Bastheim

Anja Seufert: "Wir haben eine familienfreundliche Gemeinde"

Bürgermeister-Kandidatin Anja Seufert (Mitte) im Gespräch mit Bewerbern um einen Sitz im künftigen Bastheimer Gemeinderat.
Bürgermeister-Kandidatin Anja Seufert (Mitte) im Gespräch mit Bewerbern um einen Sitz im künftigen Bastheimer Gemeinderat. Foto: Klaus-Dieter Hahn

"Ich bin fit und gesund. Ich weiß, was ich in den vergangenen zwölf Jahren geleistet habe und was ich in Zukunft noch leisten möchte." So wie sich Bürgermeisterin Anja Seufert bei ihrer Wahlveranstaltung in ihrem Wohnort Bastheim präsentierte, möchte sie auch ihre nächste, die dann dritte Amtsperiode angehen: Voller Energie und Tatendrang.

Im fast vollständig besetzten Gemeindesaal des Bastheimer Rathaus konnten sich die Dorfbewohner davon selbst überzeugen. Eine Dreiviertelstunde lang stellte sich die Bürgermeister-Kandidatin des CSU-Ortsverbandes vor, berichtete über ihre gesundheitlichen Nackenschläge und die vielen Projekte, die in den vergangenen zwölf Amtsjahren durchgeführt wurden, aktuell ausgeführt werden und in den kommenden Jahren  zur Realisierung noch anstehen. Bevor jedoch der Blick in Richtung Kommunalwahlen gerichtet wurde, hieß es erst einmal für eine traurige Nachricht innezuhalten. Bürgermeisterin Anja Seufert bat um ein stilles Memento zu Ehren des am Wochenende verstorbenen langjährigen CSU-Ortsverbandsvorsitzenden und 2. Bürgermeisters Franz Juli.

Generationswechsel im Ratsgremium

Nach der Gedenkminute erhielten die anwesenden Gemeinderatskandidaten Gelegenheit, sich den Bürgern vorzustellen. Dabei wurde deutlich, dass ein Generationswechsel im Ratsgremium ansteht. Mit ihrer Lebenserfahrung, mit besonderem Engagement für die Frauen, für die Familien und Senioren in der Gemeinde sowie mit vielen Ideen wollen sich die neuen Bewerber wie auch die "alten Hasen" in die Ratsarbeit einbringen. Natürlich bekamen auch die anwesenden Kreistagskandidaten – darunter auch ein Bewerber von den Grünen – Sprechzeit, um sich den Bastheimern kurz zu präsentieren und um Stimmen zu werben.

Anja Seufert, die CSU-Bewerberin um den Bürgermeister-Sessel im Bastheimer Rathaus, erläuterte zunächst das Wahlverfahren, bevor sie offensiv auf ihre letztjährige längere Erkrankung zu sprechen kam, die nicht, wie sie ausdrücklich betonte, "im Job" ihre Ursache hatte. "Die Therapie und die Ruhe haben mir sehr gut getan. So gut, wie danach, habe ich mich noch nie gefühlt", freute sie sich. Dass sie so lange mit der Bekanntgabe ihrer Kandidatur gewartet habe, begründete sie mit der anfangs doch sehr zähen Suche nach Bewerbern für den Gemeinderat.

Eine familienfreundliche Gemeinde

Ausführlich ging sie auf die Höhepunkte und Erfolge der gemeindlichen Arbeit seit 2008 ein. "Wir haben eine total familienfreundliche Gemeinde", hob sie hervor und verwies zur Begründung auf die sehr nachgefragte Kinderkrippe mit ihren 18 Kindern im umgebauten Bastheimer Kindergarten, den beiden Regelkindergärten in Bastheim und Reyersbach, die attraktive Grundschule Besengau (75 Schulkinder), die mit digitalen Unterrichtsmitteln ausgestattet wird und den ebenfalls sehr gut besuchten Schülerhort.

Mit den Umgestaltungen der Friedhöfe, der verbesserten Breitbandversorgung, den ausgeführten Sanierungsmaßnahmen bei der eigenen Trinkwasserversorgung, den energetisch sanierten Gebäuden (Turnhalle, Rathaus, alte Schule Unterwaldbehrungen, Mauritiushaus Reyersbach), der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, der Ausweisung von neuen Bauplätzen in Braidbach, Bastheim, Wechterswinkel und Reyersbach, der aktuellen Waldflurbereinigung und dem ab 11. Mai verbesserten Mobilfunkempfang sei die Gemeinde gut aufgestellt. Außerdem verwies sie auf die bestens ausgestatteten Feuerwehren, die Vorzüge der Streutalallianz, die gelungene Dorfchronik sowie auf das letztjährige Erfolgsmodell "Dorfladen".

Schritt für Schritt vorankommen

Nun stünden als nächste Aufgabe der VG-Anschluss an, der wegen der immer anspruchsvoller werdenden Verwaltungsaufgaben und der mangelnden "Manpower" notwendig wäre. Außerdem sei für die "dringend notwendige Gestaltung des Bastheimer Altortes mit der Dorferneuerung Rettung in Sicht." Für die Zukunft wünsche sie sich unter anderem Investoren für den Bau von kleinen Wohnungen sowie für seniorenbetreutes Wohnen, weitere engagierte Gemeinschaftsprojekte und den Verzicht aufs Kirchturmdenken. "Es waren gute zwölf Jahre. Wir sind eine finanzschwache Gemeinde, die deshalb nur langsam Schritt für Schritt vorankommt. Mir macht es unheimlich viel Spaß, die Gemeinde in Schritten voranzubringen."

Zum Ende der Veranstaltung brach das scheidende Ratsmitglied Dr. Frank Scheuerer noch eine Lanze für die amtierende Bürgermeisterin, deren Kompetenz, ihre sehr gute Vernetzung und die gegenseitige Wertschätzung er herausstellte.

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