OSTHEIM

Ausstellung „Federleicht und Abgedreht“ trifft den Nerv

Unter dem Motto „Federleicht und Abgedreht” stellen Angelika Mangold (links) und Ulrich Zühlke (rechts) ihre Werke in der Ostheimer Kirchhofschule aus. Am Sonntag verrieten sie den Besuchern gerne etwas mehr über ihre Werke.
Unter dem Motto „Federleicht und Abgedreht” stellen Angelika Mangold (links) und Ulrich Zühlke (rechts) ihre Werke in der Ostheimer Kirchhofschule aus. Am Sonntag verrieten sie den Besuchern gerne etwas mehr über ihre Werke. Foto: Tanja Heier

Längst präsentiert sich die Ausstellung unter dem Motto „Federleicht und Abgedreht“ in den Räumen der Ostheimer Kirchhofschule nicht mehr so wie zur Eröffnung im Mai. Das liegt daran, dass die beiden Künstler Angelika Mangold (Niederlauer) und Ulrich Zühlke (Aubstadt) bereits etliche ihrer Unikate verkauft haben. Natürlich werden die Lücken stets mit neuen Objekten gefüllt. Rund 100 Gäste im Monat zählte der Verein „Freunde der Kirchenburg“ bislang. Auch wenn man damit nicht die ganz großen Räder drehe, sei man zufrieden, lautet das Resümee der Verantwortlichen. Maßgeblich am Erfolg des Sommerprojektes beteiligt ist Ingrid Schmidt. Sie war es auch, die am Sonntagnachmittag zum Künstlergespräch vor Ort eingeladen hatte.

Voll Begeisterung führten Angelika Mangold und Ulrich Zühlke durch die Räume. Mit Guntram Bach aus Hendungen kam ein Experte in Sachen Holz vorbei. Fünf Jahrzehnte seines Berufslebens verbrachte der Hendunger damit, das Naturprodukt zu den unterschiedlichsten Gegenständen zu verarbeiten. Ulrich Zühlke begrüßte ihn wie einen alten Freund. Von ihm habe er etliche Inspirationen erhalten, meinte der Künstler freudig.

Beim Umbau der Scheune, als er Dachlatten in seinen Händen hielt, fing alles sein, erklärt der sympathische Architekt. Stück für Stück reifte der Gedanke, hieraus etwas für die Ewigkeit zu schaffen. Nachdem er im Ruhestand war, blieb endlich Zeit, dem Ganzen Gestalt zu geben. Es entstanden Stelen, auf deren Sockel sich witzige Gestalten tummeln. Erwartungshaltung habe er keine, vielmehr freue er sich über jede Reflexion, gibt sich der Meister gleichermaßen bescheiden und zufrieden. Eine Dame bezeichnete die Objekte des Aubstädters als dekorativ. „Deko ist eigentlich keine Kunst“, sinniert er – aber dann freut er sich doch über das Lob.

Angelika Mangolds Steckenpferd sind Engel. Große und kleine Himmelsboten wachen über die Ausstellung und verleihen ihr Glanz. Besonders gefragt sind auch ihre Vasen. Wunderschön hat sie einige davon mit roten Mohnblumen aus Seide in Szene gesetzt. Das Interesse am Werkstoff Holz habe der Vater bereits als Kind in ihr geweckt, informiert die Dame aus Niederlauer. Sie sei es gewesen, die Hand anlegte, wenn es darum ging, dem Familienoberhaupt behilflich zu sein. Früh lernte sie, Hasenställe zu bauen sowie mit Säge, Hammer und Bohrer umzugehen. Diese Fertigkeit komme ihr nun zugute, so die gelernte Floristikmeisterin.

Im ausliegenden Gästebuch sind Attribute wie ideenreich, köstlich und hintersinnig zu lesen. Ingrid Schmidt und die Künstler haben also den Nerv getroffen.

Wer neugierig geworden ist, kann sich bis einschließlich 5. November „Federleicht und Abgedreht“ fühlen. Geöffnet ist die Ausstellung in der Ostheimer Kirchhofschule Freitag bis Montag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr.

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