BAD NEUSTADT

Auch LTE schafft keine Vollversorgung

(top) Die technische Entwicklung bei der Versorgung mit schnellem Internet schreitet ständig voran. Daher empfahl Wirtschaftsförderer Jörg Geier vom Landratsamt am Rande der Sitzung des Kreisverbands des Gemeindetags jedem, der ein Haus baut oder saniert, ein Leerrohr für Glasfaser bis an die Grundstücksgrenze zu legen. In der Zukunft würden die Telekom oder andere Anbieter wohl die leistungsfähigen Glasfasern bis ins Haus hinein verlegen, was dann ganz neue Möglichkeiten eröffne. Entsprechend besprachen die Gemeindevertreter mit den Telekommitarbeitern bei der Sitzung auch, die Vorgehensweise bei der Verlegung entsprechender Leerrohre bei Straßenarbeiten.

Zeitlich sehr viel aktueller ist die Einführung einer anderen Technik, nämlich der Funktechnik LTE, über die die Region und damit auch Gemeinden oder Ortsteile, die nicht über Glasfaser erschlossen werden, mit einer schnellen Internetanbindung versorgt werden sollen. Und das unabhängig von der Glasfasererschließung im Kreis.

Hier sind derzeit mehrere Anbieter dabei, im Landkreis ein Netz aufzubauen. Wie Karin Ehrhardt von der Telekom erläuterte, plant ihre Firma aktuell, elf entsprechende Funkmasten aufzustellen. Sie sollen spätestens im dritten Quartal 2012 den Betrieb aufnehmen. Etwa zehn Kilometer um jeden der Masten werde das neue Angebot vermarktet. Damit würde der Landkreis aber nicht komplett abgedeckt, räumte sie ein.

Wo die Bereiche sind, die dann noch nicht mit schnellem Internet versorgt werden, ist nicht ganz klar. Hier kommt es entscheidend auf die jeweils örtlichen Gegebenheiten an, erläuterte Ehrhardt. Eine 100-prozentige Versorgung werde es wohl nicht geben. Man werde aber sich in den nächsten Wochen zusammensetzen und daran arbeiten, die Flächen zu minimieren, die von LTE nicht erreicht werden, kündigte Birgit Erb, die Kreisvorsitzende des Gemeindetags, an. Dann seien aber neue Standortorte für die Funkmasten nötig. In etwa acht Wochen werde darüber informiert, wo genau die problematischen Bereiche liegen.

Wie Geier und Erb erläuterten, gibt es – unabhängig vom derzeitigen Verfahren – natürlich eine weitere Möglichkeit, Orte mit schnellem Internet zu versorgen. Manche Gemeinden – vor allem solche, die ihren Zuschussrahmen noch nicht völlig aufgebraucht haben – hätten Ausschreibungsverfahren gestartet, weitere Ortsteile, ans Glasfasernetz anzuschließen. Ob auch gebaut werde, liege dann im Ermessen des jeweiligen Gemeinderats.

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