RHÖN

Anlehnung an den Bayerntrend

Als er am Sonntag die ersten Hochrechnungen verfolgte, gab es für die CSU „hoffnungsvolle Prognosen“, sagte CSU-Kandidat Sandro Kirchner. Erwartet habe er daher schon, dass die Bayern-CSU am Ende wieder zulegt. Überrascht sei er aber doch ein bisschen gewesen, als für die CSU sogar die „absolute Mehrheit“ verkündet wurde. Aber das Auftreten der Partei in der Vergangenheit sei so überzeugend gewesen, dass ihn ein solches Ergebnis nicht verwunderte.

54,41 Prozent der Erststimmen für seine Person fand Kirchner erfreulich. Dennoch habe er „kein bestimmtes Ergebnis“ erwartet. Da er sich zum ersten Mal zur Wahl stellte, sei es ihm in erster Linie darum gegangen, überhaupt etliche Stimmen einzufahren. Dass er Robert Kiesels Ergebnis von 2008 (49,11 Prozent) übertroffen habe, wollte Kirchner nicht so stehen lassen. Kiesel habe damals unter dem Vorzeichen einer allgemein vorherrschenden Anti-CSU-Stimmung so abgeschnitten. Inzwischen seien die Karten für die Christsozialen neu gemischt worden. Das Zweitstimmen-Ergebnis der CSU von 59 Prozent fand Kirchner „sehr gut“. Damit lehne man sich an den Bayerntrend an.

SPD-Kandidat Robert Römmelt hatte sich auf Landesebene „wieder eine Zwanzig vor dem Komma“ gewünscht und wurde nicht enttäuscht. Mit 19,11 Prozent fuhr er selbst ein sehr gutes Erststimmenergebnis ein. „Stolz“ ist der Bürgermeister dabei vor allem auf „seine Riedenberger“, die ihm bei den Erststimmen 66 Prozent gaben. Aber auch aus dem Altlandkreis Bad Brückenau flogen ihm Stimmen zu, worüber er sich sehr freute.

Von den 8,5 Prozent auf Landesebene war Freie-Wähler-Kandidat Reimar Glückler „enttäuscht“, er hätte sich eine zweistellige Zahl gewünscht. Mit seinem Erststimmen–Ergebnis liegt er im Bayerntrend und ist deshalb ganz zufrieden, wie er sagte. Das Zweitstimmen-Ergebnis habe ihn ernüchtert. Ihm sei wieder bewusst geworden, wenn man als Partei nicht kommunalpolitisch vor Ort verankert ist, stehen die Chancen gewählt zu werden schlechter.

Hans-Joachim Hofstetter (FDP) ist die Enttäuschung über das schlechte Abschneiden der FDP in Bayern am Telefon anzuhören. Die Partei habe fünf Jahre sehr gute Arbeit im Landtag geleistet. Dass jetzt nur die CSU davon profitiert, findet er bedauerlich. Erwartet habe er sich beim Erststimmen-Ergebnis nicht viel. Den Wahlkampf mal mitzumachen, sei jedoch „sehr interessant“ gewesen.

Bei den Erststimmen hätte sich Eva Pumpurs (Die Grünen) „mehr gewünscht“, aber in einem CSU-geprägten Stimmkreis sei wohl nicht mehr zu erwarten. Dass die Grünen auf Landesebene ein Prozent einbüßten, versteht sie nicht, denn ihrer Ansicht nach habe man „solide Arbeit“ gemacht.

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