AUBSTADT

Aubstadt investiert in den Tiefbau

Haushalt verabschiedet: Aubstadt, hier das Rathaus mit Wehrturm und Kirchturm, investiert in den Untergrund und in den Hochbau, der Wehrturm wird renoviert. Foto: Regina Vossenkaul

Der Haushaltsplan 2018 stand im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung am Freitag in Aubstadt. Kämmerer Hans-Bernd Bader blickte auf die erfreuliche Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen und die Bildung von Rücklagen für die kommenden hohen Tiefbau-Ausgaben zurück. Da noch einige Buchungen fehlen, konnte nur ein vorläufiges Rechnungsergebnis 2017 betrachtet werden.

Weiterhin schuldenfrei ist die Gemeinde, erhält deshalb 2018 keine Schlüsselzuweisungen und plant einen Verwaltungshaushalt in Höhe von 2 243 810 Euro, wobei in den Einnahmen 2017 rund 1,9 Millionen Euro Gewerbeertragssteuer ins Auge fallen, statt der zunächst erwarteten 600 000 Euro.

Erwartungen nicht zu hoch schrauben

Für 2018 will der Kämmerer die Erwartungen jedoch nicht zu hoch schrauben und setzt erneut 600 000 Euro ein, es könnten noch Rückforderungen aus 2017 kommen, erklärte er. Anteile an der Einkommenssteuer werden in Höhe von 315 000 Euro erwartet, eingeplant ist eine Zuführung vom Vermögens- in den Verwaltungshaushalt in Höhe von 691 490 Euro.

Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushalts sind die größten Posten die Personalausgaben (444 055 Euro, davon Kindergarten 228 000 Euro), die Kreisumlage (800 000 Euro), die Gewerbesteuerumlage (400 000 Euro) die VG-Umlage (132 000 Euro) und der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand (375 100 Euro).

Vermögenshaushalt

Der Vermögenshaushalt 2018 finanziert sich hauptsächlich durch die Entnahme aus den Rücklagen (rund 2 Millionen Euro) und Investitionszuweisungen (195 500 Euro), das Gesamtvolumen liegt bei 2 243 577 Euro. Auf der Ausgabenseite sind die eventuellen Investitionen berücksichtigt, vor allem Tiefbaumaßnahmen (Kanal- und Fremdwassersanierung) in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro und einige Hochbaumaßnahmen wie die Sanierung des Wehrturms (50 000 Euro). Der Plan wurde als Satzung erlassen und tritt rückwirkend ab 1. Januar in Kraft.

Moniert wurde seitens des zweiten Bürgermeisters Reinhard Köhler, dass der Haushalt nicht mit verlässlichen Zahlen aufgestellt werden kann und dass die Gemeinden staatliche Entscheidungen mitfinanzieren müssen. Konkret geht es um die räumliche Trennung der Grundschule (Träger Stadt Bad Königshofen) und der Mittelschule (Träger Schulverband). Sobald der Auszug der Grundschule vollzogen ist, muss die Mittelschule renoviert und umgestaltet werden, die Gemeinden müssen anteilig mitfinanzieren. Da müsste es staatlicherseits einen Ausgleich geben, so Köhler.

Zuschüsse für Vereine

Beschlossen wurde dem Gesangverein „Eintracht Aubstadt“ einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro zu gewähren. Aubstadt hatte keine jüdische Gemeinde, sie beteiligt sich trotzdem einmalig mit 500 Euro an dem Erinnerungsprojekt von „DenkOrt Aumühle“ in Würzburg.

Der Seniorenclub erhält jährlich für die Ausrichtung des Seniorentags 150 Euro, Fritz Müller bekommt für den Christbaum-Strom 70 Euro, die Aubstädter Musikanten und der Gesangverein Aubstadt für die Mitgestaltung des Volkstrauertags je 150 Euro und der „Container Abscht“ für die Brauchtumspflege an Silvester 150 Euro. Zugestimmt wurde außerdem der Umbenennung der Ortsstraße Flur-Nummer 2194 in „Schulstraße“, vorher hieß sie „Dorfstraße“.

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