Mellrichstadt

Allianzen: Neues Förderpaket für die regionale Entwicklung

Mit dem Regionalbudget fließen erstmals Gelder für Kleinprojekte in ländliche Gemeinden.
Mit dem Regionalbudget fließen erstmals Gelder für Kleinprojekte in ländliche Gemeinden. Foto: Patrick Pleul/dpa

So geht „konzertierte Aktion“, die unter allen Beteiligten sorgfältig abgestimmt und geplant ist. Genau das trifft auf die vier Allianzen im Landkreis Rhön-Grabfeld zu: Beim Thema Regionalbudget, das erstmals Gelder für Kleinprojekte in ländliche Gemeinden fließen lässt, haben Nes-Allianz, Streutalallianz, Allianz Fränkischer Grabfeldgau und Kreuzbergallianz an einem Strang gezogen. Und dieses Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit, die funktioniert, war erfolgreich.

Das kann man bei der Summe, die dabei im Spiel ist, ruhig sagen. Denn aus dem Topf Regionalbudget werden 100 000 Euro (abzüglich zehn Prozent Eigenanteil) ausgeschüttet. Und nicht nur im Jahr 2020, auch in den drei Folgejahren wird dieses Förderprogramm weiter aufgelegt, wie zu hören war.

Förderanfragen einreichen

Grund genug für die Allianzsprecher und Allianzmanager, der Einladung von Bürgermeister Martin Link, Vorsitzender der Streutalallianz, zu folgen und im VG-Sitzungssaal in Mellrichstadt über das Thema Regionalbudget ausführlich zu informieren. Der gemeinsame Auftritt von Georg Straub als Vorsitzender der NES-Allianz, begleitet von Allianzmanager Johannes Wolf, von Martin Link mit Managerin Gertraud Kokula an der Seite, von Jürgen Heusinger als Vorsitzender der Allianz Fränkischer Grabfeldgau zusammen mit Managerin Silvia Schmitt sowie Bürgermeister Georg Seiffert in der Funktion als Vorsitzender der Kreuzbergallianz war zudem bestens geeignet, dieses Förderpaket unter die Leute zu bringen und die Idee für Kleinprojekte anzukurbeln. Sprich dazu aufzurufen, entsprechende Förderanfragen einzureichen.

Genannt wurde hier beispielsweise der Sportverein, der einen Spielplatz auf seinem Gelände anlegen will, oder der Hausbesitzer, der ein historisches Hoftor erneuern muss. Wer ein Projekt in der Schublade hat, jetzt handelt und seine Förderanfrage stellt, dem steht kein bürokratischer Hürdenlauf – geschweige denn Ämtergang – bevor. Egal, ob es nun Privatleute, Vereine und Verbände oder auch Kommunen betrifft. Bei den Anträgen sind in erster Linie der Kosten- wie auch der Zeitplan wichtig, daneben wird noch das Förderobjekt samt Beschreibungen abgefragt.

Die Auswahl der Kleinprojekte, deren Zuwendungsbedarf unter 1000 Euro nicht gefördert werden, erfolgt durch ein Entscheidungsgremium, das sich aus Vertretern regionaler Akteure zusammensetzt. Ein Anspruch, dass eine Zuwendung gewährt wird, besteht nicht. Diese Fördermittel sind freilich nicht auf Dritte übertragbar.

Abgabefristen sind gestaffelt

Zugegeben, die Anlaufphase, um die Förderanträge beim jeweiligen Allianz-Management einzureichen, ist heuer im ersten Jahr sehr kurzfristig. Außerdem ist die Abgabefrist unter den Vieren unterschiedlich gestaffelt: Für die NES-Allianz steht der 10. März 2020 fest, für die Allianz Fränkischer Grabfeldgau gilt der 15. März 2020 als Stichtag, für die Streutalallianz der 22. März 2020 und für die Kreuzbergallianz der 27. März 2020. Spätester Termin der Abrechnung mit der verantwortlichen Stelle des ILE-Zusammenschlusses (Vorlage des Projektnachweises) ist der 1. Oktober 2020.

Die Premiere einer konzertierten Aktion für vier Allianzgebiete im Landkreis Rhön-Grabfeld ging im VG-Sitzungssaal in Mellrichstadt über die Bühne: Der neue Fördertopf Regionalbudget für Kleinprojekte hat die Allianzverantwortlichen zusammengeführt. Im Bild (von links) die Bürgermeister Georg Seiffert, Jürgen Heusinger und Martin Link, die Allianzmanagerinnen Silvia Schmitt und Gertraud Kokula sowie Bürgermeister Georg Straub und Allianzmanager Johannes Wolf.
Die Premiere einer konzertierten Aktion für vier Allianzgebiete im Landkreis Rhön-Grabfeld ging im VG-Sitzungssaal in Mellrichstadt über die Bühne: Der neue Fördertopf Regionalbudget für Kleinprojekte hat die Allianzverantwortlichen zusammengeführt. Im Bild (von links) die Bürgermeister Georg Seiffert, Jürgen Heusinger und Martin Link, die Allianzmanagerinnen Silvia Schmitt und Gertraud Kokula sowie Bürgermeister Georg Straub und Allianzmanager Johannes Wolf. Foto: Georg Stock

Dass trotz engem Zeitfenster die Zuwendungsbescheide, die die Regionalbudgets für Kleinprojekte öffnen, bereits eingetroffen sind, zeuge von der guten Arbeit im Allianzmanagement, sparten die Bürgermeister nicht mit Lob. Sie gaben aber zu bedenken, dass „das Geld, das nicht ausgeschöpft wird, an das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zurück geht“.

Bei der Kreuzbergallianz warten die Verantwortlichen noch auf den Eingang des Zuwendungsbescheids vom Amt für Ländliche Entwicklung, um das Regionalbudget für Kleinprojekte aufzulegen. Solange sie aber den Bescheid nicht in Händen haben, darf auch noch kein offizieller Projektaufruf gestartet werden, macht Allianzvorsitzender und Bürgermeister Seiffert deutlich.  Erst nach Eingang des Zuwendungsbescheids sei dies möglich, dann wird der offizielle Projektaufruf für das Gebiet der Kreuzbergallianz auf der Homepage www.kreuzbergallianz.de veröffentlicht. Im Internet können dann die Anträge heruntergeladen und bis 27. März 2020 bei der jeweiligen Gemeinde eingereicht werden.

Antragsformulare im Internet
Das erforderliche Antragsformular und das Merkblatt mit ergänzenden Hinweisen stehen im Internet-Förderwegweiser des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) unter http://www.stmelf.bayern.de/foederwegweiser (Link: Ländliche Entwicklung - Regionalbudget) zur Verfügung.
Weitere Internet-Hinweise: 
NES-Allianz unter https://www.nes-allianz.de
Streutalallianz unter https://streutalallianz.de
Allianz Fränkischer Grabfeldgau unter www.allianz-grabfeldgau.de

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