Bad Königshofen

Aigner im Grenzgänger-Museum: Erinnerungen wach halten

Die Landtagspräsidentin machte auf einer Tour durch den Wahlkreis von Steffen Vogel auch Halt in Bad Königshofen. Landrat Habermann: Königshofen ist eine echte Kulturstadt.
Exponate und Modelle der DDR-Grenzanlagen und Übergangsstellen ließen Erinnerungen wach werden. Foto: Regina Vossenkaul

Seit November 2018 ist Ilse Aigner (CSU) Präsidentin des Bayerischen Landtags, am Dienstagnachmittag war sie zu Gast in Bad Königshofen. Der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel hatte sie zu einer Tour durch seinen Wahlkreis eingeladen und besuchte mit ihr interessante Stationen. Die Tafel und Kindertafel in Haßfurt gehörten dazu, die Fränkischen Rohrwerke in Königsberg und der Bayernturm in der Gemeinde Sulzdorf an der Lederhecke, bevor die Museen in der Schranne an der Reihe waren.

Landrat Thomas Habermann, Bürgermeister Thomas Helbling und einige CSU-Kreisräte, Bürgermeister sowie Kreisheimatpfleger Reinhold Albert und Museumsleiter Andreas Rottmann begrüßten die Politikerin vor Ort. Landrat Habermann erläuterte, dass Bad Königshofen schon in früheren Zeiten ein reges kulturelles Leben hatte, geprägt von wohlhabenden Bauern, was unter anderem die reich ausgestatteten Kirchen beweisen. Durch die innerdeutsche Grenze von einem Teil ihrer wirtschaftlichen Beziehungen abgeschnitten, habe die Stadt gelitten, deshalb brauche sie Unterstützung.

Landrat berichtet von der regen Bautätigkeit

Der Landrat berichtete von der geglückten Verlegung eines Finanzamts mit 50 Arbeitsplätzen in die Stadt und bedankte sich bei Steffen Vogel für seine Fürsprache beim damaligen Heimatminister Markus Söder, der das Amt eigentlich nach Bad Neustadt bringen wollte. Gebaut werden derzeit auch die neue Berufsfachschule für Musik und ein MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum). Der Erhalt der Außenstelle der Archäologischen Staatssammlung in Bad Königshofen war ebenfalls nicht selbstverständlich, fast alle staatlichen Museen befinden sich in der Landeshauptstadt.

Mit einem neuen Konzept bleibt das Archäologische Museum bestehen, Landkreis und Stadt sanierten dafür das Gebäude. Als eine "echte Kulturstadt" bezeichnete Habermann Bad Königshofen und übergab das Wort an Hanns Friedrich, Kreiskulturreferent und Vorsitzender des Vereins für Heimatgeschichte im Grabfeld, der einige Exponate der Sonderausstellung "Es war einmal – die DDR" erläuterte.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner besuchte die Museen in der Schranne, wo Hanns Friedrich (rechts) die Exponate erklärte, zum Erinnerungsfoto stellten sich Kreisräte und CSU-Bürgermeister sowie Landrat Thomas Habermann (links). Foto: Regina Vossenkaul

Dokumente, Fotos, Bilder und Utensilien aus der Zeit der innerdeutschen Teilung werden anlässlich des 30. Jahrestags der Grenzöffnung gezeigt, dauerhaft ist das Museum für Grenzgänger im hinteren Teil des Gebäudes zu sehen. Die nach einem modernen Konzept ausgestellten Exponate, darunter ein Stück vom Grenzzaun, Grenzsteine und eine Selbstschussanlage, beeindruckten die Besucher.

Modelle der Grenzanlagen ließen Erinnerung wach werden

Besonders die Modelle der Grenzanlagen und des ehemaligen Grenzübergangs Eußenhausen-Meiningen ließen Erinnerungen wach werden. Kurz betrachtet wurde auch das Archäologische Museum mit sehr interessanten Relikten aus der Vergangenheit, inklusive Grabbeigaben und dem Nachbau des Wagens aus einem Fürstengrab.  

Eine dreiviertel Stunde ließ der offizielle Zeitplan Ilse Aigner für ihren Besuch des Museums, dann sprach sie einige Schlussworte. Es sei wichtig, die Erinnerung an die Zeiten aufrecht zu erhalten, die Jugendliche heute nicht mehr kennen. Für sie seien Rede- und Meinungsfreiheit in einer Demokratie selbstverständlich und sie können sich nicht vorstellen, dass Menschen in der DDR dafür ihre Freiheit und sogar ihr Leben riskierten. "Gut, dass das vorbei ist", sagte Aigner. Bürgermeister Helbling verabschiedete sich von der Landtagspräsidentin mit regionalen Produkten, Friedrich überreichte DVDs und das neue Grabfeld-Buch "Bildschöne Heimat".

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