Hohenroth

Aus Windshäuser Gärtnerei wird neue Wohnanlage

Die alte Gärtnerei in Windshausen gibt es schon sein einiger Zeit nicht mehr. Jetzt will dort die Firma ADITES aus Bad Neustadt eine Wohnanlage errichten.
Die alte Gärtnerei in Windshausen gibt es schon sein einiger Zeit nicht mehr. Jetzt will dort die Firma ADITES aus Bad Neustadt eine Wohnanlage errichten. Foto: Erwin Kruczek

Die Sitzung des Gemeinderats von Hohenroth fand im Bürgerhaus statt. Somit konnte der vorgeschriebene Abstand zwischen den Räten gewährleistet werden. Zu Beginn informierte Bürgermeister Georg Straub über die aktuelle Versorgungslage in der Gemeinde. Seitens der Schule und der Kindertagesstätten (Hohenroth und Windshausen) ist die Notbetreuung gewährleistet. Die Bauhofgemeinschaft befindet sich derzeit in einem Notbetrieb mit reduziertem Personal sowie Personal in Reserve. Die wichtigen Ver- und Entsorgungseinrichtungen (Wasser, Kanal) können ohne Einschränkung betreut werden.

Die alte Gärtnerei in Windshausen gibt es nicht mehr. Die Gebäude wurden abgerissen, das Grundstück liegt brach. Die Firma ADITES aus Bad Neustadt möchte auf diesem Grundstück eine Wohnanlage errichten und vermarkten. Da der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan dort eine Erwerbsgärtnerei darstellt, müssen beide geändert werden. Für die Ausarbeitung des Bebauungsplanes wurde das Planungsbüro Raumplan 3 aus Heustreu von der Firma ADITES beauftragt. Die Aufstellung wird im beschleunigten Verfahren durchgeführt.

Zwei Stellplätze pro Wohneinheit sind nötig

Nach eingehender Beratung einigte sich der Gemeinderat darauf noch folgende Festsetzungen in den Bebauungsplan mit aufzunehmen. Um die Sicht auf den Verkehr zu gewährleisten, wird entlang der öffentlichen Verkehrsflächen die maximal zulässige Höhe von Einfriedungen auf einen Meter festgelegt. Sie dürfen keine geschlossene Fläche aufweisen. Im Bereich der Doppelhäuser mit dem fehlenden Stauraum von fünf Metern sind nur Carports in offener Bauweise zulässig. Pro Wohneinheit sind zwei Stellplätze nachzuweisen. Schottergärten sind nur bis zu einer Größe von zehn Quadratmetern zulässig.

Im Rahmen eines allgemeinen Hinweises wird empfohlen, eine Zisterne für die Regenwassergewinnung zu errichten. Mit zwei Gegenstimmen wurde die Aufstellung des Bebauungsplanes "Alte Gärtnerei" mit Änderung des Flächennutzungsplan im beschleunigten Verfahren beschlossen. Der Bebauungsplan erhielt mit einer Gegenstimme und den vorgenannten Ergänzungen die Zustimmung.

Gemeinderäte stimmen der Annahme von Spenden zu

Die Gemeinde Hohenroth erhielt in den letzten fünf Jahren Stabilisierungshilfe in Höhe von 4,05 Millionen Euro. Die Gemeinde Hohenroth hat weiterhin strukturelle und finanzielle Probleme. Nun war sich das Gremium einig, einen Antrag auf Stabilisierungshilfe im Jahr 2020 mit einer Gesamtsumme von rund 1,5 Millionen Euro zu stellen.

Das Bayerische Staatsministerium des Innern hat Empfehlungen für den Umgang mit Spenden erarbeitet. Diese müssen dokumentiert werden. Für Hohenroth erledigt dies die Kasse der Verwaltungsgemeinschaft. Über die Annahme muss der Gemeinderat befinden. So stimmte das Gremium Spenden in Höhe von 6059,06 Euro für das Jahr 2019 zu.

Neuer Trauort in Hohenroth

Die Gemeinde Hohenroth unterstützt ihre Vereine durch die Erstattung anteiliger Wasser und Kanalgebühren, so auch dieses Jahr zum letzten Mal im bewährten Modus, denn es werden ab 2020 neue Regeln einführt. Die Katholische Kirchenstiftung Hohenroth stellte einen Antrag auf Übernahme von Wasser- und Kanalgebühren zur Bewässerung des Markusgartens in Höhe von 439,18 Euro. Das Gremium stimmte zu.

Um an einem Ort eine Trauung abhalten zu können, muss dieser gewidmet werden. Zu den bisherigen Örtlichkeiten wird nun noch das Sitzungszimmer im neuen Rathaus Hohenroth auf einstimmigen Beschluss für standesamtliche Trauungen genutzt werden können.

Estricharbeiten wurden teurer

Aus nicht öffentlichen Sitzungen teilte Bürgermeister Georg Straub mit, dass  der Jahresauftrag Kanal und Wasser 2020/21 an die SST Straßen- und Tiefbau erteilt wird. Ferner wurde dem Nachtrag zur energetischen Sanierung des Bürgerhauses in Höhe von 2300 Euro für die Firma Johannes Burger (Steinach) zugestimmt. Die Wandfliesen für das Feuerwehrhaus wurden von der Firma Fritzges (Bastheim) verlegt. Hier betrug der Nachtrag 7000 Euro. Auch die Bodenfliesen derselben Firma verlangten einen Nachtrag von 7800 Euro.

Für das neue Rathaus musste die Akustikdecke im Ratssaal ergänzt werden. Die Firma Katzmann erhielt hierfür zusätzlich 1100 Euro. Auch die Estricharbeiten wurden teurer, wobei hier die Dämmung wegen Bodenunebenheiten verstärkt werden musste, was Mehrkosten in Höhe von 1700 Euro verursachte.

Gemeinde beteiligt sich an bestehendem Hilfsprojekt

Aufgrund der Dringlichkeit wurden die Arbeiten an der Rampe und Pflasterarbeiten am neuen Rathaus an die Firma Walter Straub Hohenroth in Höhe von 30 000 Euro vergeben. Ein Nachtrag wurde zudem bei den Schreinerarbeiten im Bürgerhaus notwendig. Dafür wurden 4700 Euro bei der Schreinerei Holz in Form Michael Heusinger fällig.

Bürgermeister Georg Straub und dritter Bürgermeister Christof Herbert sprachen die Organisation von Hilfeleistungen an. Eine Initiative des Pfarrgemeinderats Windshausen und des Vereins Miteinander für ganz Hohenroth wurde bereits auf den Weg gebracht. Nach reger Diskussion waren sich alle einig, dass die Gemeinde sich in das bestehende Konzept einklinken und die Aktivitäten im gesamten Gemeindegebiet koordinieren wird. Straub kündigte einen Termin mit den Beteiligten und eine zeitnahe Umsetzung an.

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