Ostheim

Ausstellung stimmt mit viel Liebe zum Detail auf Ostern ein

Ingrid Schmidt hat wieder mit viel Liebe zum Detail die Osterausstellung in der Kirchhofschule arrangiert.
Ingrid Schmidt hat wieder mit viel Liebe zum Detail die Osterausstellung in der Kirchhofschule arrangiert. Foto: Eva Wienröder

Der Verein Freunde der Kirchenburg startet an diesem Wochenende traditionell wieder mit seiner Osterausstellung in die neue Veranstaltungssaison. Unter dem Motto „Alles Kunst“ werden ausgesuchte Exponate aus der Ostereiersammlung von Ingrid Schmidt dieses Mal ergänzt durch Zeichnungen und Malereien der freischaffenden Künstlerin Inga Okan aus Völkershausen. Bei der Vernissage, die von einem Klarinettenquartett der Stadtkapelle ansprechend musikalisch begleitet wurde, zeigten sich die zahlreichen Besucher schon einmal sehr beeindruckt von der Vielseitigkeit der Ausstellung.

Die stolze Zahl von 270 ausgeblasenen und mannigfaltig gestalteten Hühner-, Gänse- Emu-, Straußen- und Zwergvogeleiern sowie Eiern aus Holz und anderen Werkstoffen, allesamt mit hohem künstlerischem Anspruch, hat Ingrid Schmidt einmal mehr mit viel Aufwand und liebevollem Blick zum Detail in den Ausstellungsräumen der ehemaligen Kirchhofschule in der Kirchenburg dekoriert.

Verschiedenartigkeit der Gestaltung beeindruckt

Beeindruckend ist die große Palette der Gestaltungsformen. Zu sehen sind Eier aus aller Herren Länder nicht nur mit feinster Bemalung, sondern beispielsweise auch als Karussell-Spieluhr gestaltet, innen bemalt, Ei in Ei gesetzt oder mit eingearbeiteten Spruchbändern.

Die Ausstellung gibt zudem viele Einblicke in das Volksbrauchtum, in dem das Ei zunächst Fruchtbarkeitssymbol und Sinnbild des Lebens ist und später als Liebesgabe eine besondere Rolle spielt. In Ostheim bringt bekanntlich nicht der Hase die Ostereier, sondern der Osterstorch, und der darf bei der Ausstellung natürlich auch nicht fehlen.

Zeichnungen und Eikunst ergänzen sich

Gekonnt in Bezug gesetzt hat Ingrid Schmidt die vielseitige Kunst am Ei zur bunten Palette von Inga Okans Arbeiten. Okans Zeichnungen muten harmonisch, zart, naturverbunden und detailverliebt an. In anderen Bildern setzt sie Farben kraftvoll ein. Allen Werken wohnt die Achtung vor der Schöpfung und die Mahnung durch die drohende Zerstörung durch den Menschen inne. Die Bilder zeigen, wie zerbrechlich die Welt ist, aber immer wieder finden sich darin auch Zeichen der Hoffnung.

Die gebürtige Hannoveranerin Inga Okan hat sich in den 1990er-Jahren ihren langgehegten Wunsch nach einem Leben auf dem Land erfüllt und ist so in die Rhön gekommen. Bis dahin lebte, studierte und arbeitete die heute 72-Jährige ausschließlich in Hannover, Hamburg und Offenbach am Main. Okan, die seit einigen Jahren im Willmarser Gemeindeteil Völkershausen lebt, hatte nach dem Abitur die Werkkunstschule Hannover besucht.

Neben zarten, filigranen Zeichnungen sind auch Bilder zu sehen, in denen Inga Okan Farben kraftvoll einsetzt.
Neben zarten, filigranen Zeichnungen sind auch Bilder zu sehen, in denen Inga Okan Farben kraftvoll einsetzt. Foto: Eva Wienröder

Ausstellung ist noch bis Montag, 20. April, geöffnet

In der Folgezeit absolvierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg ein Studium der Kunstpädagogik sowie der Freien Malerei, Architektur und Grafik. Sie betrieb Studien in den Bereichen Freie Malerei, Architektur, Grafik und später auch Philosophie und Sozialpsychologie. Okan war in verschiedensten Berufsfeldern tätig. Als heute freischaffende Künstlerin und Kunsthandwerkerin übt sie nebenbei eine freiberufliche Dozententätigkeit in der Erwachsenenbildung aus.

Eröffneten in der Ostheimer Kirchhofschule die Osterausstellung „Alles Kunst“ mit Kunst von Inga Okan und Kunst am Ei: Bürgermeister Ulrich Waldsachs, Maritta Waldsachs vom Organisationsteam der Kirchenburgfreunde, Künstlerin Inga Okan, Ausstellungsleiterin Ingrid Schmidt und Udo Trabert, der zweite Vorsitzende des Vereins (von links).
Eröffneten in der Ostheimer Kirchhofschule die Osterausstellung „Alles Kunst“ mit Kunst von Inga Okan und Kunst am Ei: Bürgermeister Ulrich Waldsachs, Maritta Waldsachs vom Organisationsteam der Kirchenburgfreunde, Künstlerin Inga Okan, Ausstellungsleiterin Ingrid Schmidt und Udo Trabert, der zweite Vorsitzende des Vereins (von links). Foto: Eva Wienröder

Die Ausstellung in der Kirchhofschule läuft bis Montag, 20. April. Sie ist jeweils von Freitag bis Montag und an Feiertagen von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Gruppenführungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Voranmeldung unter Tel. (09777) 471 bei Ingrid Schmidt. Weitere Informationen unter www.lebendige-kirchenburg.de.

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