am 11. Januar 2020 in der Wandelhalle in Bad Neustadt geplant. Kartenbestellungen werden per Email an mgrafm@t-online.de oder per Tel.: (09776) 7250 entgegengenommen.

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