UNSLEBEN

Archaisch anmutende Viehhaltung macht Bauern glücklich

In der Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld ist Viehhaltung ein wichtiges Thema.FOTO: Eckhard Heise
In der Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld ist Viehhaltung ein wichtiges Thema.FOTO: Eckhard Heise

Nach der Ernennung zur „Öko-Modellregion“ im Mai 2015 sind im Landkreis Rhön-Grabfeld die unterschiedlichsten Initiativen angelaufen, die das Prädikat mit Leben erfüllen sollen.

Meist spielen sich die Aktivitäten in einem kleineren Kreis ab, sodass das Thema gewöhnlich nicht eine breite Öffentlichkeit erreicht. Auch die sogenannten „Umstellertage“ wenden sich an eine beschränkte Zahl von Betroffenen, bilden aber einen größeren Mosaikstein zur Belebung der ökologischen Landwirtschaft.

Nach der Auftaktveranstaltung im November wandte sich der zweite Teil nun speziell an Viehhalter, die bereits auf ökologische Methoden umgestellt haben oder auf dem Wege dazu sind. Wie schon zur Premiere, oblag die Organisation bei Ökomodellregion-Manager Kai Schmidt, der die Vorträge mit dem Bauernverband und zahlreichen Partnern vorbereitet und Referenten engagiert. Mit etwa 20 Teilnehmern fiel diesmal die Resonanz etwas niedriger aus, was Schmidt allerdings nicht wundert, da diesmal eine ganz bestimmte Klientel angesprochen wurde, die in der hiesigen Landwirtschaft ohnehin eine Minderheit bildet.

Die Vorträge sind so aufgebaut, dass sie eine Mischung aus Theorie und Praxis bilden. Mario Hümpfner machte den Einstieg mit dem Thema „Erfolgreiche Mutterkuhhaltung und Rindermast“. Er führte verschiedene Beispiele von Haltungsmethoden vor und beschrieb dabei einen Hof, der auf eine recht archaisch anmutende Weise den wenigen Tieren möglichst viel Freiraum bietet. „Bei ihnen hat das Auto auf dem Hof keinen Stern auf der Motorhaube, aber die Leute sind glücklich“, versicherte Hümpfner.

Aus der Praxis kam der zweite Referent. Milchviehhalter Markus Hartmann aus Frauenroth beschrieb die Probleme, aber auch die Erfolge der Milchvermarktung. Stefan Hohmann aus Hilders schilderte seine Erfahrungen mit der Vermarktung von Bio-Rindfleisch.

Der nächste Seminartag im Unslebener Gasthaus Krone Schenke ist am 11. Februar. Dann geht es um das Thema „Umstellung und Markt“. Beschrieben werden unter anderem der Fahrplan für eine Umstellung und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

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