Brendlorenzen

Auch in Brendlorenzen ist der Verkehr das wichtigste Thema

Baustelle und kein Ende. Die vollständige Sanierung der Hauptstraße in Brendlorenzen wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Foto: Stefan Kritzer

Zu viele Autos, zu viel Verkehr und zu schnelles Fahren. Die Wortmeldungen in der Bürgerversammlung drehten sich im Wesentlichen um das Thema Autoverkehr in Brendlorenzen. Zwar soll mit der Sanierung der Hauptstraße alles besser werden, doch bis diese komplett fertig ist, werden wohl noch etliche Jahre vergehen. Bruno Altrichter verzeichnete bei der diesjährigen Versammlung eine Reihe von Anregungen aus der Bürgerschaft. Zuvor hatte der Bürgermeister einen umfangreichen Einblick in die gegenwärtigen Projekte der Stadt und deren Entwicklung gegeben.

Verkehr grenzt für manchen an "Irrsinn"

Brendlorenzen ist und bleibt der größte Stadtteil von Bad Neustadt. Aktuell wohnen 4234 Bürgerinnen und Bürger auf beiden Seiten der Hauptstraße. Doch genau die ist immer wieder Kern des Anstoßes, weil gefühlt immer mehr Autos immer schneller auf der Hauptstraße unterwegs sind. In der gut besuchten Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus nahm Bruno Altrichter die Bedenken wegen des hohen Verkehrsaufkommens entgegen, eine Bürgerin bezeichnete dieses schlicht als "Irrsinn".

Zuvor hatte Altrichter die Entwicklung der Stadt skizziert. Bezüglich Brendlorenzen nannte der Bürgermeister unter anderem den neuen Hochbehälter als zukunftsweisendes Projekt für die Trinkwasserversorgung der Stadt. In den kommenden Jahren wird der Stadtteil noch größer, da weitere Bereiche des Baugebiets "Westlich des Lebenhaner Weges" für Neubauprojekte erschlossen werden. Neu und hochmodern ist die Beleuchtungsanlage vom Taubenmühlweg bis "In den Hofwiesen". Hier kommen LED-Straßenlaternen zum Einsatz, die per Bewegungsmelder gesteuert sind und sich nur dann einschalten, wenn Fußgänger oder Radfahrer in diesem Bereich unterwegs sind. Ärgerlich nannte Altrichter den "schleichenden Kabelschaden" an der Beleuchtung in einigen Straßen. Nach der Ursache wird noch gefahndet, um sie dann schnellstmöglich zu beheben.

Der Kreisverkehr soll im kommenden Jahr fertig sein

Das Thema Bauarbeiten in der Hauptstraße wird die Bürgerinnen und Bürger in Brendlorenzen noch einige Jahre beschäftigen. Derzeit werden die Kreisstraße NES 8 und NES 55 und ein neuer Kreisverkehr am nordwestlichen Stadtteileingang neu gestaltet. "Das bedeutet für die Anwohner zum Teil massive Einschränkungen", so der Bürgermeister. Der Kreisverkehr und der erste zu sanierende Bereich der Hauptstraße sollen im kommenden Jahr fertig gestellt werden. Doch das ist erst der Auftakt. Bis die Hauptstraße bis zur BayWa-, oder neuer Jopp-Kreuzung, komplett abschnittsweise saniert sein wird, werden laut Auskunft des Bürgermeisters mindestens weitere sechs bis acht Jahre vergehen. "Das dauert einfach so lange", sagte Bruno Altrichter.

Alten Brunnen entdeckt

Im Zuge der bisherigen Bauarbeiten ist in der sogenannten "Langen Gasse" ein alter, fast vergessener Brunnenschacht entdeckt worden. Wie Wolfgang Schmitt in einer Wortmeldung bemerkte, ist dieser in vorzüglicher Art und Weise aus Bruchsteinen gemauert und 15 Meter tief. Schmitt regte an, den Brunnen nicht einfach wieder zuzudecken, sondern ihn ins Straßenbild zu integrieren. Mit einer darüber liegenden Glasplatte zum Beispiel. Der Bürgermeister sicherte zu, den Brunnen, der wohl in den frühen 1960er Jahren zugedeckt wurde, in die Planungen für diesen Straßenbereich miteinzubeziehen. Auch wenn dieser für die Wasserversorgung von Brendlorenzen heute freilich keine Rolle mehr spielt. Zudem, so Wolfgang Schmitt, dürfte wohl auch im Bereich der Linde an der Hauptstraße ein früherer Brunnen auftauchen. Auch dieser sollte dann in den Planungen berücksichtigt werden.

Alfons Nothhelfer bezeichnete die Straßenzustände vor allem in der Bündstraße als "katastrophal" für die Benutzung mit Fahrrädern oder Rollstühlen. Eine Zustandsbeschreibung die Altrichter aber nicht gelten lassen wollte. Fahrbahnen wie Fußgängerwege seien in Ordnung. Auch könne die Stadt nicht jede Straße in Bestzustand versetzen, das sei schlicht nicht machbar.

Radfahrer müssen künftig schieben

Der ehemalige Karmeliterhof wurde durch einen Neubau ersetzt. Stehen geblieben ist eine Wand, die noch mit einem "Kunstwerk" aus dem ehemaligen griechischen Restaurant sowie Fließen aus der Küche versehen ist. Diese Wand wird die Stadt in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzen. Als Ausgleich muss die Stadt die Wegeführung um den Neubau nicht bezahlen. Diese führt nach wie vor über Privatgrund und wird vom Investor gebaut. Dieser Weg von der Hauptstraße in die Bünd weist nach Fertigstellung zwei rechtwinklige Kurven auf und soll nur für Fußgänger freigegeben werden. Radfahrer müssen schieben.

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